01.08.2009 Erster SUNBED-Ortskernlauf - Meine Medaille wird im Wohnwagen aufgehängt
Sie wünschte sich eine rege Beteiligung und bestellte ruhiges Wetter mit Sonnenschein. Die Hauptverantwortliche Yvonne Friedl und ihre vielen Helfer(innen) bekamen beides und wurden so für ihre mühevollen Vorleistungen belohnt. Rund um den Kleinostheimer Kirchplatz spielte sich das Start- und Zielgeschehen ab, hier feuerten die Eltern ihre ausdauernden Kids an - und hier labten sich nicht nur die Sportler(innen) am prickelnden Faust alkoholfrei, das die Miltenberger Brauerei kostenlos ausschenkte. In diesem Bereich sammelte Pressereferentin Birgit Reuter die folgenden interessanten Stimmen ein. Beispielsweise Dirk Reinhold,
Marketingleiter unseres Kleinostheimer Hauptsponsors SUNBED meinte: "Das Thema passt zu unseren Einlegesohlen. Abteilungsleiter Manni Scherer hat uns zunächst auf ein Sponsoring der Startnummern angesprochen, wir haben nicht gezögert und sind als Hauptsponsor der Veranstaltung eingesprungen. Unser Mitarbeiter Günter Löffler ist im Hauptlauf am Start. Er hat für die Vorbereitung auf den Wettkampf sogar einen Tag Urlaub genommen. Für 2010 versprechen wir eine Staffel zu melden“. Pünktlich um 18.30 Uhr schickten die professionellen Ansager Volker und Bernie zunächst die jüngsten Mädels (danach die Jungs) im Bambinilauf auf die 800m Strecke, einmal rund um den Kirchplatz. Die Siegerin, Leoni Bruneß (TSG Kleinostheim), erklärte im Ziel: "Mein großer Bruder hat auch mitgemacht. Zurzeit gehe ich nur ins Kinderturnen, möchte aber gerne ins Leichtathletik. Dort gibt es keinen Platz mehr, vielleicht ist mein Sieg die Eintrittskarte fürs Training“. Ihr kleiner Bruder Yannik, bereits Mitglied der angestrebten Abteilung, war gar nicht so zufrieden: "Im letzten Jahr war ich als Dritter auf dem Treppchen. Diesmal war es nur der neunte Platz. Ich bin etwas enttäuscht und werde besser trainieren". Dafür strahlte sein Teamkamerad und Sieger des Bambinilaufs Jannik Kraft: "Mich hat vom Start weg niemand überholt. Meine Medaille wird im Wohnwagen aufgehängt. Ich wollte heute unbedingt mitlaufen, wir fahren extra dafür einen Tag später in den Urlaub“.
Es folgte der 2500m Lauf für Schülerinnen und Schüler, der auf einer großen Runde durch den Ortskern Kleinostheim ausgetragen wurde. Das Rennen gewann Julian Künzig von der DJK Aschaffenburg in 9:08min. Bei den Mädels holte sich Margit Elfers vom LC Michelstadt in 10:45min den Sieg. Uwe Schmäling vom
TV Goldbach war ebenfalls mit seiner Leistung zufrieden: "Ich war schon zum Triathlon hier in Kleinostheim, das Laufen ist von allen drei Sportarten meine Lieblingsdisziplin. Zwischendurch habe ich mal geführt, am Ende war ich Dritter“. Ein paar Sekunden nach ihm erreichte sein Bruder Stefan das Ziel und erzählte respektvoll: "Ich muss meinem drei Jahre jüngeren Bruder ein Kompliment machen. Er ist stark gelaufen. Julia Künzig hat uns beide gegen Ende überholt. Ich bin auch Nachwuchs-Triathlet. Wir nutzen solche Läufe als Tempotraining in Zeiten ohne Wettkämpfe“. Nicht alle der jungen Läuferinnen und Läufer kamen so zügig und locker durch die Runde, beispielsweise Max Diehl aus der Leichtathletikabteilung des Veranstalters, die sich mit einem sehr großen Kontingent am Ortskernlauf beteiligte. Er musste erstmals auf die große Runde über 2500m: "Mit meinem Papa habe ich zwei Mal auf der Strecke im Ort trainiert. Zwischendurch hätte ich fast geheult, weil ich zu früh Gas gegeben habe“. Sehr selbstbewusst und routiniert äußerte sich Lennart Schweizer (TSG Ausdauersport), der seine Altersklasse M9 (Jahrgang 2000) in 10:21min gewann: "Ich lasse die anderen erst mal losrennen und fange locker an. Auf der Mitte dachte ich, da vorne wäre das Ziel und habe angezogen, dann konnte ich nicht mehr. Für einen Endspurt hat die Kraft dann aber doch noch gereicht. Habe alles raus geholt. Heute ist es mein vierter Pokal, vier Siege hintereinander. Ich habe einen Traum: Wenn ich groß bin (so ungefähr 27 Jahre) will ich mal erster deutscher bei einem Marathon werden“. Hinter ihm landete Johannes Rachor von der Schwesterabteilung: "Ich bin als letzter gestartet, habe dann viele überholt. Zum Schluss war es dann der zweite Platz in meinem Jahrgang. Ich spiele sonst Handball und Fußball“.
