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2007 |
28.09.2007
Der Punktesammler vom Schwarzwald war wieder
unterwegs
Normalerweise
gibt der gemeine Ausdauersportler 'ne Weile Ruhe, wenn er unter
massiven Kraftanstrengungen einen Kracher gelandet hat. Tobias
Hegmann sollte man nicht dazu zählen. Den Badenmarathon
spürte er schon noch in den Knochen, als er sich am Samstag
in aller Frühe Richtung Schwarzwald aufmachte. Unter der Woche
hetzte er sich ab, um seinen Brötchengeber zufrieden zu stellen,
damit
dieser ihn samstags laufen lässt. Der Belchen-Berglauf
in Schönau stand im Kalender unseres Teamgefährten, erstmals
Programmteil des Schwarzwald-Berglauf-Pokals.
Um den Zielort - etwa 30km hinter Freiburg - zu erreichen, quälte
er sich dreieinhalb Stunden über die Autobahnen, um dann 11,5km
und sackrige 824 Höhenmeter in Angriff
zu nehmen. Als er das starke Läuferfeld sichtete, war ihm sofort
klar: "ganz vorne ist nichts zu holen. Aber,
je näher man dran bleibt, umso mehr Punkte gibt es".
Der erste Kilometer hatte es gleich richtig in sich und die zwei
Favoriten waren erst mal weg. Tobi fühlte sich da schon platt.
Auf Platz vier liegend bekam er von hinten Besuch und wäre
nach drei Kilometern am liebsten wieder runter gelaufen und heimgefahren.
Zum Glück wurde es dann etwas flacher, denn die steilsten Rampen
lagen tatsächlich alle am Anfang. Nach vorne vergrößerte
sich der Abstand, nach hinten zum Glück auch, aber dadurch
wurde es für unser Leichtgewicht ein einsames Rennen. Nach
54:21min stand er oben auf dem Belchen
und wunderte sich über die Zeit, die gerade mal eine Sekunde
über dem alten Streckenrekord lag. Letztes Jahr wäre das
ein richtig spannendes Rennen gewesen, doch diesmal waren eben vier
Schnellere da. Immerhin langte es für Platz zwei in der AK30
und Tobi war insgesamt gar nicht unzufrieden: "Ich
war halt einfach kraftlos, eine Woche nach dem Marathon. Leider
war der Abstand nach vorne mit über fünf Minuten recht
heftig und das heißt: wenig Punkte für die Gesamtwertung".
Nächste Woche, am Tag der Deutschen Einheit, fährt der
Punktesammler zum Brandenkopfberglauf
ein letztes Mal in den Schwarzwald, um wiederum ein paar Punkte
zu verdienen. Hier die Ergebnisliste. |
27.09.2007
Stefan grüßt aus Georgetown/Ascension
Island, 7°56' Süd + 14°22' West
Heute schickte Stefan
Schlett per Air Mail diese Ansichtskarte vom Ascension
Island und gab seine neue Position auf
diesem Globus durch. Die Einwohner von St.
Helena kennt er nach wochenlangem Aufenthalt
inzwischen alle persönlich. Sämtliche Treppen, Claims,
Trails und sonstige Laufstrecken sind
bewältigt - und zwar schneller, als es jemals ein Inselbewohner
vor ihm tat. Also machte Stefan sich auf zu neuen Ufern, bestieg
dieses Fracht- bzw. Passagierschiff Sankt
Helena, das alle britischen Besitzungen
im Südatlantik im zweimonatlichen Rhythmus mit dem Mutterland
verbindet und durchquerte tagelang die dunkelblauen Fluten der Südsee.
In Ascension Island ging er auf vulkanischem Boden vor Anker und
schildert uns seine Eindrücke: "Ein
bizarres und wüstes Fleckchen Erde mit nur 1100 Einwohnern,
aber einer drei Kilometer langen Notlandebahn für den Space
Shuttle. Es ist meine letzte Station vor der zweiwöchigen Rückreise
per Postschiff nach England". Diese
Südseeinsel diente den Briten 1982 im Falklandkrieg als wichtigster
Stützpunkt. Auf der Land(Meeres)karte rechts sind alle markanten
Orte eingezeichnet. Die höchsten Erhebungen auf der Vulkaninsel
sind der Green Mountain
(859m) und der Sister's Peak
(446m). Am 17.09. war Stefan bereits oben. Ob er dabei wieder erster
war, hat er nicht geschrieben. Das Internet ist derzeit die einzige
Möglichkeit, um mit Stefan zu kommunizieren. Deshalb wünschen
wir ihm auf diesem Weg noch viele schöne Erlebnisse und freuen
uns schon jetzt auf seine sicherlich interessanten Erzählungen. |
26.09.2007
Neuer Titel für Jens Bauer - er ist jetzt
ein Challenger!
Die
Spessartchallenge
Bad Orb ist ein zweitägiger, umfangreicher Kombinations-Ausdauer-Wettkampf
aus den drei Disziplinen Stadtlauf, Mountain-Biken und Berglauf.
Alle drei Disziplinen können einzeln absolviert werden oder
aber im anspruchsvollen Gesamtpaket. Und selbst die Kombination
gibt es zur persönlichen Auswahl noch in einer kurzen und einer
langen Variante. Um Challenger zu werden, musste Jens
Bauer zuerst den Stadtlauf über fünf
Kilometer bewältigen, dann 36km
auf dem MTB abwickeln mit 698 Höhenmetern
und noch einen knackigen Berglauf
von 1,6km absolvieren. Mit Freundin Nina
reiste er samstags an, weil nachmittags schon der Stadtlauf am Salinenplatz
gestartet wurde. Durch einen nicht ganz flachen aber tollen Rundkurs
von 2500m durch den Kurpark und die Altstadt
von Bad Orb musste er zwei Mal. Das Tempo zu Beginn bezeichnete
er als höllisch, denn er konnte mit der Spitze zunächst
nicht mithalten. Doch Mitte der zweiten Runde war er auf Drehzahl
und hatte die richtige Temperatur. Bis auf den klar führenden
und späteren Gesamtsieger sammelte er alle ein. "Das
Ziel nach einem Anstieg kam mir gelegen, so dass ich mir den zweiten
Platz in einer Zeit von 18:26min sichern konnte",
erzählt Jens sehr zufrieden. Die Punktewertung beim Spessartchallenge
muss einem Laien erst mal erklärt werden. Die Platzierung beim
Stadtlauf ergibt in seinem Fall zwei Punkte. Das MTB Rennen wird
dreifach und der abschließende Berglauf zweifach gewertet.
