TSG Kleinostheim - Ausdauersport

 

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29.05.2008 Trauerfeier für unseren verstorbenen Teamkameraden Klaus Jakob
Am kommenden Samstag, 31.05., findet um 15.30 Uhr die Trauerfeier für unseren in Neuseeland verunglückten Teamkameraden Klaus Jakob In der Katholischen Kirche St. Peter und Paul in Aschaffenburg-Obernau, Hauptstraße statt. Den Trauerflor für die am Hypolauf Aschaffenburg beteiligten TSG-Läuferinnen und Läufer wird Birgit Reuter ab 18.00 Uhr am allseits bekannten TSG-Standort unweit der Startlinie verteilen. Auf unserer Seite "Unser Team" werden wir unsem Freund und Sportkameraden Klaus Jakob auf Dauer ein ehrendes Andenken bewahren.
28.05.2008 Der Steinberger Volkslauf, Teil des Main-Lauf-Cups
Sieben Läufe absolvierte Ancela bereits in dieser Saison beim Main-Lauf-Cup und erfüllte schon damit die Mindestanforderungen für 2008. Bei den noch ausstehenden weiteren sieben Events kann sie noch einige Streichergebnisse erzwingen, bzw. zusätzliche Punkte für die Gesamtwertung sammeln, weil am Ende nur die sieben besten Läufe gewertet werden. Diese Volkslaufserie spricht ein breites Spektrum und alle Altersgruppen an, von den Schüler(inne)n bis zum Halbmarathon und macht sie deshalb so interessant. In Steinberg gingen am Sontagmorgen zwei Damen aus unserer Truppe dort an den Start und zwar über 10km. Ganz vorne im Frauenfeld spielte Astrid eine sehr gute Rolle. Lediglich der 20-jährigen Spezialistin Kerstin Straub konnte sie nichts anhaben. Den Rest der weiblichen Konkurrenz und einen großen Teil der Männer hielt sie jedoch in 41:07min sicher in Schach und demonstrierte dabei die Leichtigkeit des Seins. Mit diesem Ergebnis rückte sie in der aktuellen Leistungsbilanz auf Platz drei vor, zwischen ihre beiden Teamkolleginnen Claudi und Raileen. Andere Ambitionen hegte wiederum Ancela, die mit ihrer Leistungssteigerung in den vergangenen Wochen in der W40 langsam Fuß fasst. Sie liegt in der Cupwertung aussichtsreich im Rennen, kann sich jetzt vier Wochen ausruhen und dann auf die Rückrunde vorbereiten. Hier die Ergebnisliste.

27.05.2008 Fünf TSGler holen vier Podestplätze beim Coca-Cola-Citylauf Offenbach
Doch die eigentliche Überraschung lieferte dabei Raileen, denn sie gewann mit zwei Minuten Vorsprung die Frauenwertung im Halbmarathon und schrammte eine einzige Sekunde an ihrer persönlichen Bestzeit vorbei. Mit diesen 1:32:02h steht sie nun in der aktuellen Bestenliste vom Bayerischen Untermain hinter ihren Teamkolleginnen Claudi und Astrid auf dem dritten Rang. Der Blick in diese Listen macht mir übrigens viel Freude. Bei ihrem grandiosen Rennen profitierte sie ab Kilometer elf von Stefan, der mit Trainingspartner Oli A. den Tag mit 3,8km Schwimmen im Kahler See begann, anschließend eine 33km kurze, intensive Einheit mit dem Rad über die Hohler Chaussee hinlegte, um dann schnell für Offenbach einzuchecken, weil ein kleiner Halbmarathon noch ins Programm musste. Bei diesem Test für Moret lief er zu schnell los und haderte mit sich, weil plötzlich die erste Frau ungehindert an ihm vorbei zog. Bei Tempo 4:20min/km wollte er dann ein wenig raus nehmen, als Raileen auf ihn auflief. Zu zweit läuft sichs einfach besser und gemeinsam rückten sie der führenden Dame auf die Pelle. Stefan fühlte sich in seiner Rolle als mannschaftsdienlicher Schrittmacher wohl und freute sich über den letztendlich klaren Sieg seine Teamkollegin. Bei der Siegerehrung staunte er nicht schlecht, als er für den zweiten Platz der M20 geehrt wurde. Sogar den Titel seiner Altersklasse hätte er an diesem Tag holen können, "aber mit dem Training in den letzten Tagen wäre das wohl unrealistisch gewesen", schätzt er die Sachlage richtig ein. Unser neuer Mann Peter ist im Verlaufe des Rennens eingebrochen, als er versuchte an der starken Raileen dran zu bleiben. Er lieferte seinen ersten HM überhaupt ab - und 1:38:31h beim ersten Anlauf sind vollkommen in Ordnung. Das noch vorhandene Potenzial werden ihm seine Trainingskameraden demnächst herauskitzeln.

Ganz vorne, wenn wunderts, hielt Etienne lange dagegen. Das Trainingslager mit der Familie über Pfingsten in der alten belgischen Heimat hat gefruchtet. Wenn auch seine Frau äußerst knapp daran vorbei schrammte, seine HM-Bestmarke ist erneut gefallen und steht jetzt bei 1:23:46h. Im 263er Gesamtfeld liefen nur vier Athleten schneller als er - und das Polster hinter ihm reichte für mindestens 600m. Dass nicht immer alles rund läuft, stellte Manni wieder mal fest. Bei Kilometer acht überholte er den bis dahin Viertplatzierten und visierte schon die Nummer drei an - alles im Lot. Beine gut, genug Luft da. Was aber war mit dem Magen los? Der freundliche Betreuer an der Verpflegungsstelle wies ihm bei km 10,8 den Weg zum Häuschen. Sein Knastmarathon lag doch immerhin schon sechs Tage zurück, daran kann es nicht liegen. Ob unser Tattoofreund sich von diesen körperlichen Strapazen tatsächlich schon komplett erholt hat, wissen nur die Götter. Und die schickten ihm den unbarmherzigen Montezuma mit seiner Rache. Ein Läufer, der etwas auf sich hält, stoppt mit seiner Garmin auch die Toilettenzeit. Manni verliert 2:14min und lässt dabei lediglich zwei Konkurrenten passieren. Dass auch Etienne darunter war, machte sein Problem nicht leichter. In der Billardhöhle ließ er bei km 14,98 weitere 3:26min hilf- und tatenlos vestreichen. Sein Wille war nach eigenen Angaben keineswegs gebrochen: "hatte ich einen Hals". Nach 1:26:30h fand das Drama dann doch noch ein überraschendes Ende. Erster in der Altersklasse M40, siebter im Gesamtfeld und in der Tombola gewinnt er immerhin noch einen Coca-Cola-Rucksack. Und die Moral von der Geschicht: "nicht nachlassen, auch wenn's mal sch... läuft". Hier die Ergebnisliste in der Übersicht.

27.05.2008 Peter Ungemach ist jetzt auch ein TSG-ler
In Osnabrück wurde Peter Ungemach, unsere neueste Errungenschaft, 1968 geboren. Seit zwei Jahren lebt er im nahe gelegenen Seligenstadt, "weil ich hier meine große Liebe fand" - und fügt hinzu: "und dazu noch einen guten Job". Der sympatische Techniker in der Arbeitsvorbereitung einer Zellhausener Firma schnupperte bereits 1989 mal in den Triathlonsport rein, direkt nach einem schweren Motorradunfall. Die Ärzte meinten seinerzeit, dass es mit dem Sport bei ihm nichts mehr würde. Als 21-jähriger probierte er dann die drei Grunddisziplinen des Triathlons aus und die Fitness kam ziemlich schnell wieder zurück. Doch seiner große Leidenschaft, dem Motorrad fahren, entkam er in seinen jungen wilden Jahren nicht - bis 2007. Die ausgeprägten Kochkünste seiner neuen Liebe begannen nämlich bei ihm sichtbar anzuschlagen und er fing zu laufen an. Die vorhandenen Probleme reduzierten sich nach den eingeleiteten Maßnahmen eher unerheblich - und Peter radelte zusätzlich. Im Sommer dehnt er seine sportlichen Aktivitäten weiter aus und ging auch noch schwimmen. Aus solchen Rohlingen macht man in unserer Truppe richtige Triathleten. Er träumte wieder von seinen Anfängen 1989, erzählte dies seiner Freundin Anja - und die schenkte ihm prompt einen Triathlon-Einteiler. Das ist echte Liebe. Jetzt stand Peter unter enormem Anmeldezwang. Er nahm jede Volksdistanz mit, es wurden alleine 2007 insgesamt sechs Events. Ob Hofheim, Hersbruck oder Seligenstadt, er verbuchte Spaß ohne Ende. In diesem Jahr steigerte er sich bis zur Kurzdistanz (1,0km/40km/10km) in Butzbach, wo er ein achtbares Ergebnis in 2:31:58h ablieferte. Am vergangenen Samstag absolvierte er seinen ersten Halbmarathon beim Coca-Cola-Citylauf in Offenbach, verzockte sich dabei etwas und erreichte abgekämpft nach 1:38:11h das Ziel. Daran werden wir arbeiten müssen. Sorgen bereitete ihm sein Schwimmstil, "doch zum Glück habt ihr ja eine gute Trainerin". Im August traut er sich in Wiesbaden erstmals über die Mitteldistanz. Einem erfolgreichen Test unterzog er sich beim Powerman-Duathlon in Holland. "Und wenn das Essen weiterhin so gut und reichhaltig ist, komme ich wohl um einen Ironman nicht herum". Inzwischen wird aber auch deutlich, dass ihm seine Anja für weitere Hobbies keine Zeit mehr zugesteht! Den Kontakt zu seinen Motorradfreunden hält er noch aufrecht und pflegt sogar eine eigene Website.

Unser Teamkamerad Klaus Jakob ist tödlich verunglückt

26.05.2008 Als sich am letzten Montag die Nachricht vom Unfalltod unseres Teamkameraden Klaus Jakob verbreitete, löste das eine Welle von Betroffenheit und Trauer bei denen aus, die ihn gekannt haben. Bedingt durch die rasante Entwicklung unserer Abteilung gibt es sicher Mitglieder, die keinen persönlichen Bezug zu ihm hatten. Deshalb erscheint es uns sinnvoll, einige Daten und Fakten aufzulisten, die seine Stellung in unserer Gemeinschaft deutlich machen.

Ende der 80er Jahre wechselte Klaus Jakob beruflich zur Gemeinde Kleinostheim, zuerst in die Verwaltung, wo er unter anderem für die Bereiche Sport und Kultur verantwortlich war. Er schloss sich unserer damals noch überschaubaren Ausdauersport-Abteilung an, nachdem er schon einige Marathonläufe absolviert hatte (Bestzeit 3:04:20h). Mit Begeisterung spielte er Badminton, war 1989 beim legendären Staffellauf in die französische Partnergemeinde Bassens dabei, beteiligte sich im gleichen Jahr maßgeblich an der Organisation unseres ersten Oktoberlaufs und war immer präsent, wenn es galt zu helfen. Seine eigenen sportlichen Tätigkeiten wurden durch Verletzungen immer wieder unterbrochen, doch er war nie jemand, der den Kopf hängen ließ oder darüber klagte. Beim traditionellen Aschaffenburger Hypolauf wollte er am Freitag zum dreizehnten Mal in ununterbrochener Reihenfolge starten. Die Teilnahme dort war für ihn Ehrensache, trotz teilweise gravierender Behinderungen (u.a. kurz nach einem Bandscheibenvorfall). Den meisten Kleinostheimern wird Klaus Jakob als Geschäftsführer des Seniorenzentrums St. Vinzenz von Paul in guter Erinnerung bleiben. Dort setzte er zielstrebig seine zukunftsweisenden Ideen und Pläne um.

Zusammen mit seiner Frau Elisabeth und den beiden Söhnen besuchte er seine Tochter, die als Austauschschülerin in Neuseeland weilt. Beim Überqueren einer Straßenkreuzung erlitt er, während eines Trainingslaufes, bei der Kollision mit einem Auto tödliche Verletzungen.

Wir trauern mit seiner Familie und nehmen in Dankbarkeit Abschied von einem Teamkameraden und Freund, der sich nicht zuletzt wegen seines ehrenamtlichen Engagements große Achtung und Wertschätzung erworben hat. Als äußeres Zeichen unserer Verbundenheit und Anteilnahme werden beim Aschaffenburger Hypolauf alle TSG-Starter mit Trauerflor an den Start gehen. Alle Mitglieder werden in Kürze per Email unterrichtet. Sobald der Termin für eine Trauerfeier bekannt ist, informieren wir auf dieser Seite.