Mit der Startnummer 61 sah man im Hauptlauf plötzlich Karin Schließmann vom
TGMSV Jügesheim auf ihrem Handybike: "Ich habe beim Veranstalter nachgefragt, ob ich teilnehmen kann. Ich bin heute sozusagen als Testfahrerin ohne Wertung am Start gewesen. Die Strecke ist trotz der Ecken gut zu fahren. Als nächste Wettkämpfe habe ich Ende August den Koberstädter Marathon und Fränkische Schweiz Marathon auf dem Programm stehen“. Jedenfalls hat der Zeitnehmer in den Ergebnisauswertungen die Abteilung Handybike schon mal mit eingebaut. In 33:16min schaffte sie natürlich die schnellste Zeit über 10000m. Zu Fuß gewann dieses Rennen der für den Main-Ausdauershop Niedernberg startende Profi Triathlet Enrico Knobloch aus Schaafheim - und diesen befragte Birgit nach seinen 36:48min im Ziel: "Nach dem Ironman in Frankfurt habe ich drei Wochen Urlaub gemacht. Habe am Montag das Training wieder aufgenommen. Heute bin ich ohne Zeitvorgabe angereist. Der Wettkampf ist ein Formtest für das 70.3 Ironman Rennen am 16. August 2009 in Wiesbaden, dann im Oktober folgt der Saisonhöhepunkt, die Triathlon Weltmeisterschaft auf Hawaii. Mit meiner Zielzeit bin ich auf dem eckigen Rundkurs zufrieden. Eine Zeit deutlich unter 40 Minuten geht in Ordnung. Meine Lauftrainerin ist Petra Wassiluk". Die Frauenkonkurrenz gewann einmal mehr Manuela Schwind vom TV Haibach. Die Zweitplatzierte Teresa Ebert von der LG Bad Soden Neuenhain Sulzbach ließ uns wissen: "Ich habe mir den Termin aus dem Volkslauf Kalender herausgesucht, Freitags Abend passt mir sehr gut, da ist das Wochenende nicht blockiert. Ich bin zu schnell angegangen, hatte mit Magenkrämpfen zu kämpfen. Ich habe den Wettkampf als Testlauf für die Hessischen Meisterschaften im Halbmarathon in Schotten genutzt. In Frankfurt möchte ich beim Marathon meine Vorjahreszeit von 3:05 Std. unterbieten“. Unter den vielen Finishern suchte sich Birgit den Macher des Aschaffenburger HVB-Citylaufs Günter Guderley heraus und befragte ihn nach seiner Meinung: "Die alte Strecke des Oktoberlaufes war schneller. Die Atmosphäre auf dem Kirchplatz ist klasse, der Termin passt gut. Die Dollen können dann sonntags nochmal woanders starten. Ansonsten wäre etwas mehr Stimmung entlang der Strecke schön". Und auf seiner Website läuft inzwischen der Ticker: "146 Finisher im 10km-Lauf erleben einen glänzend organisierten Laufabend".
Der so genannte Einsteigerlauf sah 52 Finisher. Dirk Schönbeck vom SSC Hanau-Rodenbach gewann auf den zwei Runden über insgesamt 5000m in der Zeit von 16:57min. Den Wettbewerb der Damen entschied Petra Seibert (Spiridon Frankfurt) für sich. In diesem Rennen sahen wir mit Willi Patzelt auch den Sieger der Altersklasse M75 - vom Ski-Club Erlenbach. Birgit befragte auch ihn: "Es ist ein guter Termin. Darüberhinaus verbindet mich eine tiefe Freundschaft mit dem Gründer der Abteilung Ausdauersport Alois Mühltaler durch den Skilanglauf. Heute bin ich nach fünf Kilometern noch gut erholt. Beim Landkreislauf in Erlenbach im September werde ich die zehn Kilometer Strecke absolvieren“. Hier nochmal die Wege zur Bildergalerie und sämtlichen Ergebnislisten. |