Sieger wird der mit den wenigsten Punkten. Bei Punktegleichheit
gilt die schnellere Gesamtzeit für eine bessere Platzierung.
Alles klar? Am nächsten Morgen wieder das gleiche Spiel. Schöne
Fahrt nach Bad Orb bei absolut traumhaften Wetter. Keine Wolke am
Himmel, aber bei 5°C entsprechend kalt. Ohne jegliche Streckenkenntnis
und mit relativ wenig
Selbstvertrauen in die eigene Stärke, sortierte sich unser
zurückhaltender junger Teamkollege ins hintere Drittel der
Fahrer ein. Wegen seiner knapp 500 MTB-Trainingskilometer glaubte
Jens zu den Langsameren zu gehören. "Nach
dem neutralen Start merkte ich allerdings schnell, dass mir das
zu langsam wurde". Hätte er mich vorher gefragt!
So kämpfte er sich auf den fabelhaften Trails Platz für
Platz nach vorne. Einziger Rückschlag war das geplatzte Hammergel,
das er sich von den Armlingen lutschen musste. "Mit
enormem Krafteinsatz erreichte ich dann eine Sechsergruppe Challenger.
Aus dieser Gruppe blieb dann nach einer Schlammpassage nur noch
einer übrig, mit dem ich das restliche Rennen zusammen gefahren
bin". In der letzten Abfahrt hatte dieser erwartungsgemäß
die Nase vorn, so dass Jens auf Platz fünf der Challenge-Wertung
(Gesamt 13. von 141) am Salinenplatz ankam. "Das
hätte ich nie für möglich gehalten".
Für den abschließenden Berglauf nahm er sich nochmal
viel vor. Die Jungs legten los wie die Feuerwehr und hielten das
Tempo so hoch, dass auf den kurzen 1600m Jens keine Chance hatte,
mehr als Platz vier zu erreichen. Nach der Bikewäsche verbrachte
er, ausgelaugt und total zufrieden, den Rest des Tages mit seiner
Betreuerin und Fotografin Nina in der warmen Sonne und blickte auf
das schöne Wochenende zurück: "Schöne
Strecken, perfekte Organisation (350 Helfer), super Wetter, tolles
Wochenende. Für nächstes Jahr wird das Biken trainiert,
dann werde ich wieder angreifen"! Hier die Ergebnisliste
mit der Punktewertung und eine kleine Fotoserie.
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25.09.2007
Halbmarathon Bensheim - ein Gradmesser für
die aktuelle Leistungsfähigkeit Der
count-down für Frankfurt ist im vollen Gange. Während alle
anderen Teamkolleg(inn)en an diesem Wochenende ihre abgesteckten und
teilweise exakt vermessenen Trainingsstrecken bis auf die maximale
Länge von 35km ausdehnten, reisten Birgit
Reuter und Norbert
Stein zu einem Test mit Wettkampfcharakter nach Bensheim. Sie
suchten sich freilich den Halbmarathon aus, um den Leistungszuwachs
seit Elsenfeld - vor 14 Tagen - festzustellen. Damals wickelten sie
in
einem zügigen Trainingslauf die 21,1km im Gleichschritt ab (knapp
5:00min/km). In Bensheim teilten sich, wegen unterschiedlicher Zielsetzungen,
frühzeitig ihre Wege. In ihrem geplanten Rhythmus von 4:50min/km
ging Birgit bei Marke zehn durch (48:16min)
und bewies auch auf dem Rest der Strecke genügend Standvermögen.
Kein Einbruch, nicht mal ein Sekunde. Ihr Trainingsplan scheint stimmig
und akzeptierte sogar eine Muskelverhärtung in der Wade, sowie
ein reduziertes Trainingspensum. Logisch, dass sie nach dem gelungenen
Test sehr zufrieden ist. Mit 1:41:40h gewinnt
sie souverän ihre Altersklasse und läuft damit auf Platz
neun im Feld der 124 Frauen vor. Kriegt sie ihre Muskeln bis Aschaffenburg
in den Griff, dann prognostiziere ich einen Angriff auf ihre persönliche
Bestleistung. Trainingspartner Norbert kommt
ebenfalls rechtzeitig auf Touren. Nach dem ersten Zehner blieb die
Stoppuhr bei 45:20min stehen. Sein Tempo
auf dem zweiten Teil des ebenen Rundkurses, der nach den DLV-Richtlinien
vermessen ist, reduzierte er von anfangs 4:31min/km
auf durchschnittlich 4:35min/km bis zum
Zieleinlauf. Gemessen an seiner Zeit von 1:36:43h
scheint auch bei ihm zum jetzigen Zeitpunkt alles im Lot zu sein.
Norbert ist inzwischen routiniert genug und wird sein Ziel für
Frankfurt nach dem letzten Test in der A'burger City formulieren,
wie alle anderen TSG-Starter auch. Nach dem Rennen liefen sich die
beiden noch fünf Kilometer aus und brachten somit genügend
Kilometer zusammen. Hier die Ergebnisliste. |
24.09.2207
Hugenottenlauf Neu-Isenburg - ein weiteres Highlight
für Guido Vongries Der
Berichterstattung über den Hugenottenlauf, der bereits am vorletzten
Wochenende über die Bühne ging, können wir mangels
Kenntnis leider erst heute nachkommen. Das hängt auch damit zusammen,
dass diese Veranstaltung in unserem Eventkalender bedauerlicherweise
nicht vermerkt war. Das Gleiche gilt für den gestrigen Bensheimer
Lauf. Für
2008 haben wir vorgebeugt und diese Events nachträglich eingepflegt.