25.05.2008 Claudia Hille ist Duathlon-Europameisterin aller Altersklassen
Ob eine Sache gelingt, erfährst du nicht, wenn du nur darüber nachdenkst, sondern wenn du es ausprobierst! Heute hat Claudi es ausprobiert und tatsächlich geschafft, unglaublich. Vorgestern flog sie alleine los und heute Morgen fuhr sie um 10.00 Uhr im griechischen Serres ihren größten sportlichen Erfolg der letzten Jahre ein und wird Europameisterin der 40-45 jährigen Frauen im Duathlon über die Distanzen 10km/40km/5km. Wer sich die Ergebnisliste, in die ich die ersten zehn aufgenommen habe, genau anschaut stellt fest, das Claudi nicht nur ihre eigene Altersklasse beherrschte, sondern alle anderen auch. Sogar aus der elitären Profigruppe konnte sie einige Damen knacken. Der Wettkampf fand auf der Motorrad- und Kartrennbahn von Serres statt, etwa 100km von Thessaloniki entfernt. Die Bedingungen passten wie die Faust aufs Auge. Claudi liebt warmes, sonniges Wetter und flache Strecken. Auf der ersten von vier Laufrunden setzte sie sich mit einer sensationellen Leistung deutlich von all ihren Konkurrentinnen ab. Die zehn Kilometer absolvierte sie in unfassbaren 36:39min. Schnelle Wechsel - ihre Spezialität - legte sie nach beiden Durchgängen hin, keine Frau ist beim Umziehen oder Materialwechsel schneller. Auch das gehört zu einem professionellen Rennverlauf.
Auf dem Radkurs konnte sie bis zum Ende der vierten Runde die Führung behaupten, bevor eine starke Britin aus der AK30 an ihr vorbei zog. Unsere aufgedrehte Claudi wehrte sich auf der Radstrecke mit sieben Wendepunkten so gut es ging gegen die aufkommende amtierende Deutsche Meisterin Dörte Siebke (W40). Gegen Ende dieser zweiten Disziplin musste sie Dörte trotzdem ziehen lassen. Doch schon in der Wechselzone machte sie deren knappen Vorsprung wieder wett. Die verpasste Chance von der DM in Backnang trug Claudi im Hinterkopf mit sich. Die Revanche lag in greifbarer Nähe und die Möglichkeiten zum Titelgewinn hatte sie nun deutlich im Visier. Die Britin lag vorne mit eineinhalb Minuten, doch die war um die zehn Jahre jünger und störte nicht unbedingt ihre Kreise. Doch wenn unsere Teamkollegin mal Lunte riecht - und sie sich ausgerechnet in den geliebten Laufschuhen befindet, gibt es kein Halten mehr. Zwei Runden lagen noch vor ihnen, insgesamt schlappe fünf Kilometer. Runde eins war vorbei, der Rückstand halbiert. Und jetzt kam die Attacke. Mit einer enormen Energieleistung machte sie auf den letzten hundert Metern alles klar, überlief die Konkurrenz und wird im Kampf um die Altersklassen EM mit neun Sekunden Vorsprung nach 2:06:43h Gesamtsiegerin. Alles war nun vergessen. Nach ihrer (für sie) entäuschenden Radleistung bei der DM arbeitete sie mit Arnd in den letzten Wochen an der Radform, der Sitzposition und Aerodynamik. Ihre Form beim Laufen und auf dem Rad zeigte steil nach oben. Anscheinend machten die beiden alles richtig. Selbstbewusst und offensiv - wie wir sie alle kennen - steuerte sie diese Topplatzierung an. Wir gratulieren sehr herzlich. Hier nochmal die Ergebnisliste mit allen Split- und Wechselzeiten.

25.05.2008 Eine ereignisreiche Woche folgt der nächsten
In diesen abwechslungsreichen Tagen gerät sogar ein emsiger Webmaster gelegentlich in ernsthafte Schwierigkeiten. Es ist ja nicht nur so, dass die sportlichen Events jetzt schon freitags beginnen (samstags und sonntags sowieso), sondern natürlich auch die Feiertage oder deren Vorabende von den umliegenden Vereinen mit Aktivitäten gefüllt werden. Da läufst du schon Gefahr, dass das eine oder andere wichtige Ereignis (für den Einzelnen) mal durchrutscht. Beispielsweise beim Michelstädter Bienenlauf erfüllten kürzlich Stefan und Sarah ihr Soll. Auf den vier Runden zu je 2500m durch die Innenstadt, mit leichten Steigungen, lief Stefan in 40:28min auf Platz 22 unter 226 Startern. Obwohl tags zuvor die 1000er Intervalle mit Peter auf dem Trainingsprogramm standen. Nichtsdestotrotz packten die beiden anschließend ihre Untensilien um zum Tourfestival nach Gerolstein zu reisen. Teamkollegin Sarah schaffte auf dem Bienenmarkt in ihrer neuen Altersklasse wieder den Sprung aufs Podest (2.W35). Am gleichen Wochenende raffte sich Ancela zu einer neuen Bestzeit auf. In Bergen-Enkheim langte sie kräftig hin und blieb nach 51:59min auf der 10km Distanz, in der Gesamtwertung des Main-Lauf-Cups, immer noch aussichtsreich im Rennen um einen vorderen Platz in der W40 . Beim gleichen Event sah man auf den fünf Kilometern eine Glanzleistung von Matthias, der seine bisherige Bestmarke nahezu pulverisierte. Frisch verliebt verbessert er sich nach Monatsfrist um ganze zwei Minuten auf jetzt 18:53min und läuft als Sechster ein. In der internen Bestenliste springt der junge Student gleich zwanzig Plätze nach vorne. Freundin Silke erfuhr es gut vier Minuten später und war ebenfalls gut drauf (Dritte im Frauenfeld).
Die Seligenstädter Marathonstaffel liegt uns immer besonders am Herzen. Verantwortlicher Organisator ist seit zwei Jahren Übungsleiter Stefan, der sich sehr intensiv und akribisch kümmerte. Erstmals startete das TSG-Team mit fünf Mannschaften. Drei Männerteams mit je sechs Läufern, ein reines Damen- sowie ein gemischtes Team kämpften unter insgesamt 97 Teams um den Sieg. Der gelang wiederum TSG 1 sehr sicher in 2:31:08h. Sogar zu einem kaum für möglich gehaltenen Doppelsieg hätte es reichen können, denn unser zweites Team unterlag der LuT denkbar knapp. Bemerkenswert ist, dass sogar die dritte Riege noch unter der drei Stunden Marke blieb. Das TSG Damenteam hatte Stefan im Vergleich zu den Vorjahren stark verjüngt. Die Hälfte der weiblichen Truppe war sechzehn Jahre oder jünger und trotzte mit Platz vier nach 3:26:40h etlichen Teilnehmern und Zuschauern Applaus und Respekt ab. Ein bessere Übersicht ermöglicht die übersichtliche Ergebnisliste mit allen Mannschaften. Eine kleine Fotoserie hat Manni bei mir abgeliefert. Falls es weitere Veranstaltungen mit Beteilung unserer Aktiven gab (und mir gemeldet wurden), genügt ein Blick in das Ergebnisarchiv. Das Gleiche gilt für Bilderserien, die möglichst umgehend im Bilderalbum abgelegt werden.

24.05.2008 Im belgischen La Brulisienne endete der Heimaturlaub mit einem Volkslauf
Der zweite Ferienlauf führte die Bourguignons in die Nähe von Macquenoise, dem Geburtsort des Familienoberhauptes. Sie besuchten die 87-jährige Großmutter und machten sich danach auf den Weg nach Brûly-de-Couvin, das in der schönen grünen Fagne liegt. Diese Region im Süden Belgiens weist die höchste Erhebung der Provinz Namur in l'Escalière aus, mit 389m Höhe. Das sollte ein Hinweis für das sein, was den Familienclan streckenmäßig in Brûly erwartete. Während der Tag mit vielen Regenschauern und recht kühl begann, zeigte sich der Nachmittag von seiner schönen Seite. Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen gingen die vier Mädels und der Herr Papa nach der Reihe zum Start ihrer verschiedenen Rennen. Wonneproppen Mathildchen war wie üblich als erste an der Reihe. Sie hatte - wie alle aus den Jahrgängen 1999 und jünger - eine flache und überschaubare Rundstrecke von 500m zu bewältigen. Sie erfüllte wie immer die Erwartungen der Familie, lief vielleicht ein wenig zu schnell am Anfang und finishte wiederum stark. Sie beeindruckte das Läuferfeld und die Zuschauer mit einem guten zweiten Platz bei den Mädels. Charlotte und Caroline standen beim dritten Lauf über fünf Kilometer gemeinsam an der Startlinie. Die anspruchsvolle, teils crossige Strecke führte über Asphalt und durch Waldpassagen. Eher etwas für technisch Versierte, aber für schnelle Zeiten nicht unbedingt geeignet. Beide kamen trotzdem heil, aber erschöpft ins Ziel, wie am Pfingstmontag in Petit-Rechain. In Anbetracht der Siegerzeit über diese Strecke, relativieren sich die Zeiten von Caroline und Charlotte. Bemerkenswert ist die Superleistung von Caroline, die bei den Frauen den zweiten Podestplatz erreicht. Ihr kraftvoller Zieleinlauf am Ende der letzten Steigung imponierte. Vater Etienne sah anschließend eine kämpfende Charlotte, die sich am Ende gegen zwei weitere Damen durchsetzte: "Das war schön anzusehen".
Dann mussten die Eltern ihren erfolgreichen Töchtern über elf Kilometer einiges beweisen. Von diesem Lauf, der es in sich hatte, schwärmte Etienne im Ziel: "Das war sicherlich einer der schönsten Läufe überhaupt, die ich bisher bestritten habe". Damit meinte er die Vielfalt und die technischen Ansprüche, die an die Läufer(innen) gestellt wurden. Es begann auf Asphalt und führte nach ca. einem Kilometer rasch nach oben in das Waldgebiet. Zuerst auf angenehmem, weichem Tannenboden ging es nach anderthalb Kilometern durch den  Wald, auf engen Fußwegen. Auf weiteren 1,5km trafen sie auf die üblichen Herausforderungen, die man beim Goldbacher Wintercross vorfindet. Äste, Matsch und Bäche galt es geschickt zu überqueren.  Im Anschluss kämpften sie sich durch eine ziemlich lange Graspassage, mal mit bis zu 60cm hohem Gras, mal flach gemäht. Am Ende der ersten Schleife, die sechs Kilometer dauerte, stießen sie wieder auf Asphalt und begannen eine langgezogene Steigung am Wald entlang und alles fing von vorne an. Goldbach ohne Ende. Etiennes leicht lädierter Fuß machte ihm keine Schwierigkeiten mehr. Überraschenderweise konnte er bis Kilometer fünf (18:38min) das Tempo gut mithalten, danach ging es zwangsläufig - insbesondere bei den Steigungen - etwas runter. Das Ziel fand sich bei Kilometer elf, wobei die letzten 700m konstant nach oben führten. "Mann, hat das Spaß gemacht", berichtet Etienne voller Freude und an 19. Stelle liegend. Total stolz und voll des Lobes äußerte er sich über Raileens Superrennen. Einer einzigen Frau musste sie auf diesem harten Geläuf nachgeben und war mit Gesamtplatz zwei und einer 48:13 hoch zufrieden. Jedenfalls hinterließen die fünf einen geschlossenen Eindruck und die dortige Region wird sich in dieser Woche vermutlich mal mit der TSG Kleinostheim beschäftigen. Hier alle Ergebnisse auf einen Blick mit dem Link zum Veranstalter. Eine kleine Fotoserie von diesem Event und der Siegerehrung steht schon online.