Denkt bitte künftig daran und informiert den Webmaster, damit
in unserem Archiv keine Lücken entstehen. In Neu-Isenburg starteten
drei Weißblaue, Astrid
und Roger
über 10000m und Guido
nahm sich den Halbmarathon vor - und wie. Dass während einer
Marathonvorbereitung Bestzeiten auf den kürzeren Distanzen purzeln,
ist hinlänglich bekannt und von den Athleten auch beabsichtigt.
Vor Monatsfrist verbesserte sich Guido beim Karbener Stadtlauf über
21,1km zwar minimal, aber immerhin. Aber beim Hugenottenlauf langte
er kräftig hin, unterstrich seine Ambitionen über die doppelte
Strecke, und schraubte seine neue Marke auf 1:31:32h.
Knapp drei Minuten schneller, das ist eine ganze Menge Holz und wird
sein Selbstvertrauen stärken. In unserer internen Bestenliste
rückt er mit dieser schönen Leistung von Platz 45 auf 37
vor. Astrid lief nach einer Trainingspause
auf der 10km-Strecke sofort auf Gesamtplatz vier im Frauenfeld vor.
Die 42:30min reichten in ihrer Altersklasse
für den Silberplatz. Roger, die andere
Hälfte dieser sportlich/privaten Gemeinschaft besorgte sich -
ohne interne Absprache - exakt die gleichen Platzierungen im Männerfeld
und begab sich in den 35er Bereich. Das Ziel sahen insgesamt 522 Läufer(innen).
Hier die Ergebnisliste. |
21.09.2007
Erneut findet ein Triathlonpärchen den Weg
zu unserer Abteilung
Der
Sport begleitet sie schon ein Leben lang. Kennen gelernt hat die
leidenschaftliche Schwimmerin Michaela
Schmutzer ihren jetzigen Trainings- und Lebensgefährten
Jan-Henrik
Pitz in einem Schwimmbad, in dem er nebenberuflich als Schwimmaufsicht
tätig war und sie selbst bei der DLRG trainierte, bei der sie
seit 21 Jahren Mitglied ist. Im Laufe der Zeit stellte sich heraus,
dass beide neben dem Schwimmen auch gerne liefen. Fortan trainierten
sie zusammen und liefen konsequenterweise vor zwei Jahren ihren
ersten gemeinsamen Halbmarathon. Spätestens dann lag es auf
der Hand, diese beiden Sportarten um das Rad fahren zu ergänzen
und bereits 2006 den ersten Triathlon beim City-Man in Hamburg zu
versuchen. Nach
ihrem Umzug nach Kahl im vergangenen Jahr suchten sie nach einem
neuen Verein, um hauptsächlich regelmäßig an einem
Schwimmtraining teilnehmen zu können. "Im
Internet stießen wir auf die Homepage der TSG. Nach einer
Gastteilnahme am Schwimmtraining waren wir sehr begeistert und wurden
Mitglieder". Bedingt durch den Bau ihres Eigenheims
gegen Ende das letzten Jahres, ließen ihre sportlichen Betätigungen
stark nach: "wir laufen unseren Zeiten und
Jan seinem Gewicht hinterher", schildert die Dipl. Betriebswirtin
und gelernte Bankkauffrau ihr derzeitiges Handicap. Ihre langen
Arbeitszeiten bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erschweren
es, die Trainingszeiten bzw. -pläne einzuhalten. Das gemeinsame
Freizeitmanagement wird zusätzlich erschwert durch Jans Schichtzeiten
bei der Berufsfeuerwehr in Frankfurt. Der gelernte Technische Zeichner
ist seit fast zehn Jahren Rettungsassistent im mittleren feuerwehrtechnischen
Dienst und hofft, dass sich der derzeitige Zustand endlich verbessern
wird. "Wenn die Zeit es hergibt, haben wir
uns einiges vorgenommen". Jan hat übrigens schon
alles versucht: Tischtennis, Tennis, Volleyball, und Badminton,
doch Michi ist immer dem Schwimmen treu geblieben. Wir sind uns
sicher, dass die getroffene Entscheidung die richtige war und begrüßen
Michi und Jan sehr herzlich in unserem Team. |
20.09.2007
Claudia Hille lehrt richtiges Kraulen - Anfängerkurs
startet im Vitamar
Eine ganze Reihe unserer Mitglieder äußerte des öfteren
schon den Wunsch: "Ich würde gerne
ernsthaft kraulen können, ohne unterzugehen". Einigen
guten Läufern und Radfahrern der Ausdauersportabteilung fehlt
zum großen (Triathlon)Glück einfach nur der Zug zum Wasser.
Theoretische Selbststudien scheiterten bei manchem spätestens
bei der praktischen
Umsetzung. Unkoordinierte Beinschläge passten selten zur Armbewegung.
Ohne Anleitung ist es schier unmöglich, vernünftig kraulschwimmen
zu lernen, behaupten nicht wenige Experten. Deshalb bieten wir ab
Mitte Oktober im Vitamar Kleinostheim einen so genannten Anfängerkurs
für Vereinsmitglieder an, den Claudia
Hille freundlicherweise leiten wird. Claudia ist ausgebildete
und geprüfte Trainerin C Triathlon
mit genügend Erfahrung. Welche Disziplinen sie sonst noch unterrichtet,
ist hier
nachzulesen. Das Kraulseminar wird etwa 10
Trainingsstunden umfassen und die Teilnehmer(innen) in die Lage
versetzen, mit sauberem Stil kraft- sowie luftsparend vorwärts
zu kommen. Während des Kurses können die "echten"
Schwimmer nicht in dieser separaten Trainingsbahn trainieren, sie
müssten halt mit allen anderen im großen Becken schwimmen.
Wer grundsätzlich interessiert ist, möge sich bitte umgehend
bei Claudi oder unserem Abteilungsleiter Manni
Scherer über deren Kontaktadressen
(eMail) melden. Der Kurs findet natürlich nur dann statt, wenn
sich genügend dafür interessieren. Bis Ende September
klären wir die Termine ab. Die Teilnehmer(innen) zahlen lediglich
ihren Eintritt, wie alle anderen übrigens auch. Also, bitte
sofort aktiv werden. |
20.09.2007
Beerfelder Duathlon empfehlenswert - allein wegen
des Kuchenbuffets
Übereinstimmend
berichten sowohl Teilnehmer als auch Zuschauer von einer Top-Veranstaltung
mit einer prima Organisation und besten Witterungsverhältnissen,
also einem Event, das unbedingt weiter zu empfehlen sei. Einen Duathlon
können die Beerfelder ausrichten, deshalb wurden ihnen auch
die Hessischen Meisterschaften 2007 übertragen
und zusätzlich noch die Deutschen Ärzte
und Apothekermeisterschaften aufgebürdet. Kein Wunder,
dass alles, was Rang und Namen hatte, am Sonntag mit dabei war.
Aus unserer Mannschaft meldeten Volker
Hain, nachweislich weder Arzt noch Apotheker und Stefan
Günther, der höchstens als Hesse durchgehen könnte.
Deshalb findet man unsere Teamkollegen in keiner dieser Ergebnislisten,
außer der gesamten. Welche Prioritäten unsere Freunde
bei diesem Wettkampf setzten, lässt sich aus ihren Kommentaren
ablesen. Volkers wesentliche Aussage bezog sich in erster Linie
auf die kulinarischen Köstlichkeiten, die rein gar nichts mit
dem Duathlon zun tun hatten: "Das war der
Hammer. Die hatten 51 Kuchen zur Auswahl. Ich war im Paradies".
Nebenbei erwähnte er, dass das Rennen - mit den Maßen
7km/30km/3,5km- bei ihm gut lief und er
dank der anspruchsvollen Radstrecke einige Plätze gutmachen
konnte. 1:34:55h reichten ihm für
Platz 23 unter 148 Finishern. In der Tat konnte man die Radtour
durch den sehr hügeligen Odenwald als anspruchsvoll und diesmal
auch als traumhaft bezeichnen, denn das tolle Wetter spielt von
Anfang bis Ende mit. Das Feedback von Stefan
bezieht sich stärker auf das sportliche. Er begann die Saison
mit der Duathlon DM in Backnang und beendet sie nun sehr zufrieden
in Beerfelden. Jetzt freut er sich auf eine längere Pause,
was die Triathlon- und Duathlonrennen betrifft. Seine Zwischenzeiten
vom Sonntag, die in den offiziellen Listen nicht veröffentlicht
sind, hielt er für seine privaten Aufzeichnungen sowieso fest.
Die Laufrunde über sieben Kilometer bewältigte er in gut
29 Minuten, das passt zu seinem derzeitigen Leistungsvermögen.
Für 30km Rad darf man im Odenwald 59 Minuten brauchen und die
Zeit für die abschließende Laufstrecke erklärt sich
mit den Anstrengungen vorher. Deshalb akzeptiert Stefan die Gesamtzeit
von 1:43:58h voll und ganz. Hier gehts
zur Ergebnisliste
und die kleine Fotoserie
lieferten Stefan und Sarah,
die ihren Matthias
lautstark im Rennen unterstützte und nebenbei ein paar Bilder
schoss. |
19.09.2007
Ungewöhnliche Meile, die Goldbacher: 440
Höhenmeter auf 21,1km Länge
Für
Crossläufer gibts nichts Schöneres als die Goldbacher
Meile. Aus der Winterserie ist vielen Läufer(inne)n die
Strecke wenigstens teilweise bekannt und sogar die Kleinostheimer
Lauftreffteilnehmer finden sich auf etlichen Kilometern heimisch,
weil sie die eigene Trainingsstrecke tangiert. Am Jahnfelsen findet
sie bei Km 10 ihren Tiefpunkt auf 150m
über Meereshöhe. Zuvor kommen die Crosser aus einer Höhe
von 350m, die in Oberafferbach etwa bei
Km 6 gemessen wird. Weitere Einzelheiten sind dem Höhenprofil
zu entnehmen. Unsere Mannschaft beteiligte sich diesmal mit zwei
Frauen und sechs Männern. Mit langen Ein- bzw. Auslaufstrecken
kam locker ein Dreissiger zusammen, der einigen gut in die Marathonvorbereitung
passte. Doch
das Gros wird den relativ flachen Aschaffenburger Kurs in drei Wochen
als Maßstab nehmen. Doch nun zum Rennen selbst. Markus
Zschirpe begab sich in die erste Startreihe, weil er wusste,
dass gleich die Post abgeht und er wollte möglichst lange dabei
sein. In 3:38 ging der erste Kilometer
durch. Markus rechnete eigentlich mit mehr Konkurrenz, doch recht
bald sah es aus wie letztes Jahr. Ingbert Reinke bildete mit Bernhard
Zang und unserem Teamkollegen ein Trio, das zum Rest des Feldes
einen immer größer werdenden Abstand herauslief. Und
so sollte es bis zum Ende auch bleiben. Das Tempo blieb hoch und
Reinke, der spätere Sieger, versuchte immer wieder durch Tempoverschärfungen
seine Konkurrenz abzuschütteln. Markus stoppte auf dem lang
abfallenden Teilstück Richtung Steinbach den schnellsten Kilometer
in 2:30min und bei Marke zehn standen
dann 36:09min zu Buche. "Ich
konnte das Tempo trotz fehlendem Tempotraining bis Km 16 mitgehen,
dann ist mir erst Zang und einen Kilometer später auch Reinke
davon gezogen". Bis Km 18 hatte Markus dauernd Blickkontakt
zu den Führenden, konnte auf dem
letzten Gefälle kaum noch Tempo machen und musste die beiden
schweren Herzens ziehen lassen. "Nach 1:21:31h
bin ich völlig fertig als Dritter im Ziel eingelaufen. Ein
super Lauf bei strahlendem Sonnenschein und dazu meine Goldbacher
Bestzeit um zwei Minuten verbessert", äußerte
er sich sehr zufrieden. Mario
Stenger und Andreas
Schiffner nahmen sich das Rennen anscheinend gemeinsam vor.