22.05.2008 Drei Tage Spaß und Sport beim Gerolsteiner Tour-Festival
Beim dritten Gerolsteiner Tourfestival in der Vulkaneifel stellten sich vier Mädels und sieben Jungs aus unserem Team verschiedenen sportlichen Herausforderungen. Die einzelnen Disziplinen verteilte der Veranstalter auf alle drei Tage des vergangenen Wochenendes. Unsere Truppe mischte sich respektvoll unter die Rennradelite und kämpfte sich auch bei nasskaltem Wetter durch die Rennen. Trotzdem hatten alle Akteure großen Spaß. Sie stärkten den Teamgeist und pflegten die sozialen Kontakte bei den gemeinsamen Essen und in der Jugendherberge. Los ging es für Christian und Michael bereits am Freitag mit dem Einzelzeitfahren. In zeitlichen Abständen von jeweils zwanzig Sekunden starteten die Fahrer auf ihre Route über 31,7km und 629hm. Den stärksten Eindruck hinterließ am Wochenende Christian, obwohl er vor dem Rennen wegen angeblich müder Beine noch Skepsis verbreitete. So ist er halt. In der Vorwoche mit dem Rad die Cousine in Zürich besuchen und dann lamentieren. Wer in einem solchen Klassefeld klein beigibt, hat sowieso keine Chance. Also gibt unser Modellathlet gleich von Beginn an Gas, traktiert das Bike und die Oberschenkel in gleicher Weise und hofft inständig, dass es am Ende gutgeht. Während seines 58:39min langen Husarenrittes überholte er ungefähr fünfzig Fahrer, "was mich natürlich zusätzlich beflügelte". Im Ziel realisierte er ziemlich schnell seine starke Leistung, die ihn mit einem Schnitt von 32,4km/h unter das erste Fünftel (bei mehr als hundert Männern) führte: "ein Rennen genau nach meinem Geschmack - kurz und bergig". Rekonvaleszent Michael kommt nach seiner OP langsam aber sicher in Tritt. Die fehlenden Trainingsmonate sind halt nicht so schnell zu kompensieren. Er verliert auf seinen starken Teamkollegen zwar knappe fünf Minuten, doch der Vergleich hinkt natürlich. Und: heute ist nicht aller Tage. Der kommt wieder - keine Frage! Damit war der Freitag - jedenfalls sportlich - gegessen.

Samstag - Teamzeitfahren. Teamleader Christian führte die Mannschaft TSG Kleinostheim 1 und hatte ursprünglich neben Michael noch Oli A. und Markus im Boot. Letzterer musste kurzfristig wieder beruflich ins eisige Anchorage (Alaska) reisen und plötzlich fehlte dem Team ein Mann. Die Regel sieht vor, dass vier antreten müssen und der dritte Fahrer im Ziel gewertet wird. Christian engagierte schnell einen anwesenden Kumpel, der beim Start mit von der Rampe rollte, aber nach wenigen Minuten ausstieg. So war wenigstens das Team gerettet. Die Windschattenwechsel funktionierten dann auch richtig gut, aber zu dritt hatten sie gegen die Viererteams keine Chance. Aber keiner von den nach Ihnen im Minutentakt gestarteten Mannschaften holte sie ein. Sie sind heil durchgekommen, hatten angeblich mächtig Spaß und vom hohen Tempo dicke Beine. Lustiger soll es im zweiten Team gewesen sein. Kein Wunder, die waren auch zu viert. Hier regierte der allgemein akzeptierte Teamchef Stefan, von seinen Mitstreitern aus bestimmtem Anlass auch mal "Ausbilder Schmidt" genannt. Teammitglied Peter berichtet nämlich von dessen Anfeuerungen z.B. Richtung Jochen, der "bereits wie ein Walross schnaufte". Stefan, der die Aufgabe übernahm, alle ins Ziel zu bringen, trieb ihn an mit lauten Ausrufen wie: "ich hör dich nicht atmen" und: "die Landschaft könnt ihr euch morgen anschauen, ich will dass ihr Gas gebt".Der unverwüstliche Uwe sah das sehr locker und lobte die beiden Ironmanaspiranten, die abwechselnd die Führung inne hatten und somit den Rest der Truppe aus dem Wind nahm: "das nenne ich Teamgeist".Die Strecke war leicht wellig und zum Wendepunkt ging es leicht abwärts. Zum Schluss wurde noch ein schöner knackiger Anstieg präsentiert. Mit ihrem herausgefahrenen Schnitt von 35km/h waren sie nicht schlecht unterwegs, doch Platz 66 von 68 gestarteten Teams ist schon hart. Alleine daran kann man die Qualität des gesamten Feldes sehen. Beim Abendessen lachten sie sich schlapp und gaben weitere verbale Schikanen ihres angedienten Tempomachers zum Besten. Fazit der homogenen Truppe: in der Mannschaft macht es immer mehr Spaß!Bei den Kleinostheimer Mädels, so hieß unser Trauenteam, stand am Wochenende der Spaß an erster Stelle. Stefan bewunderte die Leistung insbesondere der Damen, die solche Strapazen bisher noch niemals auf sich nehmen mussten. Wer macht denn mal ein Teamzeitfahren? Gerade wenn man weiß, dass am nächsten Tag noch die Marathonrennen anstehen. Nette sammelte beim Gerolsteiner Event schon einiges an Erfahrung und traut sich eigentlich überall hin. Doch Yvonne und Judith erlebten ihre Taufe bei solch einem Hochkaräter. Sie hängten sich rein und gaben nicht klein bei. Ein besonderes Lob galt der mannschaftsdienlichen Astrid, die eindeutig Teamgeist bewies. Extra und nur wegen dieses Zeitfahrrennens nahm sie die lange Anreise auf sich. Somit konnte ein komplettes Team starten und die Freude war groß.

Sonntag - Marathontag. Das Wetter machte manchem einen schönen Strich durch die Rechnung. Am Start hatte es nur 7°C und leichter Regen ließ den Spaß am Morgen nicht so richtig aufkommen. Wie durch ein Wunder blieb es aber dann den ganzen Tag lang trocken, obwohl man bei dem gauen Himmel laufend dachte, es würde jede Minute anfangen zu regnen. Auf der 52km Tour kamen alle TSG-ler ins Ziel, zwei Mädels und zwei Jungs. Sie ließen es nach den Erlebnissen des Vortages etwas verhaltener angehen. Über 162km und fast 3000 Höhenmeter plagten sich Oli und Nette. Und den Knaller über die Langdistanz von 204km und 3808hm verleibte sich einzig und allein Peter ein. Geplant war alles anders. Nach 80km fing Christians Rücken an zu schmerzen. Das ließ er sich weitere vierzig Kilometer gefallen, bevor er vernünftigerweise seine sportlichen Aktivitäten einstellte.Die beiden Wettkämpfe an den Tagen zuvor nagten an der Substanz. "Ich hatte nach zwei kleinen und einer großen Runde ja eigentlich alles gesehen". Seine Kollegialität stellte erneut Michael unter Beweis, indem er seinen Freund nach gut 120km ins frühe Ziel begleitete. Eigene Knieschmerzen verhalfen ihm zu dieser Entscheidung. Mit voller Absicht, die lange Runde zu absolvieren, stellte sich Stefan mit Peter in den letzten Startblock. Es dauerte seine Zeit, bis sich das kompakte Feld endlich auseinander zog und er seinen Rhythmus fand. Irgendwann sprang der Übungsleiter von Gruppe zu Gruppe, fügte sich den Gegebenheiten und kontrollierte seinen Puls. Es kam dann auch bei ihm alles zusammen. Keine Sonne, schon etwas ausgelaugt und die Kälte zog einiges an Energie aus dem Körper, gerade bei den schnellen Abfahrten. Als er dann Nette auf der Runde traf, fiel ihm ein, dass 162km auch genug sind. So fuhr er zusammen mit seiner Teamkollegin ins Ziel und überließ somit Peter die alleinigen Rechte auf der Langdistanz. Und dem zollten seine Kameraden ordentlich Respekt. "Ich bin schön nach Puls gefahren, die komplette Strecke absichtlich alleine im Wind, habe reichlich Pause an den Verpflegungsständen gemacht und das Ganze als Grundlagenfahrt gesehen", erläutert uns Peter seine Motive. Er zog noch zwei Leidensgenossen über die letzte Runde ins Ziel und kam gerade noch in die Wertung, immerhin im 25er Schnitt. In mehrfacher Hinsicht betrachtete er dieses Event als ein Festival persönlicher Rekorde. Eine reine Fahrzeit von 8:17h mit bald 4000 Höhenmetern, sowas kannte sein Körper bisher nicht. Bemerkenswert ist die einhellige Meinung der Athlet(inn)en zum Tourfestival insgesamt - und die sollten wir euch nicht vorenthalten: Total überteuerte Veranstaltung ohne Atmosphäre, teilweise schlechter Straßenbelag, keine Zuschauer, schlechte Verpflegung (nur Obst und Getränke) und keine Extras. Erst in der vorletzten Runde gabs Kuchen und warmen Tee. Als Plus wurden die perfekt abgesperrten Straßen und die einwandfreie Organisation registriert. Unsere Aktiven möchten diese Veranstaltung nicht weiterempfehlen. Für den reichlichen Spaß in der Jugendherberge und beim Essen am Samstagabend waren sie ja selbst zuständig. Von daher hat sich das Wochenende doch gelohnt. Hier die Ergebnisliste unserer Teilnehmer(innen) für alle drei Tage mit allen Disziplinen. Im Bilderalbum liegt eine sehr schöne Fotoserie.

21.05.2008 Volker Hain gewinnt den Butzbacher Triathlon über die Kurzdistanz
Das ist doch tatsächlich wieder mal ein Hammer. Volker, der Mann aus den (Dax)Bergen, machte in Butzbach seinem Kosenamen alle Ehre und holte sich knapp aber verdient den Titel in der Kurzdistanz über 1000m/40km/10km. Und er schwärmte von der tollen Kulisse im herrlich auf einem Berg gelegenen Schrenzer Freibad, "trotzdem war es saukalt". Er musste in der ersten von drei Startgruppen schwimmen. Die Reihenfolge ergab sich aus der Schwimmstärke der einzelnen Athleten. Deshalb waren bei der Anmeldung die individuellen Schwimmzeiten anzugeben. Eigentlich sollten auf den acht 50m Bahnen jeweils acht Schwimmer nebeneinander ihre 20 Bahnen ziehen, doch Volker wunderte sich: "mit mir im Wasser waren nur fünf, davon zwei Brustschwimmer". Also lief mit Neo alles problemlos, "dank Claudi's Training". Nach für ihn sehr guten 14:51min, drängte er in die Wechselzone und sprang - an 17. Stelle liegend - zügig in seine Radklamotten. Und dann ging für ihn die Post ab. Ihre beiden Radrunden zu je 20km hatten die Triathleten als Wendepunktstrecke zu bewältigen. Als echte Herausforderung konnte, man die Abfahrt bzw. den Anstieg zum Freibad bezeichnen. Dabei waren 192 Höhenmeter in jeder Runde zu überwinden. "Ich konnte auf der sehr harten Strecke meine Stärke ausspielen und mich an die Spitze des Feldes setzen, was mir aber erst später bewusst wurde", erzählt Volker nach dem Rennen. Windschatten fahren war überhaupt kein Thema bei der Strecke, die er mit der zweitschnellsten Fahrzeit überwand. Durch den schönen Sprenzer Wald verlief dann die abschließende 10km Laufstrecke. Zunächst ging es 1200m bergan und nach dem Wendepunkt wechselten sich die Anstiege und Gefällstrecken ab. "Im Sinkflug begab ich mich dann auf die zweite Runde", scherzte er nach den vollbrachten Taten. Und hier konnte er sehr genau die Konkurrenz betrachten, die ihm schwer im Nacken saß. "Aber wenn man schon der Mann aus den Bergen ist, sollte man in selbigen gut laufen können". Volker rettete von seinem Vorsprung ganze sechs Sekunden gegen äußerst laufstarke Kontrahenten. Und im Ziel hatte noch keiner mit ihm gerechnet, doch nach dem Zieleinlauf kam dann der ganze Tross herbeigestürmt. In 2:02:38h gewinnt Volker, nach einer grandiosen Leistung, tatsächlich die Butzbacher Kurzdistanz, die insgesamt 139 Finisher sah.