Sie haben wie immer Frankfurt im Visier und zogen einen anständigen
Trainingslauf durch.
Da war noch Christian
Meidhof, von dem man sich bisher erzählte, er könne
nicht besonders gut laufen. Jeder Triathlet hat bei irgendeiner
Disziplin seine Schwächen, doch das Laufen ist es bei ihm jetzt
nicht mehr. Nach längerer Wettkampfpause einen Halbmarathon
mit 440 Höhenmetern in 1:35:09h
durchzuziehen ist in Ordnung. Sein
Ziel, in Aschaffenburg unter 1:30 zu kommen ist nun keine Utopie
mehr, sondern einfach Pflicht. Applaus gibt es aber erst bei 1:28!
Mehr freuen sollte er sich für seine Judith,
die wir längst auf dieser Seite vorstellen wollten. Sie zog
sich bei ihrem ersten Halbmarathon, bei dem sie wohl nicht die leichteste
Strecke ausgesucht hatte, in 1:51:45h
sehr gut aus der Affäre. Der immer gut aufgelegte Christian
meinte: "Das wusste sie ja im voraus und
wollte eigentlich nur einen langen Trainingslauf absolvieren. Hefte
den Meidhofs eine Startnummer ans Hemd und schon sind die Poren
offen". Beim Blick auf unsere Ergebnisliste gewinnt
man den Eindruck, das Judith sich an Thomas
Wollinger orientierte oder war das vielleicht umgekehrt? Beim
vereinsinternen Kampf der Geschlechter profitierten beide gleichermaßen.
Judith war überglücklich wegen Ihrer tollen Zeit und Thomas
verbesserte sich in Jahresfrist um zwölf Minuten auf gleichem
Terrain. Seine Frau Diana
machte ebenfalls einen Zweiminutensprung nach vorne. Eine Klasseleistung
zeigte wiederum Klaus
Jäger, der sich mit Platz drei in der Altersklasse M45
so langsam in den Kreis der Etablierten schmuggelt. 1:39:22h
in Goldbach lassen sich auf flachem Geläuf bis auf 1:31:42h
runterrechnen, theoretisch natürlich (Greif-Rechner).
Obwohl Aschaffenburg auch seine Steigungen hat, würde ich dort
an seiner Stelle trotzdem in 4:20 angehen. Hier die Ergebnisliste
im Überblick.
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18.09.2007
Jogi Reising läuft beim Baden-Marathon Bestzeit
über die halbe Distanz
Natürlich
waren am Sonntag in Karlsruhe zwei unserer Teamkollegen am Start.
Dem Überflieger Tobias
Hegmann gönnten wir wegen seines unerwarteten Husarenstreichs
eine separate Story, doch jetzt ist Jogi
Reising an der Reihe, der sich in diesem Jahr nur die Hälfte
antat. Und die sollte in einem Tempo gelaufen werden, das er bis
dato noch nicht bis ins Ziel durchhielt. Dieses Event liegt ja fast
vor seiner Haustüre. Sein Körper befindet sich in gut
trainiertem Zustand
und eine neue Bestmarke hängt manchmal nur von Kleinigkeiten
ab. Die äußeren Bedingungen bezeichnete er als "gigantisch".
Das bedeutet, dass es zum Rennbeginn angenehm kühl war und
beim Zieleinlauf noch nicht so warm. Diese idealen Voraussetzungen
passten zum Vorhaben, Jogi kam anfangs zwar nicht so richtig in
Schwung, doch ab Kilometermarke fünf liefs ein ganze Weile
richtig gut. Km 10 lag mit 39:10min voll im Plan.
An der Stelle, an der in Karlsruhe meist unangenehmer Gegenwind
den Sportlern das Laufen schwerer macht, blieb es dieses Mal nahezu
windstill. "Trotzdem spürte ich nach
15km, dass das noch ein hartes Stück Arbeit wird".
Bis zu diesem Punkt war er noch am Überholen und konnte seinen
Schnitt halten. Mit 39:20min auf dem zweiten
Zehner ließ er auch nur zehn Sekunden im Vergleich zum ersten
liegen, doch Jogi war da schon schwer am Beißen. Kein Wunder,
er marschierte immer noch auf Bestzeitkurs. "Die
Kraft ließ nach, aber zum Glück war es nicht mehr weit
und ich konnte mich in 1:22:48h um knapp eine halbe Minute verbessern".
Als er ein bisschen verschnauft und gestärkt hatte, kam Jogi
gerade noch rechtzeitig auf die Tribüne, um den Einlauf von
Tobias Hegmann mitzukriegen. "Der hat ja
eine echte Bombe rausgelassen, auch wenn er kurz nach der Ziellinie
nicht mehr allzu gut aussah". Und hier nochmal der Link
zur gemeinsamen Ergebnisliste
aus Karlsruhe. |
17.09.2007
Genialer Tobias Hegmann sprengt Kenianisches
Sextett und läuft 2:31:52h
Der
Baden-Marathon war heuer bekanntermaßen sein großes
Ziel. Natürlich sollte seine persönliche Marathonbestzeit
- vor Jahresfrist in Frankfurt aufgestellt - geknackt werden. Tobias
Hegmann bereitet sich professionell vor, weiß genau was
er kann und was er will. "Eine 2:35 wäre
gut", formulierte er jüngst sein Ziel für
Karlsruhe. Dass er am Ende einer wahnsinnigen Saison die 42,2km
noch in 2:31:52h herunter spult, in diesem
traditionsreichen Event auf Platz sechs vorläuft und dabei
noch in die Phalanx der Läufer vom schwarzen Kontinent eindringt,
das hätten auch seine größten Fans nicht vorhergesagt.
Tobi rückt mit dieser genialen Leistung selbstredend auf Platz
eins unserer Vereins-Bestenliste
und verdrängt den bisherigen Tabellenführer Wolfi
Höfer, der diesen Rang insgesamt 19 Jahre lang inne hatte.
Dass Tobi's Start am Samstag noch am seidenen Faden hing, hatte
er einem verrenkten Halswirbel zuzuschreiben, den die Mediziner
mit einigen Spritzen gerade noch in den Griff bekamen. Doch beim
Start am Sonntagmorgen war alles wieder im Lot. Das war auch vonnöten,
denn direkt nach dem Schuss ging die Post ab. Die Kenianer ließen
an ihren Vorhaben keinen Zweifel, dazu gehörten auch die schnellen
Frauen sowie die Halbmarathoni, die in Karlsruhe zeitgleich starteten.
Hier sortierte Tobi sich anfangs ein, "bis
mir das Ganze zu schnell wurde. Doch bei Kilometer fünf lag
ich mit 18:11min genau im Plan". Bis km 10 läuft
er an die Gruppe der schnellen Frauen heran und kurz danach auch
vorbei. Mit 36:25min ist er minimal schneller
geworden, hat aber noch Spaß am Tempo. Für den nächsten
Zehner brauchte er nur 35:17min und sammelte
permanent Läufer aus beiden Rennen ein.
Der Halbmarathon geht bei 1:15:34h durch,
Tobi fühlt sich super. "Ich nahm zwischendurch
immer wieder etwas Tempo raus, weil ich Angst vor einem Einbruch
hatte". Durch die laufenden Überholmanöver
wird er trotzdem immer wieder schneller. Leider kosten ihn die schlechten
Wege mit losen Steinchen einiges an Kraft und Zeit, doch er bleibt
immer noch im Rhythmus und innerhalb seiner zeitlichen Vorgaben.
Dauernd wird hochgerechnet....., eigentlich müsste eine 2:37
funktionieren..., eine 2:36 geht eventuell auch noch. Reine Beschäftigungstherapie
unterwegs. Das Tempo ist immer noch schnell, als Tobi bei Kilometer
34 in den Schlosspark abbiegt. "Hier wurde
es richtig übel. Grobe Steine, ich hatte das Gefühl, bei
jedem Schritt nach hinten zu rutschen". Dann erfährt
er, dass er auf Platz sieben liegt, doch vor ihm ist weit und breit
niemand zu sehen. Schade, denn die ersten sechs dürfen zur
Siegerehrung und werden prämiiert. Dann ruft einer: "Super,
du bist zweiter von den Weißen"! Tobi war froh, "als
ich bei km 39 endlich wieder aus diesem verfluchten Park raus durfte".
Dann ging es noch über zwei richtig heftige Fußgängerbrücken,
auf denen man fast steht. "Ich bin das ja
gewohnt, aber die Kenianer haben da anscheinend etwas Probleme".
Ab jetzt wurden die Zuschauer munter: "Los, den Schwarzen holst
du noch"! "Tatsächlich, dann sah
ich ihn auch. Ganz langsam komme ich näher. Er dreht sich mehrmals
um, aber bei km 40 kann ich ihn stellen. Ich geb sofort Gas, vorbei
und weg".Tobi wollte dem Kenianer keinesfalls die Chance
geben, sich dranzuhängen. "Jetzt will
ich zur Siegerehrung", so reden halt Siegertypen. Die
letzten eineinhalb Kilometer werden zum Slalom, weil jetzt noch
Halbmarathonläufer einbiegen. Die sind zeitgleich gestartet
und auch 2:30 unterweg, dementsprechend langsam ist ihr Tempo. Mehrmals
wurde Tobi angerempelt, ist aber fern davon, diese Sportler zu kritisieren.
"Wie sollen die damit rechnen, dass jetzt
plötzlich einer von hinten kommt, der fast doppelt so schnell
ist. Hier müsste sich der Veranstalter was einfallen lassen".
Immerhin verliert der Kenianer ihn so aus den Augen. Sein Zieleinlauf
nach 2:31:52h, mit einem Schnitt von 3:37min/km,
geht leider völlig unter, weil zeitgleich mindestens 20 Halbmarathonis
einlaufen und sowohl Zuschauer als auch Sprecher ihn einfach übersehen.
"Aber glücklich bin ich trotzdem, ich
kann's noch gar nicht fassen. Niemals hätte ich mit dieser
Zeit gerechnet". Und dann genoss er die Siegerehrung
mit fünf Kenianern und einem weiteren Deutschen, Marco Diehl.
Nach der Siegerehrung wird unserem Helden plötzlich schwarz
vor Augen. Er kippt langsam um, zum Glück in die Arme der Helfer.
Die Sanitäter checkten ihn eine Stunde durch und päppelten
den niedrigen Blutzuckerspiegel und unseren erfolgreichen Teamkollegen
mit ausreichend Apfelschorle rechtzeitig zur Altersklassenehrung
wieder auf, bei der er reichlich beschenkt wird. Hier die Ergebnisliste
mit allen Zwischenzeiten. Beim Halbmarathon startete mit Jogi
Reising ein weiterer TSG'ler mit neuer Bestzeit. Seinen Weg
dahin schildern wir morgen. |
17.09.2007
Schülertriathlon Schweinheim: trotz Sturz
schaffte Tamara Hille Platz eins!