Bei diesem Event befanden sich im TSG-Team drei weitere Akteure, wovon zwei sich ebenfalls der Kurzdistanz widmeten. Einer davon ist Peter Ungemach, ein neues Mitglied in unserer Triathlongarde. Wir werden ihn in Kürze in Wort und Bild auf dieser Seite ausführlicher vorstellen. Bis dahin müsst ihr euch mit seinen Zeiten aus der Ergebnisliste zufrieden geben. Für Thomas, den dritten im Bunde, sollte Butzbach die Generalprobe für Moret werden. Sie kann nach 2:39:35h als geglückt bezeichnet werden. Als er nach hundert Schwimmmetern seine Stoppuhr prüfte und zu schnelle 1:40min ablas, nahm er klugerweise Tempo raus. Er fand seinen Rhythmus, um dann nach - für ihn akzeptablen - 19:39min anzuschlagen. Auf dem Bike kämpfte er sich über die 40km mit ihren fast 400hm und meinte dann selbstkritisch: "diese Zeit ist noch ausbaufähig". Die Laufdisziplin riss er in gut 45 Minuten herunter, war's insgesamt zufrieden und freut sich nun auf die nächste Prüfung in Moret. Etwas später stieg Jens auf der Sprintdistanz (500m/20km/5km) in den Wettkampf ein. Er hatte gleich einen kleinen Schock zu verdauen: "Wir hatten am Fuße eines Anstieges geparkt, der sich als Wendepunkt der Radstrecke herausstellte". Gut, dass er ein kleines Kettenblatt montiert hatte, denn an dieser Stelle mussten später einige ihr Rad schieben. Im Schwimmbecken kam er gut zurecht, obwohl er sich die Bahn mit vielen anderen Teilnehmern teilen musste. Da die in etwa gleich schnell schwammen, konnte er kaum einen überholen. Mit der reinen Schwimmzeit von ziemlich genau achteinhalb Minuten konnte Jens noch leben, mit dem Wechsel allerdings nicht. Der Neo wollte sich nicht von seinen Beinen lösen und Schuhe zum Schnüren sind einfach nicht optimal. Auf dem Rad fühlte er sich gut und fuhr deutlich schneller als alle anderen um ihn herum. Vermutlich strengte sich der junge Dipl. Ing. in dieser Phase des Rennens deshalb so an, weil es schon wieder Richtung Wechselzone ging. Beim zweiten Mal wird alles besser.....? Aber nicht bei Jens. Er brachte sogar das Kunststück fertig, sich zu verlaufen! Deshalb versteht jeder, dass er mit seiner Radzeit - unter Einbezug der beiden Wechsel - nicht zufrieden sein kann. In dieser Misere mein Freund, liegt aber auch eine große Chance, noch einiges an Zeit herauszukitzeln. Aber dann war er in seinem Element. Auf der recht schweren, mit fiesen Anstiegen gespickten Strecke, kam Jens sehr gut zurecht. Leichtfüßig überquerte er die Schotterwege durch den Wald und legt die viertbeste Laufzeit von allen hin. Platz 12 insgesamt und Rang fünf in seiner Altersklasse erreichte er nach 1:09:49h. Er hat bei diesem Event eine ganze Menge gelernt, hatte trotz seines Mißgeschicks enormen Spaß und weiß ganz genau, was er bis zum Kraichgau Triathlon trainieren muß. Hier die Ergebnisliste unserer Starter mit allen Splitzeiten.

20.05.2008 Marathonsieger Manni hinter Schwedischen Gardinen
Nein, angestellt hat er nix. Aber einen Marathon wollte Manni schon immer mal gewinnen, auch wenn er dafür in den Knast musste. Und wenn sich unser Abteilungsleiter was vornimmt, dann gibt er keine Ruhe mehr, bis das Projekt erfolgreich zu Ende gebracht ist. Bei seinem Indoor-Marathon in den langen Gängen des LGA Nürnberg im November 2005 sauste er 56 Runden durch das Verwaltungsgebäude und absolvierte dabei treppauf/treppab noch 194 Höhenmeter. Damals lachten wir noch. Inzwischen lacht keiner mehr, wenn Manni etwas Außergewöhnliches ansteuert. Er ließ sich mit 103 Externen befristet in der Justizvollzugsanstalt Darmstadt einschließen und startete zusammen mit 24 Internen - bei idealen äußeren Bedingungen - gestern Morgen um 10.00 Uhr beim 2. Knastmarathon. Der Rundkurs hieß nur so. Er beinhaltete unendlich viele 90° Kurven und in jeder der 1.785m langen Runden gabs zwei Spitzkehren von 180°. Die vom HLV offiziell vermessene Strecke ist allerdings komplett flach und asphaltiert. Was unseren Teamkollegen besonders beeindruckte war die Tatsache, dass von den unfreiwilligen Bewohnern der JVA keiner Marathonerfahrung hatte, aber trotzdem jeder ins Ziel gekommen ist. Vor sechs Monaten begann man das Projekt: von 0 auf 42 - trainierte eifrig im Innenbereich des Gefängnisses und traktierte insbesondere die Knie auf dem ungesunden Zickzack-Kurs. Manni zollte den erfolgreichen Akteuren Respekt und allerhöchste Anerkennung, weil diese überhaupt nicht die Trainingsmöglichkeiten vorfinden, wie unsereins. "Andererseits kannten die die Strecke in- und auswendig", ließ er wieder einen raus. Vorweg sei zum allgemeinen Verständnis noch gesagt, dass es ihm einzig und allein um ein erfolgreiches Rennen ging und nicht darum, ob seine Teilnahme einen wirkungsvollen Anteil an der Resozialisierung der Insassen haben würde.

Den Grundstein für einen erfolgreichen Marathon legt man in der Vorbereitung. Dazu gehörte bei Manni am Donnerstag der Gang zur Frisörin. Für mich unfassbar, ließ sich unser Freund einen Haarschnitt aufdrehen, der ihm sogar eine Dauerkarte in der JVA sichern würde. Zuerst dachte ich, sechs Millimeter Haarlänge wäre vielleicht eine Teilnahmebedingung. Seine interessanten Tattoos hätten eigentlich zum Eintritt reichen müssen, denn mit dieser Frisur kann es durchaus Probleme bei der Ausreise geben. Es fehlt nur noch die persönliche Registrierungsnummer. Doch nun zum Rennen selbst. Vom Start weg übernahm Manni die Führung, die er bis zum Ziel nicht mehr abgeben sollte. An die kurvige Strecke gewöhnte er sich rasch, auch wenn es gegen Ende immer mehr schmerzte, "aber ich wollte es ja nicht anders". Vorteile sah er darin, dass die Verfolger immer schön im Blickfeld lagen. Kilometer zehn ging bei 39 Minuten durch, ein Konkurrent blieb in Reichweite. Dann musste der Federn lassen und der nächste übernahm bei Halbzeit die Verfolgung. Der taktische Teil im Wettkampf folgte, weil Manni eine halbe Runde Vorsprung übersichtlich verwalten konnte. In jeder Runde sah er sich mit allen Teilnehmern genau zwei Mal visuell konfrontiert, das war äußerst praktisch. "Absolut spitze war der Zuspruch an und auf der Strecke". Der Sprecher amüsierte sich über einen grinsenden Läufer, der scheinbar - ohne jegliche Anstrengung - sein Pensum herunter spulte. Liebe Freunde, ihr wisst es und ich weiß es auch, dass unser Dauerläufer mit dem Nähmaschinen ähnlichen Schritt immer mit einem solchen Gesichtsausdruck unterwegs ist. Egal, wie es in ihm aussieht. Große Unterstützung erhielt Manni von den JVA-Bewohnern, die gerade Freigang hatten. Er fand es recht kurzweilig, hatte mächtig Spaß und gab ihnen davon einiges zurück. Die verbale Kommunikation entwickelte sich während dieser zeitlich befristeten Freundschaft von Runde zu Runde, bis die Jungs in die Zellen zurück mussten. Nun besaßen diejenigen Vorteil, deren Fenster am Streckenrand lagen. Sie verfolgten den ersten Marathonsieg von Manni, der nach 2:53:06h natürlich mit neuem Streckenrekord über die Ziellinie läuft. Dann gabs reichlich Kaffee, Kuchen, belegte Brötchen, Malzbier, etc. Für 10 Euro Startgeld erhielten die Teilnehmer noch eine Funktionskappe und ein T-Shirt. Zu guter letzt gewann der glückliche Sieger bei der Tombola noch einen MP3-Player. Die zensierte Fotoserie schoss Harald, der mit Birgit und Vicky zu den wenigen auserwählten Besuchern dieses Events gehörte. In der Ergebnisliste hat man zum Persönlichkeitsschutz der Insassen lediglich deren Vornamen erwähnt. Der Sieger des Marathonlaufs bedankt sich ausdrücklich bei Thomas Nimbler, der ihn auf dieses Event aufmerksam machte, und dem Rest seiner Michelbacher Truppe für die tolle Unterstützung und Verpflegung.

19.05.2008 St. Helena Island Festival of Running - Stefan Schlett berichtet
Das wohl abgelegenste Rennen
der Welt findet alle zwei Jahre auf der Insel St. Helena im Südatlantik statt. Kaum ein Mensch würde dieses einsame Fleckchen Erde kennen, wäre es nicht von 1815–1821 der Verbannungsort von Napoleon Bonaparte gewesen. Geografisch können es allerdings die wenigsten einordnen. Das Eiland ist 1868 km von Afrika (Angola) und 3290 km von Recife (Brasilien/Südamerika) entfernt. Es gehört zu den Britischen Überseegebieten des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland, die geografische Lage ist 15°57’ Süd und 5°42’ West. Die gebirgige Vulkaninsel hat keinen Flugplatz und ist nur per Schiff erreichbar. Die Lebensader der Insel ist das Royal Mail Ship St. Helena, das letzte im Dienst stehende königliche Postschiff der Welt. Das kombinierte Fracht-Passagierschiff ist das einzige, das die Insel anläuft und regelmäßige Verbindungen zwischen Kapstadt/Südafrika, Walvis Bay/Namibia und der 1270 km weiter nordwestlich gelegenen Insel Ascension sicherstellt. Zwei Mal im Jahr läuft es via Teneriffa/Kanarische Inseln und Vigo/Spanien seine Heimatbasis Portland in England an. Beim Festival of Running sind innerhalb von sechs Tagen drei Wettbewerbe zu bewältigen: Das Jacob’s Ladder Challenge – ein Treppenlauf über 699 steile Stufen, ein 10 km Lauf oder drei km Fun-Run, sowie ein Halbmarathon oder Marathon. Für die Teilnahme sollte man mindestens drei Wochen veranschlagen. Die Passage von Kapstadt, der Aufenthalt auf der Insel und die Rückreise dauern jeweils eine Woche. Eine verkürzte Variante ist ab Walvis Bay möglich, von wo die Überfahrt nur vier Tage dauert...... mehr

18.05.2008 Erfolgreicher Laktattest beim letzten Bahntraining
Alles ist rund gelaufen, vermeldete Helfer Manni, der für die Zeiterfassung und Dokumentation beim Laktattest am Mittwoch zuständig war. Seine Chefin Claudia, die für diese erstmalige Laktatmessung mit eigenem Messgerät verantwortlich zeichnete, wertet in diesen Tagen die gewonnenen Daten aus und wird diese den fünf beteiligten Probanden übermitteln. Wie alle anderen Aktvitäten unserer Abteilung, wurde auch diese Aktion in einer Bilderserie festgehalten.

17.05.2008 In Belgien macht man nicht nur Urlaub
Die Pfingstferien verbringen die fünf Bourguignons in Etiennes Heimatland Belgien und zwar bei seinen Eltern in Clavier, in der Nähe von Lüttich. Wenn diese sportliche Familie Urlaub macht, hängt sie nicht irgendwo am Strand herum und lässt sich die Sonne auf den Bauch scheinen, sondern sie wird aktiv. Gleich am Pfingstmontag, sie hatten sich noch gar nicht richtig akklimatisiert, machten sie sich komplett auf den Weg durch die Province de Liège in das kleine Städtchen Petit-Rechain. Das ist eine Teilgemeinde der Stadt Verviers in der Province Luettich in der Wallonie. Dieser geografisch-intensive Einstieg ist deshalb so wichtig, weil hier Anfang der 90er Jahre angeblich jede Menge UFOs gesichtet und sogar fotografiert wurden. Vorweg, unsere fünf Teamkolleg(inn)en suchten eifrig den ganzen Himmel ab, fanden aber keinerlei Merkwürdigkeiten, über die es sich gelohnt hätte zu berichten. Was sie allerdings vorfanden - beim Blick nach oben - war Sonne pur. Also bereiteten sie sich schon mal mental auf ihren ersten warmen Lauf des Jahres vor.