Die Berichterstattung über ein erfolgreiches Wochenende beginnen
wir heute mit einer besonderen Leistung unserer Jüngsten. Als
einzige Teilnehmerin der TSG startete Tamara
Hille am Samstag beim vierten
Schweinheimer
Schülertriathlon, bei dem die Streckenlängen der drei
Disziplinen mit 50m/2400m/400m ausgeschrieben
waren. Im Schwimmbad der Hefner-Alteneck-Schule legte sie sogleich
einen überzeugenden Schwimmstart hin, kraulte sich in 56,89
Sekunden einen ordentlichen Abstand zu ihren Altersgenossinnen heraus
und schlug mit der viertschnellsten Zeit aller 18 Teilnehmer(innen)
aus den Jahrgängen 1998 bis 2000 an. Vor ihr lagen gerade mal
drei Ältere. Nach Abwicklung aller Schwimmstarts zog die komplette
Fangemeinde mit allen Sportler(inne)n per Bus zum TV Sportplatz
um und setzte mit dem Radrennen den Wettkampf fort. Bei strahlend
blauem Himmel wollte Tamara nichts anbrennen lassen, trat sofort
und energisch in die Pedalen, um auf der tatsächlich 2700m
(offiziell
nur 2400m) langen Radstrecke niemanden mehr vorbei zu lassen. Das
gelang ihr erfolgreich bis Kilometer 1,8. Dann kam's aber knüppeldick,
eine ganze Reihe Konkurrenten zogen vorbei und zeigten ihr die Rückseite.
Grund war jedoch nicht ein Schwächeanfall, sondern ein böser
Sturz, verursacht durch einen zu heftigen Schlenker in der Kurve.
Beine, Hüfte und Arme wiesen einige Schürfwunden auf.
Auf den ersten Blick sah das Ganze ziemlich böse aus und ein
Helfer des Veranstalters fragte, ob er sie zum Ziel begleiten solle.
"Nein auf keinen Fall, ich mache weiter",
fertigte die junge Dame aus dem Hause Hille diesen freundlichen
Menschen ab. Den Lenker bog er ihr zurecht, legte die Kette wieder
auf - und weiter gings. Immerhin erreichte sie auf der Radrunde
entlang des Bischberges, mit einem Wendepunkt, noch einen Schnitt
von 21km/h. Wieder im Stadion angekommen,
wurden die Kids von den Zuschauern lautstark angefeuert und auf
ihre letzte Disziplin geschickt. Unsere ausdauernde Nachwuchstriathletin
schickte sich an, auf der Tartanbahn ihre 400m zügig zu laufen,
was ihr letzten Endes auch super gelang. Heraus kam ein erster Platz
des Jahrganges 1999, ein tosender Applaus für ihre Tapferkeit
und zusätzlich noch ein Ehrenpreis, weil sie so toll durchgehalten
hatte. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm! |
14.09.2007
Der Alzenauer Solarlauf bleibt fest in unseren
Händen - Dreifacherfolg!
Der
Alzenauer Solarlauf passt ausgezeichnet in das Trainingsprogramm
der meistens unserer Teammitglieder. Eigentlich steht das Großwelzheimer
Stadion mittwochs auf der Agenda, um etwas an der Tempohärte
zu feilen und gerade jetzt die verschiedenen Herbstmarathons anzusteuern.
Einen Wettkampf, auch noch über angenehme weil kurze 6200m,
zieht fast Jede(r) den monotonen 6x1000m vor. Das Solarevent wächst
von Jahr zu Jahr und verzeichnete erneut einen Teilnehmerrekord.
Also reiste auch die TSG mit einer Teamstärke von 17 Jugendlichen,
Frauen und Männern an, um bei sehr guten äußeren
Bedingungen (20°C, trocken, windstill) richtig abzuräumen.
Coach Wolfi
Höfer hat zurzeit einige Marathoni unter seinen Fittichen,
deren Trainingszustand er genau beobachtete. Dass er neben dieser
Aufgabe auch einige Familienmitglieder betreute und nebenbei noch
Erinnerungsfotos
für unser Bilderalbum schießen konnte, spricht für
seine umfangreichen Qualitäten. Und er sah exzellenten Sport,
auch weil er von der eigenen Mannschaft gezeigt wurde. Das Siegerpodest
gehörte komplett unseren starken Herren. Erwartungsgemäß
lieferte Studienrat z.A. Michael
Schrauder in seiner beruflichen Heimat - vermutlich unter Aufsicht
vieler seiner Schüler bzw. Kollegen - einen Start- Zielsieg
in tollen 21:01min ab. Ihm am nächsten
kam diesmal Mario
Stenger, der auf diesen relativ kurzen Runden tatsächlich
eineinhalb Minuten schneller war als im Vorjahr. Er konnte mit diesem
starken Auftritt den aufkommenden Jens
Bauer gerade noch um drei Sekunden im Zaum halten. Jaja, die
Jugend drängt nach vorne und rückt den Routinierten auf
die Pelle. Und hier widerspricht mir sofort Bernie
Schneider, weil es ihm wieder gelingt,
einen knappen aber sichtbaren Abstand zu Alexander
Harwarth herzustellen. Bernie macht gegenüber 2006 ebenfalls
siebzig Sekunden wett und ist nicht gewillt, freiwillig nachzugeben.
Doch Alex lief in Alzenau noch nie schneller als am Mittwoch, gewinnt
in 23:15min zurecht die männliche
A-Jugend und setzte sich sogar im Gesamtfeld der 267 Finisher auf
Platz acht fest. Er sorgte dafür, dass sich unter den ersten
acht insgesamt fünf Kleinostheimer platzieren konnten. Auch
unsere Frauenabteilung ließ sich in Alzenau nicht lumpen.