Drei Läufe boten die Veranstalter insgesamt an und Raileen beschäftigte sich zunächst damit, die Familie auf die drei Rennen aufzuteilen und entsprechend vorzubereiten. Lauf A gehörte Mathilde, die auf einer Wendepunktstrecke 1800m bewältigen musste. Das kleine Energiebündel - und Nesthäkchen in einer Person - plagte sich mit einer Pollenallergie herum. Trotzdem kämpfte sie sich über die zwei kleinen Steigungen durch und hatte wie erwartet wieder ein starkes Finish. "Ihr Sternzeichen Stier kommt da immer zum Vorschein", bemerkt die zufriedene Mama. Dann waren Charlotte und Caroline an der Reihe. Die leichten Steigungen, auf die in der Ausschreibung hingewiesen wurde, entpuppten sich als Hammeranstiege. Jedenfalls kamen beide Töchter ziemlich erschöpft von ihrem 4400m Lauf zurück. Als die Eltern im späteren C-Lauf über 9600m starteten, konnten sie die Beschwerden ihrer Töchter leicht nachvollziehen. Sie wurden zwei Mal über die Runde ihrer Mädels geschickt und mussten zusätzlich eine extra Schleife laufen. Sie fragten sich hinterher, was hier in Belgien wohl ein Lauf mit starken Steigungen in sich hat. Es zog sich elend lang nach oben und in der zweiten Runde trafen sie nochmal auf einen gemeinen Anstieg. Nach seinem erfolgreichen Marathon hatte Etienne einige Probleme mit seinem Fuß, die er seit geraumer Zeit auszuräumen versuchte. Bei diesem Rennen stand er erst zum dritten Mal wieder in Laufschuhen, traute sich aber trotzdem eine schnelle Durchgangszeit bei Kilometer fünf zu. Klugerweise verlangsamte er danach das Tempo und war im Ziel mit sich und seinem Fuß doch noch zufrieden. Unter 504 Finishern landete er auf Rang 72 mit einer Laufzeit von 39:04min. Mehr konnte ich auf dieser belgischen Website nicht herausfinden. Mit diesen französischen Ergebnislisten komme ich nicht ganz klar, außerdem weichen die irgendwie von den unsrigen ab. Übrigens, mein Verhältnis zur französischen Sprache ähnelt dem zu meiner Frau: ich liebe sie, aber ich beherrsche sie nicht! Im gleichen Lauf verdingte sich auch Raileen. Sie lief ihr gewohntes Tempo und strengte sich nach eigenem Bekunden auch an. Überrascht war sie von dem starken Frauenfeld, die belgische Laufszene ist auch nicht ohne. Als neunte Frau überquerte sie nach 41:49min die Ziellinie, immerhin erreichte sie mit dem dritten Rang ihrer Altersklasse noch einen Treppchenplatz. Insgesamt konnten alle Bourguignons mit ihrem Abschneiden beim Jogging des Tourelles zufrieden sein. Sie freuten sich alle schon auf den nächsten Lauf, der heute bereits in Couvin stattfand. Die Vorbereitung auf den Hypolauf läuft also auf vollen Touren. Eine kleine Bilderserie haben uns die fünf Globetrotter auch noch geschickt.

16.05.2008 TSG-Ausdauersport mit erstem Ortskernlauf in Kleinostheim
Beim 4. Süwag Energie Volks- und Straßenlauf am Samstag, 18. Oktober, wird alles anders. Bisher veranstalteten wir unseren traditionellen Oktoberlauf, später umbenannt in Süwag Energie Lauf, jeweils am zweiten Sonntag im Oktober. Die Verantwortlichen unserer Abteilung stellten nun nach zwanzig Jahren das komplette Konzept auf den Prüfstand, um dieses Event sowohl für die Sportler(innen) als auch für die Bevölkerung interessanter zu machen. Heraus kam bei den Beratungen ein neuer Termin, ein anderer Wochentag und eine neue Strecke im Ortskern von Kleinostheim. Die bisherige Laufstrecke führte - wie bekannt - recht einsam und unattraktiv durch Wald und Feld und schottete das Läuferfeld bis auf den Start sowie Zieleinlauf komplett von den Zuschauern ab. Der neue Rundkurs von 2500m lässt neue, reizvollere Möglichkeiten zu. So konnten wir einen Einsteigerlauf über zwei Runden oder fünf Kilometer für diejenigen einbauen, denen der Hauptlauf über zehn Kilometer zuviel ist. Der Wechsel von Sonntagfrüh auf Samstagnachmittag dürfte ebenfalls eine größere Läuferschar anziehen. Bewusst haben wir den neuen Termin eine Woche vor den Frankfurt-Marathon gelegt. Damit bieten wir allen Starter(inne)n die letzte Möglichkeit, den dafür notwendigen schnellen Zehner durchzuziehen. Die Bambiniläufe für Mädchen und Jungen wickeln wir in einem Rundkurs um die Laurentiuskirche ab. Er musste deshalb von 660m auf immer noch akzeptable 800m verlängert werden. Alle weiteren Distanzen und sonstige Informationen können der Ausschreibung entnommen werden. Die Online-Anmeldung ist bereits freigeschaltet und der neue Streckenplan kann ebenfalls schon abgerufen werden.

15.05.2008 Triathlon-Quintett schnupperte beim Altenkunstadter Triathlon Landesligaluft
Nach langem Bangen schaffte das Thermometer im Main bei Schwürbitz letztendlich doch noch den Sprung zur Wettkampftauglichkeit. Das Schiedsgericht ließ die Triathleten bei mickrigen 15,1°C wenigstens 1000m schwimmen. Der größere Teil unserer Teamkameraden litt nicht nur unter dem kalten Wasser, sondern auch unter Magenproblemen. Unfreiwillig schluckten sie zu viel vom kalten Mainwasser und hatten im Verlaufe des Rennens streckenweise ihre liebe Not. Am besten kam mit dieser Situation der unverwüstliche und anspruchslose Volker zurecht. Wer seinen Durst - so wie er - problemlos im Himalaya mit Gletscherwasser stillen kann, ist auch mit den Reinheitskriterien deutscher Flüsse einverstanden. Er entstieg eine halbe Minute nach unserem stärksten Schwimmer Alex den eisigen Fluten und setzte sich alsbald mit dem Rad an die interne Spitze und demonstrierte dort seine derzeitige Stärke. Vom kräftigen Wind ließ er sich kaum irritieren, denn "wegen der großen Angriffsfläche meiner Aerolaufräder hatte ich einige Adrenalinschübe" - und daraus resultiere seine gute Radzeit, scherzte Volker online. Die vielen Zuschauer halfen ihm über die vier hügeligen Runden, die jedes Mal den 12%-igen Kalvarienberg enthielten. Er holte jetzt die fünf Minuten vor ihm Gestarteten ein und ging dann lustvoll auf die flache 10km Laufstrecke "wo ich nochmals ein paar einsammeln konnte". Im Ortskern von Weißmain freute er sich anschließend über einen tollen Zieleinlauf, den Applaus der vielen Zuschauer, die sagenhafte Verpflegung und den vierten Platz in der TM35 nach 2:03:41h.
Seine eigenen Erlebnisse hatte Christian während des Wettkampfes. "Der Einstieg ins Wasser war relativ schmerzhaft, das Schwimmen verlief aber eigentlich ganz gut". Auch ihm wurde es in der Wechselzone ziemlich schwindelig, wie vielen anderen. Vermutlich lag es am geschluckten Mainwasser. Er ging zusammen mit Volker auf die Radstrecke und gemeinsam holten sie bald Manni ein, der damit seinen fünfminütigen Vorsprung bereits eingebüßt hatte. Auf der selektiven Radrunde lief es bei Christian aber nicht wirklich gut. Starkes Seitenstechen behinderte ihn und mit der Temperaturumstellung sowie seinem sensiblen Magen hatte er ebenfalls Probleme, die beim abschließenden Lauf nicht geringer wurden: "ich bin eher geschlichen als gelaufen". Trotzdem konnte er noch auf seinen Freund Alex auflaufen, weil auch der sich mit den gleichen Symptomen herumplagte und keine gescheite Laufzeit zusammenbrachte. "Alex und ich hätten sicher zusammen beim Laufen zehn Minuten schneller sein müssen", zieht er enttäuscht Fazit und fügt frustriert hinzu: "es tut uns leid, dass wir dadurch in der Landesligawertung einen der ganz vorderen Plätze verpasst haben". Nun ist's aber gut! Schließlich sind hier keine Nobodies herumgeturnt, sondern eine ganze Menge gut trainierter Triathleten aus höheren Ligen. Dieses aufschlussreiche Event würde ich einfach als Einstiegstriathlon bei den Großen bezeichnen und unter der Rubrik Erfahrungen einsortieren. Übrigens ist sowohl die Schwimm- als auch die Radleistung von Alex vollkommen in Ordnung. Dass er im Lauftraining mehr tun muss, weiß er ohnehin. Und an Routinier Arnd, der einige Minuten zuvor bereits den Zielkorridor passierte, dürft ihr euch (noch) nicht orientieren. Der hat fast zwanzig Jahre mehr Erfahrung auf dem Buckel, schon weitaus schwierigere Schlachten geschlagen und sich bei diesem Kaufwelt Baur Triathlon recht passabel präsentiert.
Mit der ersten Gruppe, also fünf Minuten vor den anderen, musste Manni starten. Der Veranstalter hatte zur bestmöglichen Organisation eines reibungslosen Schwimmstarts die persönliche, durchschnittliche Schwimmzeit über 1500m verlangt und unseren Abteilungsleiter der ersten Gruppe zugeordnet. Er bewältigte die Strecke - ohne Hauen und Stechen - recht problemlos, hatte allerdings die wohl schlechteste Linie überhaupt gewählt. Er schwamm ganz einfach am Wendepunkt vorbei, denn "zwanzig Minuten mit Neopren brauche ich normalerweise nicht". Mental bereitete er sich schon mal auf die knackigen Anstiege während der 10km Runde vor, die er dann, mit Hilfe des frenetischen Publikums, viermal erklomm. Ob die vielen Wellen auf der Radrunde oder die braunen Wellen des Mains Schuld am Unwohlsein trugen, war ihm letzten Endes egal. Denn mit zunehmender Fahrzeit verbesserte sich sein körperlicher Zustand. "Ende Runde drei war ich dann richtig in Fahrt und schaffte es erstmals, jemanden zu überholen". Leider war das Rad fahren dann auch schon so gut wie vorbei. Auch der zweite Wechsel klappte einwandfrei und Manni freute sich jetzt auf das Laufen. Sofort drückte er wie gewohnt aufs Gas und konnte - nach der besten Teamlaufzeit - wenigstens Alex und Ecki wieder einsammeln. Ihm war dabei schon klar, dass die Jungs erst fünf Minuten später starten durften, also immer noch vorne lagen. "Volker und Arnd bekam ich allerdings erst im Ziel wieder zu Gesicht", verdeutlichte Manni das Ergebnis aus seinem ersten Triathlon in der neuen Saison. Begeistert äußerte auch er sich von der tollen Organisation, dem super Wettkampf und der Monsterkuchentheke! Hier die Ergebnisliste mit den einzelnen Splitzeiten. Eckis Eltern schossen freundlicherweise eine kleine Erinnerungsserie die bereits im Bilderalbum liegt.

14.05.2008 Altstadtlauf in Lohr sieht schnellen Christian Hippler
Beim Limeslauf in der Woche zuvor war Christian schon gut beieinander - er lief die 5000m dort in 18:25min - und war trotzdem mit seiner Leistung nicht ganz zufrieden. Den nächsten Versuch plante er für den Altstadtlauf in Lohr, der traditionell am Pfingstmontag veranstaltet wird. Die Streckenlänge war die gleiche, doch das Kopfsteinpflaster erschwerte das Rennen ungemein. Hinzu kamen enge Kurven und einige Steigungen sowie die nicht eingeplante Hitze (Start 13.30 Uhr) in der Altstadt. Doch Christian meinte dazu: "die Strecke ist vergleichbar mit dem Hypolauf und deshalb die richtige Vorbereitung". Das Rennen selbst verlief sehr taktisch, also vom Start weg recht langsam. Nach etwa fünf Minuten kristallisierte sich eine sechsköpfige Spitzengruppe heraus, die sich mangels Kilometerschilder schlecht orientieren konnte. So übernahm Christian kurz vor Ende der ersten Runde die Initiative. Er erhöhte das Tempo und ging knapp vor dem späteren Sieger in die zweite Runde. Wer seine Schwächen im Endsprint kennt (Christian kennt sie), sucht rechtzeitig sein Heil in der Flucht nach vorne. Doch ganz abschütteln konnte er seinen starken jungen Konkurrenten nicht, der auch noch in der gleichen Altersklasse MJA lief. 500m vor dem Ziel, als es über die gepflasterte Steigung durch das Stadttor ging, fiel die Entscheidung. "Zu meiner Überaschung konnte ich auch dem späteren Zweiten beim langen Endsprint nicht mehr folgen". Mit seiner Zeit von 18:39min war er aber, aufgrund des taktischen Rennens und den äußeren Bedingungen, dennoch sehr zufrieden. Gesamtplatz drei und zweiter in der AK ist doch ok. Hier die Ergebnisliste mit dem Link zum Veranstalter.

13.05.2008 Achtung! Denkt an den Laktattest am Mittwoch
Wir ihr sicherlich alle schon wisst, hat unsere Abteilung im letzten Jahr ein Laktatmessgerät inklusive Software zur Ermittlung individueller Leistungsdiagnosen angeschafft. Claudi hat das Messgerät erfolgreich zu Hause auf dem Fahrrad mit verschiedenen Probanden getestet. Nun wollen wir auch auf der Bahn einen ersten Test durchführen. Abteilungsleiter Manni Scherer hat per Rundmail schon mal den Termin Mittwoch, 14.05.2008 um 17.30 Uhr mitgeteilt. Zunächst einmal sind alle Jugendlichen herzlich eingeladen, ihren persönlichen Schwellenwert zu ermitteln. Für den Test braucht jeder seinen Pulsmesser. Seid bitte ausgeruht, auspowern könnt ihr euch beim turnusmäßigen Bahntraining, dass parallel durchgeführt wird. Erwachsene sind natürlich auch willkommen, um sich das Ganze mal anzuschauen. Falls zu wenige Jugendliche das Angebot wahrnehmen, können gegebenenfalls andere in den Genuss kommen. Für unsere Jugend ist dieser Test kostenfrei, Erwachsene bezahlen lediglich die Teststreifen. Alle Interessierten mögen sich bitte bei Manni melden.

10.05.2008 Beim Zürich-Marathon bestanden Andreas Weis und Ancela Muth die TSG-Aufnahmeprüfung
Mit dem Laufen begann Andreas Weis eigentlich schon im zarten Alter von 18 Jahren. Etwa vier Jahre blieb er seinerzeit dabei, trainierte während dieser Zeit regelmäßig und war richtig flott unterwegs. Dann baute er eine unfassbar lange Pause von achtzehn Jahren ein und bewegte sich nur sporadisch in seinen Laufschuhen. Gott sei Dank ist diese unrühmliche Phase vor einigen Monaten zu Ende gegangen. Es hat ihn spätestens auf der Goldbacher Winterserie wieder gepackt, wo er fünf schwierige Crossläufe durchstand. Dies machte ihm dann Mut, auch mal auf längeren Distanzen anzugreifen, deshalb intensivierte Andreas den persönlichen Aufwand beim Training. Er fand in Ancela Muth eine engagierte Laufpartnerin und mit ihr wagte er sich bereits im März zum Halbmarathon nach Saarbrücken und anschließend über die gleiche Distanz nach Griesheim. Mittlerweile rutschten die beiden ambitionierten Läufer in eine Phase, wo sie erkannten, dass eine weitere Leistungssteigerung nur mit Hilfe einer homogenen und zielgerichteten Trainingsgruppe zu erreichen ist. Folgerichtig beantragten sie - nach einigen Probeläufen auf unserer Lauftreffrunde - die Aufnahme in unsere Abteilung. Inzwischen verbesserte Andreas mehrmals seine 10km Zeit, sie steht nun bei 49:11min und wurde am letzten Sonntag beim Limeslauf erzielt. Seine aktuell besonders gute Form verdankt er dem Züricher Marathonlauf, für den er sich wochenlang vorbereitete. Dieses bisherige Highlight nahm er sich zusammen mit Ancela Ende April vor - es sollte für beide in der Schweiz die Premiere über 42,2km werden. Ihre Ergebnisse und Zwischenzeiten stehen längst online. Die Schweizer sorgten für eine reibungslose Veranstaltung und eine landschaftlich beeindruckende Strecke. Ab Kilometer 25 meldeten sich bei ihm die Oberschenkel, er musste das Tempo reduzieren und seine Laufpartnerin um einige Minuten ziehen lassen. Während der letzten Kilometer war er sich sicher: "das mache ich nie wieder" - und nach einiger Zeit der Regeneration: "hmmh, warum eigentlich nicht". Übrigens ist der in Hanau lebende Privatpilot hobbymäßig seit etwa zwei Jahren in Egelsbach als Motorflieger aktiv.

"Im Großen und Ganzen liegt bei mir der Spaßfaktor an erster Stelle. Wenn sich dabei noch die Erfolge einstellen, um so besser", mit dieser Einstellung passt unser neues Mitglied genau zu uns. Ihre ersten sportlichen Erfahrungen sammelte Ancela Muth schon mit sechs im Schwimmbecken. Ihre vom Sport stark gesteuerte Schule in den neuen Ländern forderte sie besonders in den ersten sechs Schuljahrgängen. Bei vielen Schwimmwettkämpfen sammelte sie Medaillen, bis ihr die Unverträglichkeit mit dem chlorierten Wasser das Hobby vermieste. Es folgte der Wechsel zur Leichtathletik, gleichzeitig spielte sie Handball, doch ab 1986 gab sie alle sportlichen Aktivitäten auf. Nach ihrem beruflichen Umzug nach Alzenau kam Ancela dann wieder zum Sport. Es lag eigentlich auf der Hand, dass eine Athletin mit solchem sportlichen Werdegang sich zwangsläufig beim dortigen Triathlon (2003) anmeldet. Eine Knieoperation warf sie 2006 leistungsmäßig zurück. Sie kämpfte lange darum, wieder einigermaßen Tritt zu fassen. Im letzten Sommer erwischte sie das Lauffieber richtig. Sie unterstützte die Frauen beim Sefralauf Aschaffenburg, traute sich auf die Königshofener Crossstrecke und wir sahen sie auch beim Solarlauf in ihrem Wohnort. In den Goldbacher Annalen finden wir sie in der Top 5 Wertung schon auf Rang fünf ihrer Altersklasse, beim Saarbrückener HM lag sie noch vier Minuten über der Zweistundenmarke, die sie heuer in Griesheim bereits knackte. Auf dem Weg zum Züricher Marathon rüstete sich Ancela bei schnellen Trainingsläufen, wie z.B. dem Mainuferlauf (25km) in Seligenstadt. "Mein Ehrgeiz ist geweckt und ich würde mich freuen, mit eurer Erfahrung und Unterstützung noch viele gute Ergebnisse zu erreichen", so formulierte sie ihre Wünsche vor einigen Wochen. Ihre dabei erklärten Ziele erreichte sie inzwischen fast alle. Sie sind in ihrem angelegten Sportlerportrait nachzulesen. Ihre Lauftermine für dieses Jahr stehen fest. Beim Main-Lauf-Cup hat sie gemeldet und auf einigen Events dafür schon Punkte gesammelt. Für den 82km langen Brüder-Grimm-Lauf (fünf Läufe in drei Tagen) in vier Wochen braucht Ancela noch brauchbare Tipps: "ich bin für jede Unterstützung dankbar".

08.05.2008 Wird jetzt schon die Wachablösung im Hause Hille eingeleitet?
In der Vorwoche hatte Tamara Geburtstag, inzwischen zum neunten Mal. Das passende Geschenk dazu machte sie sich nachträglich selbst und beglückte damit auch noch ihre Eltern Claudia und Arnd, die dabei emotional ein bisschen aus dem Häuschen gerieten. Das Ganze spielte sich beim 20. Schüler- und Jugendtriathlon in Gemünden ab, wo der impulsive Spross aus dem Hörsteiner Triathletenhaushalt den Titel abräumte. Auf dem Programm standen für die Schüler(innen) C, das sind die Jahrgänge 1999 und 2000, insgesamt 50m Schwimmen, 2400m Rad fahren und 400m laufen. Im Wasser fühlt sich Tamara sowieso wohl und lässt da auch nicht viel anbrennen. Nach 52 Sekunden entsteigt sie dem Nass als zweitschnellste ihrer Klasse, um dann auf dem Rad alles zu geben. Lustige Begebenheit am Rande: sogar das Polizeiauto, das als Führungsfahrzeug eingesetzt wurde, hatte mit diesem quirligen Torpedo nicht gerechnet. Es fuhr einfach zu langsam und wurde deshalb von Tamara überholt. Nach Beobachtung ihrer verwandten Heimtrainerin muss sie abschließend auch noch super gelaufen sein, denn sie gewann diesen Wettbewerb nach 5:35min ziemlich sicher. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass sie nicht nur als erste von zehn gestarteten Mädchen ins Ziel lief, sondern auch die sieben Jungs ihrer Altersklasse hinter sich ließ. Claudi entglitt ob des Erfolges ihrer Tochter der Satz: "langsam kann ich mich zur Ruhe setzen. Unsere Tochter tritt in meine Fußstapfen". So schnell wird das bestimmt nicht passieren, doch ich freue mich heute schon auf die sportlichen Auseinandersetzungen in etwa zehn Jahren, wenn Claudi noch in der W55 starten darf. Übrigens gibt es da noch den Vater, der seine Tochter zum Rennen begleiten und auch darauf einstellen durfte, weil die Mutter mit dem Rennrad nach Gemünden fahren musste: "75km mit 900hm - und die Berge immer mit ruhigem Puls aber dickem Gang hoch".

Aus unserer Schwesterabteilung Leichtathletik mischten übrigens fünf Jungs ebenfalls in Gemünden mit und schlugen sich dort recht achtbar. Und aus unserem eigenen Schüler- und Jugendteam fand sich noch Stella Bianca im 83-köpfigen Starterfeld. Sie trainiert derzeit fleißig und beteiligte sich in den letzten Wochen bei einigen Wettkämpfen, wie z.B dem Crossduathlon Wörrstadt und dem Neroman in Wiesbaden. Am letzten Samstag hatte sie in Gemünden bei den Schülerinnen A die Distanzen 200m/5km/1,0km zu bewältigen und kam nach 22:35min auf Platz acht ihrer Altersklasse ins Ziel. Ein Novum gab es bei dieser schönen Veranstaltung ebenfalls aus unserer Sicht, denn der frisch gebackene Kampfrichter Volker waltete erstmals offiziell seines Amtes. Ob die jungen Sportler(innen) allesamt mit ihm zufrieden waren, ist leider nicht überliefert. Hier unsere Ergebnisliste und eine kleine Fotoserie.

07.05.2008 Bilder vom Regensburg Marathon
Es ist heute tatsächlich noch eine Fotoserie vom Regensburg Marathon in der Redaktion eingetroffen. Sie stehen bereits online. Leute, das kann man bestimmt noch optimieren. Ihr wisst ja, es ist nichts älter als die Zeitung von gestern.

07.05.2008 Allerlei Geschichten vom Limeslauf in Großkrotzenburg
Weitere sechzehn Ausdauersportler(innen) aus Kleinostheim fuhren am letzten Wochende ins hessische Großkrotzenburg, um am 30. Limeslauf teilzunehmen. Das Team verteilte sich auf die drei angebotenen Distanzen, wobei die Halbmarathoni als erste - und zwar schon um 8.45 Uhr - auf die Runde geschickt wurden. Das weißblaue Trio hielt sich auf den 21,1km wacker. Ironman Stefan schaffte es, unter 210 Finishern bis auf Rang zehn vorzulaufen. Seine Zeit von 1:25:17h reichte zu Platz vier in der M40. Erstmals in seiner recht jungen Läuferkarriere blieb Guido unter 1:30h, ziemlich genau zwölf Sekunden. Seine alte Marke ließ er um zwei Minuten hinter sich und erkämpfte sich den 23. Gesamtplatz (7.M40). Auch Andreas Schweibert drehte wieder mal richtig gut auf und lief ganz in die Nähe seiner bisher besten Leistung. Ein aussagekräftiges Bild vom Zieleinlauf, aus der von Eckhard gelieferten Fotoserie, macht die durchlittenen Strapazen mehr als deutlich. Der Volkslauf über 10km sah nicht nur ein halbes Dutzend TSG-ler sondern auch einen M55er, der ungeniert nach 36:04min auf den dritten Platz im Gesamtfeld lief. Es handelte sich einmal mehr um den jung und drahtig gebliebenen Andreas Schiffner, der ohne böse Absicht, aber garantiert gewollt, der jüngeren Generation eine Lektion der Extraklasse erteilte. Das Erfolgsgeheimnis seines Jahrgangs ist eigentlich ganz einfach: älter werden - aber die aktuelle körperliche Verfassung beibehalten! Dass im Frauenfeld Raileen - trotz des schnellen Würzburger Marathons aus der Vorwoche - wieder aufs Treppchen läuft und außerdem ihre Altersklasse W35 gewinnt - damit mussten wir rechnen. Und gerne gewöhnen wir uns auch daran, dass nicht immer das Mädchen jung und der Wein alt sein muß. Sofern das Mädel mit zunehmendem Alter größere Erfolge einheimst, interessiert mich der Sinn dieses albernen Faschingsliedes gar nicht. Apropos, Birgit erkämpft sich Gesamtplatz fünf und Platz drei ihrer AK (W45), ohne sich bis zum Anschlag zu verausgaben. Das macht sie erst dann wieder, wenn es um was geht. Für unser neues Mitglied Andreas ging es um was - nämlich um eine neue persönliche Bestzeit, die er in 49:11min einfahren konnte.

Beim Jugend- oder Jedermannslauf über 5000m hatten einige aus unserer ganz jungen Truppe ganz bestimmt was vor. In der jetzigen Phase werden die Standorte neu bestimmt, Positionen ausgemacht und - wie beim Limeslauf - kleine Leistungstests ins Trainingsprogramm eingebaut. Christian E. entschied sich für den kürzesten aller angebotenen Läufe, um aus dem Training heraus die Schnelligkeit zu überprüfen. Den Triathlon-Ligawettkampf in Altenkunstadt und den anstehenden Hypolauf will er nicht dem Zufall überlassen. Aufmerksame Insider bemerkten längst, dass seine Tempoeinheiten auf der Welzheimer Bahn spritziger wurden und wussten, dass seine in Krotzenburg anvisierte Zeit noch im 16er Bereich liegen sollte. Doch die dortige schmale Waldstrecke und die komische Bahnunterführung boten nicht unbedingt perfekte Voraussetzungen für eine neue Bestzeit - denn die wäre es dann wirklich geworden. So betrachtete Christian diese Einheit (17:15min) als Aufwärmtraining für eine sich anschließende fünfstündige Radausfahrt durch den Odenwald mit Alex, Arnd und Volker - bevor es dann endlich zum Schwimmtraining gehen sollte! Mir fiel danach nicht mehr viel ein. Von ansteigender Form kann auch Christian H. berichten. Im Sog seines Teamkameraden steigerte er seine Leistung seit Niederrodenbach erneut um dreißig Sekunden. "Hätte ich den letzten Kilometer nicht in 3:58 verbummelt, wäre eine tiefe Achtzehn drinnen gewesen". Pfingstmontag in Lohr gibts einen neuen Versuch. Eine gute Zeit lieferte Matthias für sein fast jungfräuliches Sportlerportrait ab. 20:54min sind schon mal eine gute Hausnummer - und weiter ausbaufähig. Dann kam es im Rennverlauf leider zu einigen Ungereimtheiten, die dazu führten, dass eine Reihe von Läufer(innen) an der falschen Ecke abbogen. Der offizielle Radfahrer am Ende des 10km Laufes kreuzte die Sportler des 5000er Feldes und gab anscheinend den falschen Tipp zum Abbiegen. Also liefen Caroline, Charlotte und Christine vielleicht 200m zu wenig. Ärgerlich für Caro war diese Konfusion allemal, denn sie lag tatsächlich auf Bestzeitkurs, auch wenn sie eine ganze Minute länger gebraucht hätte. Fairerweise informierten sie den Chronisten unserer internen Bestenliste, der diese im vorauseilenden Gehorsam bereits aktualisiert hatte. Das ist übrigens eine anständige und ehrliche Geste, denn der offiziellen Ergebnisliste lassen sich solche Ereignisse ja nicht entnehmen. Hier die Ergebnisse unserer Mannschaft im Überblick und eine schöne Fotoserie.

06.05.2008 Regensburg Marathon - Bestzeiten und Podestplatz
Eine perfekte Veranstaltung bei 20°C, blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein, genoss unser gemischtes Team am Sonntag beim 18. Regensburg-Marathon. Im Vorfeld lief nichts alles so rund, wie es hätte laufen sollen. Christian plagte sich nach dem Osterlauf lange Zeit mit einer Knochenhautentzündung im rechten Schienbein herum, verlagerte gezwungenermaßen sein Training aufs Rad und ließ konsequenterweise den Marathonlauf sausen. So konnte er sich wenigstens als Betreuer bei Judiths Marathonpremiere nützlich machen. Trainingspartner und Freund Roger kurierte in den letzten Wochen ebenfalls einige körperliche Defizite aus. Er entschloss sich kurzfristig, seiner Partnerin Astrid bei ihrem Vorhaben auf der halben Distanz zur Seite zu stehen, baute deshalb eine schnelle persönliche Trainingseinheit in die erste Streckenhälfte ein, auch um sich auf Moret vorzubereiten. Doch beginnen wir mit dem schnellen Wirtschaftsprüfer Thomas, der erstmals seit seiner Bandscheiben-OP vor vierzehn Monaten wieder auf den 42,2km angriff. Er nutze das Event, um mit seiner kompletten Familie einen kleinen Urlaub im schönen bayerischen Wald zu verbringen. Sie besuchten Flocke im Nürnberger Zoo und hatten auch das Playmobilland auf dem Programm. Seine drei Mädels standen mit beschrifteten Plakaten an der Strecke und feuerten den Papa an. Die beiden Kleinen bewährten sich bereits am Samstag beim Minimarathon und waren bei der Siegerehrung ganz aufgeregt, denn sie erhielten neben Urkunde und T-Shirt auch eine Finishermedaille. Sonntagmorgen 8.30 Uhr ging es endlich bei den Großen los und vor dem Start traf Thomas noch auf den Rest unseres Teams. Bei optimalen Bedingungen entwickelte sich nach dem Verlassen der Altstadt ein sehr monotones Rennen in einigen drei bis vier Mann starken Gruppen. Die Runde führte an der Donau entlang bis zu einem Wendepunkt und anschließend an der Donau wieder zurück. "Erste Probleme bekam ich schon zwischen den Kilometern 23 und 25, die Erholung dauerte bis Marke 32". Die ursprünglichen Gruppen waren längst auseinandergefallen und es begann der Kampf mit sich selbst. "Den Kampf gegenüber meiner angepeilten Zeit von unter 2:50h schien ich bei Kilometer vierzig bereits verloren zu haben", glaubte Thomas, als er bei Kilometer 37 auf die Läufer des 10km Laufes auflief. Doch mit einer gewaltigen, kaum für möglich geglaubten Leistungssteigerung auf den letzten beiden Kilometern, steigert er seine Bestzeit um sechs Minuten auf jetzt 2:49:34h und rutscht in der internen Bestenliste unter die Top Ten. Mein lieber Mann!

Wenn der eine schwächelt, muss es der andere halt richten, das gehört zu einer funktionierenden Partnerschaft, nicht war Christian!? Was war das für eine Premiere. Immer wieder zweifelte Judith an ihrem Vorhaben, sie war sehr aufgeregt. Doch die Betreuung durch Trainer Roger in den Wochen vorher, kann man im Nachhinein als optimal bezeichnen. Wer hätte denn gedacht, dass die engagierte Juristin die Messstation beim Halbmarathon schon nach 1:49:24h passieren würde. Nur beim HM Aschaffenburg war sie im vergangenen Herbst schneller. Und jetzt läuft sie diese Durchgangszeit sogar während eines ganzen Marathons. Dass sie auf der zweiten Hälfte noch einige Minuten zusätzlich brauchte, konnte man wegen ihres zügigen Renneinstiegs aber erwarten. Sie finishte bei ihrem Marathondebüt mit einer grandiosen Zeit von 3:49:57h als 29. Frau von insgesamt 109 Zieleinläuferinnen. Um 10.00 Uhr waren dann die Halbmarathoni mit unserem Dettinger Pärchen an der Reihe. Wie eingangs erwähnt, übernahm Roger ab Hälfte zwei eine durchaus reizvolle Aufgabe. Wer darf für seine Partnerin schon mal das Häschen machen? In flottem Tempo riss Astrid die ersten zehn Kilometer runter. Nach diesen 41:53min trat - wie gesagt - der Helfer auf die Bühne. Zu diesem Zeitpunkt lag Astrid an dritter Stelle des Gesamtfeldes, dicht gefolgt von einer österreichischen Athletin. "In der Folge entwickelte sich ein taktisches Kopf an Kopf Rennen, das ich auf den letzten 400m mit einem beherzten Sprint für mich entscheiden konnte". Die Anstrengung hat sich durchaus gelohnt. Die flinke Dame vom Landratsamt wird unter 781 weiblichen Teilnehmerinnen schnellste Deutsche und gewinnt ihre Altersklasse W35 nach 1:30:52h. Überglücklich spricht sie von einer perfekten Veranstaltung, die man uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Sie bedankt sich ausdrücklich bei ihrem Trainer und den beiden Meidhofs, mit denen sie zwei erfüllte und erlebnisreiche Tage verbracht hat. So wachsen Freundschaften. Hier die Ergebnisse mit den Splitzeiten und dem Link zum Veranstalter.

05.05.2008 Der Kinzigtal-Triathlon bot guten Einstieg in die Triathlonszene
Die Triathlonabteilung des Schwimmvereins Gelnhausen trug am Sonntag ihren siebten Kinzigtal-Triathlon aus. Er führte über die Distanzen 500m Schwimmen, 20km Rad fahren und den abschließenden fünf Kilometer Lauf. Für einige unserer Triathlet(inn)en wurde dieser Wettkampf zum ultimativen Event. Er bedeutete für manche den Einstieg in die diesjährige Wettkampfsaison und war für andere sogar der erste Triathlon überhaupt. Er bot neben einer tollen Atmosphäre eine perfekte Organisation und zudem ideale Wettkampfbedingungen. Neun TSG-ler trafen sich in Gelnhausen und hatten allesamt richtig viel Spaß. Überraschend führte am Ende des Rennens Michael die interne Tabelle an, obwohl er seinen ersten richtigen Triathlon absolvierte. Höllische Minuten verbrachte er zum Auftakt im Wasser, wo vier etwa gleich starke Schwimmer ständig Körperkontakt suchten. "Meine Brille wurde mir von der Nase getreten und wegen der Wellen brauchte ich auf der Radstrecke nichts mehr zu trinken - aber ich lebe noch". Beim Wechsel muss der Rookie noch einiges lernen, das sah er selbst auch so: "Ich habe beim Schuhe binden viel Zeit verloren, da liegt noch Potenzial". Mit seiner Radleistung ging er konform, machte einige Plätze gut und merkte beim anschließenden Lauf, dass fünf Kilometer elend lang sein können. "Nach Zeiten darf mich keiner fragen. Ich habe vor Aufregung vergessen meine Stoppuhr zu benutzen". Eine Minute später stand schon Thomas auf der Matte. Mit seiner Saisoneröffnung gab er sich soweit zufrieden. Nach dem er im Vorjahr an gleicher Stätte den Triathloneinstieg wagte, hatte er nun einen idealen Vergleich. Eine Leistungssteigerung von sechs Minuten in Jahresfrist ist schon was. "Das Schwimmen ist immer noch mein Stiefkind", übt er sich in Selbstkritik. Und auf dem Rad merkte er die vielen Kilometer aus dem Training der Vortage, aber: "gelaufen bin ich absolut okay". Der Wettkampf diente ihm als Vorbereitung, denn den Fokus setzt er dieses Jahr auf Moret. Aber jetzt freut er sich schon auf die Generalprobe in Butzbach.

"Es ist vollbracht und aller Anfang ist schwer", so sieht Jochens Fazit nach seinem ersten Sprinttriathlon aus. Er ist schon beim Start richtig überrascht worden und angeblich geschwommen, als hätte er noch nie einen Schwimmkurs bei Claudi besucht. "Von den 500 Metern habe ich vielleicht die Hälfte im Kraulstil zurückgelegt. Den Rest brachte ich mit Brustschwimmen hinter mich". Beim Wechsel wurde ihm kurzzeitig schwindelig, es klappte aber trotzdem ganz gut. Zudem achtete der Ersttäter pingelig darauf, bloß keine Regeln zu verletzen. Weil er seine Laufschwächen bestens kennt, gab Jochen auf dem Rad etwas mehr Gas - auch um seine zeitlichen Vorstellungen im Auge zu behalten. Außerdem ist der junge Mann durchaus geneigt, in seinem weiteren sportlichen Leben noch dazuzulernen: "Erstens ist es nicht gesagt, dass der flache Rundkurs aus der Ausschreibung auch wirklich flach ist. Zweitens stimmen die Kilometerangaben nicht ganz", denn sein Tacho zeigte fast 23 Kilometer an! Nach der Radtour durfte er endlich zum Laufen .... auf seine Paradedisziplin..... "bis Kilometer eins bin ich eigentlch nur rumgeeiert, da muss ich mehr tun". Doch plötzlich fand er seinen Rhythmus und lief auf dem zweiten Streckenteil sogar schneller. Das Rennen nahm für ihn ein glückliches Ende und Jochen belohnte sich ausgelassen mit einem kleinen alkoholfreien Weizenbier.

Seine Partnerin Yvonne stieg total aufgeregt in ihren ersten Tria ein und hatte "eine wahnsinnige Angst vor dem Schwimmen". Sie fand allerdings Trost und Zuspruch bei ihren vielen Teamkollegen. Die Einstiegsdisziplin empfand sie als reines Desaster und konnte vor Aufregung, trotz mehrfacher Versuche, keine einzige Bahn kraulen. Mein Gott Claudi, was hast du denn hier für eine Baustelle hinterlassen...?! "Schließlich bin ich nicht als letzte aus dem Becken - was auch schon positiv zu werten ist", meint sie selbstironisch. Es folgte der erste Wechsel ihres (Triathlon)Lebens. Beruhiger Uwe rannte mit zur Wechselzone, redete auf seine zweifelnde Teamkollegin ein und erklärte überzeugend, dass jetzt doch ihre Stärken kommen würden. Anscheinend half diese moralische Unterstützung, denn der Klamottenwechsel funktionierte überraschend gut. Es folgte auf dem Rad eine windige erste Runde, dann drehte der Wind und Yvonne bekam richtig Oberwasser. Drei feindliche Gegnerinnen wurden noch vor dem letzten Wechsel geknackt und dann sprang sie in ihre Laufschuhe, um die letzte - fünf Kilometer lange - Disziplin abzuwickeln. Ihr arg strapazierter Körper brauchte gut zwei Kilometer, dann lief der Motor wieder rund und nach 1:39:17h endete das selbst gewählte sportliche Martyrium. Jubelnd und überglücklich erreicht sie den Zielkorridor und ließ sich als neue Triathletin angemessen feiern. Um ihre Fähigkeiten weiter zu verbessern gelobte sie unter Zeugen, "künftig mehr zu schwimmen, damit sowas nicht mehr passiert". Und jetzt freut sie sich schon auf den Vita Nova in Seligenstadt, wo traditionell unsere Vereinsmeisterschaften ausgetragen werden. Hier die Ergebnisliste aller TSG Starter. Die hier veröffentlichten Bilder schoss diesmal Doris, die unsere Truppe als Fan und Betreuerin begleitete.

05.05.2008 Wieder ein voller Erfolg - der Römerlauf in Obernburg
Die Verantwortlichen in Obernburg etablieren sich tatsächlich in der regionalen Laufszene. Es ist schon bemerkenswert, wie ein professionell aufgezogenes Laufevent sich im Laufe von drei Jahren entwickeln kann. Und heuer kam auch noch das Glück für die Tüchtigen hinzu, denn auch am Wettergott ging das emsige Treiben nicht vorbei. Er schickte erstklassiges Wetter, das Publikum sorgte für klasse Stimmung, Musikgruppen boten eine tolle Unterstützung an der Laufstrecke und ein neuer Teilnehmerrekord war die zwangsläufige Folge. Besonders erwähnen muss man aber die zügige Präsentation der Ergebnisse auf der vorbildlichen Website mit der umfangreichen Bildergalerie. Gerne haben wir unser eigenes Fotomaterial etwas mit dem der Obernburger ergänzt, bedanken uns ausdrücklich dafür - und sind selbstverständlich zu Gegendiensten bei unseren eigenen Veranstaltungen gerne bereit. Wegen der unzähligen Events bundesweit, die am gleichen Wochenende angeboten wurden, hatten wir beim Römerlauf lediglich ein halbes Dutzend Athlet(inn)en aus unserem Team am Start. Natürlich hielt Claudi die TSG-Fahne wieder ganz hoch. Die ersten beiden Male gewann sie den Hauptlauf - über vier Runden zu je zweieinhalb Kilometer - durch die historische Innenstadt. Sie befand sich einfach im Zugzwang und konnte weder sich noch ihre Fans und zuletzt auch nicht den Veranstalter hängen lassen. Den erfolgreichen Triathlon vom Donnerstag müsste sie eigentlich verdaut haben (wenn sie am Freitag und Samstag Ruhe gegeben hätte). Doch in der EM Vorbereitung gibt es wenige Pausen, also hoffte sie darauf, dass ihre Konkurrenz in Obernburg nicht die allerstärkste sein wird. Die Rechnung ging nach 40:21min auf. "Mit der Platzierung bin ich zufrieden, aber mit der Zeit natürlich nicht", lautete folgerichtig der von uns erwartete Kommentar. Mehr dazu könnt ihr in ihrem Weblog nachlesen.
Unser zuletzt vorgestelltes neues Mitglied Simon verbesserte seine aktuelle 10km Zeit gleich mal auf 44:29min und Jürgen hat sich von der Geburt seines zweiten Kindes inzwischen soweit erholt. Er versucht in seiner neuen Altersklasse Fuß zu fassen und landete in 44:58min einen akzeptablen Einstieg. Eine erste Zehner-Zeit für ihr Sportlerportrait und die interne Bestenliste lieferte Sonja ab. Vermutlich galt aber ihr Augenmerk hauptsächlich Tochter Laura, die sich über die 2500m lange Schülerstrecke wagte. Hier die Ergebnisse unseres Teams und die zusammengestellte Bilderserie.

03.05.2008 Von wegen Vatertag - Altstadt Duathlon in Oberursel
Während die einen im Kahler Campingsee badeten, machten sich andere auf den Weg nach Oberursel um richtig Sport zu treiben. Die dritte Auflage dieses Duathlons können die Veranstalter als vollen Erfolg verbuchen. Bei schönem Wetter verfolgten über 5000 Zuschauer das Rennen. In Verbindung mit dem Rennen Rund um den Henninger Turm bot sich nämlich dort eine tolle Kulisse. Drei TSG-Männer nahmen sich die Kurzdistanz zur Brust (10km/38km/5km) und die einzige Dame im Kleinostheimer Quartett begnügte sich mit dem Jedermannsrennen (5km/20km/5km). Sie sammelte 1000 Punkte für den internen Zehnkampf und hatte nach eigenem Bekunden viel Fun an diesem schönen Tag. Dass es morgens sackrisch kalt war, störte Claudi nur am Rande. Bald blickte die Sonne durch die aufreißenden Wolken - und was die dann sah, war eine gut aufgelegte Duathletin. Sie reiste diesmal ohne größeren Erwartungsdruck an, denn es ging ihr nur um eine schnelle Radeinheit, dies war der eigentliche Grund ihrer Teilnahme. Dass neben dem notwendigen Radtest auch noch zwei Mal fünf Kilometer zu laufen waren, störte Claudi keinesfalls. Den ersten beiden Laufrunden über etwas mehr als fünf Kilometer folgten drei Radrunden, die länger werden sollten als in der Ausschreibung vorgesehen. Sie machte von Beginn an Druck und verschaffte sich schnell einen komfortablen Zeitvorsprung auf die Zweitplatzierte. Auch der Kommentator vor Ort war sich nach Claudis enormer Laufleistung sicher, dass der Sieg nur über sie gehen kann. "So fuhr ich die ersten vier Kilometer bergauf recht entspannt und war an der Wende sehr gespannt auf meinen Vorsprung". Sehr irritiert bemerkte sie da schon ihre Hauptkonkurrentin, die auf der relativ kurzen Strecke soviel Zeit aufholte, dass das mühevoll erarbeitete Guthaben auf gerade mal zwanzig Sekunden zusammenschmolz. Ausgerechnet bergauf, wo Claudi meistens punktet, holte die Dame auf und zog sogar vorbei. Doch die Rechnung sollte man nie ohne die Wirtin machen. Unsere Teamkollegin hatte permant Blickkontakt, kam dann in die Wechselzone und erspähte ihre Gegenerin gerade beim Rad abstellen. Schnelle Wechsel sind eigentlich Claudis Markenzeichen - und so war es auch diesmal wieder. Ruckzuck musste sich das Führungsfahrzeug neu orientieren. Claudia war nun das Maß aller Dinge, bekam ordentlich Aufwind und nahm dem Rest auf dem Rundkurs nochmal 1:40min bis ins Ziel ab. Schöner Zieleinlauf, 1000 neue Punkte - Claudi ist gerüstet!

Um 12:30 Uhr war dann Arnd an der Reihe, der - weil es gleichzeitig um die Hessischen Meisterschaften ging - diesmal für sein Seligenstädter Team startete. Der haute auf dem Rad dermaßen einen raus, dass er bei diesen Landesmeisterschaften sogar auf den vierten Platz seiner Altersklasse M40 vorfuhr. Claudi war ganz aus dem Häuschen. Schade, dass diesem sympatischen Sportler nicht der Sprung aufs Treppchen gelang. Ich hätte es ihm von Herzen gegönnt. Interessant ist, dass er die Profitriathletin Nicole Leder sogar auf Distanz halten konnte. Mit in diesem Rennen befanden sich die Höfer-Brüder. Nach seinem weniger schönen Erlebnis dei der DM in Backnang in der Vorwoche wollte Wolfi wegen seiner immer noch leicht verhärteten Waden nichts riskieren. Da lag es für ihn nahe, mit seinem Bruder Jürgen den Duathlon gemeinsam abzuwickeln. Der lockere Einstiegslauf über zehn Kilometer kam ihm auch sehr entgegen. Zusammen zogen sie durch die Wechselzone, Wolfi fuhr auf den letzten drei von insgesamt fünf Runden etwas flotter und wartete dann in der Zone auf das angeschlagene Brüderchen. Jürgen litt zusehends unter starken Krämpfen und fühlte sich nicht mehr in der Lage, den Wettkampf fortzusetzen. Berufsbedingt ist er derzeit nicht im Stande, für schwere Duathlons dieser Sorte angemessen zu trainieren. Der Körper forderte zwangsläufig seinen Tribut, schade. So drehte Wolfi beim abschließenden Lauf noch mal schön auf und kam - mit heilen Waden - zufrieden im Zielkorridor an. Hier die Ergebnisse mit den Splitzeiten, sofern sie erfasst werden konnten.

02.05.2008 Traditionelles Anschwimmen im Kahler See bei 12°C
Der Kreis der ganz harten Triathleten reduzierte sich bis auf ein halbes Dutzend. Gut, es fielen mit dem Vatertag und dem ersten Mai zwei wichtige Feiertage zusammen, doch die kann man auch anschließend noch ausgiebig feiern. Die einen wollten zum Radrennen um den Henninger Turm, andere mussten angeblich ins Kino. Dabei weiß doch ein jeder, dass am Ende nur die Außergewöhnlichen durchkommen. Und die begaben sich mutig bei 12°C ins Kahler Wasser, riskierten Ärger mit den Anglern, die sich - wie jedes Jahr um die gleiche Zeit - zum Anangeln auf gleichem Terrain trafen. Es ging also gestern Morgen darum, die weiße Boje zu umschwimmen, ohne sich dabei mit den ausgeworfenen Leinen und Haken zu verheddern. Vernünftigerweise reduzierte unsere Schwimmtruppe wegen des wirklich saukalten Wassers das Trainingsprogramm auf maximal 500m. Jedenfalls ist die Freiluft-Schwimmsaison jetzt offiziell eröffnet. In der Bilderserie, die freundlicherweise Betreuerin Birgit schoss, sehen wir einen Rookie namens Jogi erstmals in einem Neopren. Er nahm bei seiner Premiere offensichtlich keine bleibenden Schäden, denn gerade eben sah ich ihn, wie er frisch und fröhlich schon wieder sein Bike malträtierte.

02.05.2008 Unser Team wächst und wächst und wächst.....
Heute stellen wir einen weiteren Triathleten vor, der bereits 2002 in unserer Schwimmabteilung mitmischte. Es handelt sich um den 24-jährigen Simon Sturma, der mit seiner Christina und den gemeinsamen Töchtern Loren und Aline in Eisenbach lebt. Wie viele vor ihm startete er seine Triathlonkarriere aus dem Schwimmbecken heraus, denn er kann hier eine ganze Menge sportliche Erfolge auf Kreis- und Bezirksebene vorweisen. So stehen z.B. über 1500m genau 20:50min zu Buche. Weitere Bestzeiten sind seinem neu angelegten Sportlerportrait zu entnehmen. Diese Ergebnisse haben ihm zwischen 1991 und 2000 mehrere Unterfränkische Meistertitel beschert. So wunderte es sicher nicht, das der gelernte Koch ausgerechnet in der Odenwald Therme Bad König seinen Arbeitsplatz gefunden hat. Sein Zweifach-Schichtplan lässt ihm genügend Möglichkeiten, seinen Beruf mit Familie und Sport zu verbinden. Sowohl bei Bayerischen als auch bei Hessischen Meisterschaften ist Simon schon gestartet. In Landau landete er 1998 auf Platz neun und beim Lahn-Dill-Triathlon 1999 erreichte er nach 1:13:23h Platz 13. Den Halbmarathon Aschaffenburg absolvierte er im letzten Herbst mit ausbaufähigen 1:44:12h. Seine bisherigen fleißigen Lauftreffbesuche sollten die Grundlage für weitere Leistungssteigerungen bilden. Auf dem Foto sieht man ihn beim 10km Marktplatzlauf in Großostheim, den er am vergangenen Samstag nach 44:45min finishte. Bescheiden formulierte er seine sportlichen Ziele für 2009: es geht um nichts Geringeres als den Ironman Frankfurt. Wir wünschen viel Erfolg.