Von Silke
Hippler erwarteten wir schon, dass sie die B-Jugend gewinnt,
aber nicht unbedingt drei Minuten schneller als letztes Mal. Die
Frau vom Coach, Ingrid
Höfer, schien sich während des Rennens an die ausgegebene
Marschroute zu halten. Sie holt den Sieg ihrer Altersklasse und
winkt den Jüngeren immer wieder mal mit dem Zaunpfahl. Gefreut
haben sich alle über das Mitwirken von Katja
Stenger. Sie befindet sich zwar nicht voll im Training, erreichte
aber trotzdem Platz zwei in der W40. Neben dem Dreifacherfolg gingen
an die TSG weitere zehn Podestplätze, davon alleine sechs Altersklassensiege.
Hier die Ergebnisse
unseres Teams. |
13.09.2007
Der Ötztaler Radmarathon ist wirklich nichts
für Weicheier
Die
Ergebnisliste
mit allen Zwischenzeiten steht schon länger online, doch Informationen
über die Erlebnisse unserer Freaks während des Ötztaler
Radmarathons sind bisher spärlich geflossen und verhinderten
bislang einen Kurzbericht. Das wird hiermit nachgeholt, denn über
ein solch strapaziöses Event kann man nicht einfach hinwegsehen.
Michael
Schwarz hängte direkt an das Rennen seinen Jahresurlaub,
Christian
Meidhof stürzte sich in beruflichen Stress - schickte aber
trotzdem einige aufschlussreiche Zeilen - und auch Markus
Zschirpe war bis Anfang der Woche leider ständig unterwegs.
Dieses Trio stellte sich also vor gut zwei Wochen mit fast 4000
weiteren Unentwegten dieser Mordsschinderei über vier
Alpenpässe mit 238 Kilometern und 5500 Höhenmetern!
Christian nahm die Tour bereits zum dritten Mal in Angriff, reiste
mit seiner Judith erst samstags an und trieb den Puls auf den vollen
Autobahnen schon mal nach oben. Eine halbe Stunde nach dem Eintreffen
in Sölden, saß er schon auf
dem Bike und drehte mit Michael und Markus eine kleine Runde.
Renntag
6.00Uhr: Traumwetter und beste Voraussetzungen für Bestzeiten.
Michael holt Christian mit seinen beiden Freunden an der Pension
ab. Er ist eingepackt wie ein Eskimo, bei 7°C
sogar verständlich. Die Freunde interessieren sich noch für
den "Christbaumschmuck" an Michaels Rennrad, der sich
als Powergels entpuppte, die mit Tesafilm an sämtlichen freien
Stellen festgeklebt waren. Aber dann gings schon los. Sie fanden
sich beim Start an der 1000m Marke, also genau 1000m vor der Startlinie
wieder, einige tausend Mitstreiter vor sich. Die ersten 30km führten
hinab nach Ötz. Wer kann sich schon
vorstellen, was in einem Feld von fast 4000 Rennradfahrern alles
passieren kann, wenn sie in rasender Geschwindigkeit ein Tal hinab
fahren. "Es ist brandgefährlich und
man muss höllisch aufpassen. Die Abfahrten hier sind echt der
Knaller und ich war immer froh, als es wieder bergauf ging",
erzählt Christian. Hinter Ötz führte die Passstraße
dann zum Kühtai hoch. Es lief für
die Jungs recht gut und das Feld zog sich so langsam auseinander.
Dann erwischten sie eine gute Gruppe, die sie relativ locker über
den Brenner brachte. Am Jaufenpass versuchte
Michael sich abzusetzen, was ihm anfangs ganz gut gelang. Er bewegte
sich aber immer in Christians Sichtweite und auf der Passhöhe
fuhren sie wieder auf gleicher Höhe. Später dementierte
Michael einen Ausreißversuch: "Es
handelte sich lediglich um ein stoisches Pedalieren mit Bauchproblemen
ohne Wahrnehmung der Umwelt. Deswegen ist der Christbaum mit fast
komplettem Baumschmuck wieder im Ziel eingefahren".
Auf der darauf folgenden Abfahrt erwischte Christian eine sehr gute
Gruppe, die ihn schnell und ohne Angst den Berg hinunter brachte.
Michael fühlte sich auf dieser Abfahrt nicht besonders, denn
die Truppe um ihn herum verhielt sich alles andere als homogen.
Deshalb verlor er bis St.Leonard etwas
an Zeit und bekam dann am krassen Timmelsjoch
mit seinen 30km und 1780hm
echte Probleme. "Ich bin mit meinem Ergebnis
gar nicht zufrieden. Bei meiner Premiere war für mich das Ankommen
wichtig. Es war zwar nicht mein Tag, aber eine qualvolle Traumtour",
fasste Michael seine Gefühle hinterher zusammen. An der Verpflegungsstelle
Schönau traf er wieder auf seinen
Teamkollegen, der inzwischen verpflegt und fürs Weiterfahren
bereit stand. Dort schlossen sie für die letzten 25 Kilometer
und 1000 Höhenmeter eine Zweckgemeinschaft, die beiden das
Ausreißen verbot. Als Rekordtempo innerhalb des Rennens hielt
der Tacho übrigens kaum zu fassende 96km/h
fest! Nach einer reinen Bergaufzeit von 2:33h erreichten sie das
Timmelsjoch (2509m). Das war dann fast die ganze Miete. Auf den
letzten Kilometern gaben sie noch mal alles, rasten mit über
70km/h nach Sölden hinein und überquerten am Ende einer
geilen Tour, bei traumhaftem Wetter, nach 9:51:59h
gemeinsam die Ziellinie. Markus Zschirpe verließ seine Teamkameraden
bereits auf der Tour nach Ötz, ließ sich insgesamt anderthalb
Stunden mehr Zeit und labte sich - im Gegensatz zu seinen Sportfreunden
- vermutlich ausgiebiger an den irren Ausblicken und der herrlichen
Landschaft. Es ist halt schade, dass er in diesem Bericht zu kurz
kommt. Hier nochmal der Link zur Ergebnisliste.
Im Bilderalbum liegt dazu eine kleine Fotoserie
mit eindrucksvollen Aufnahmen. |
12.09.2007
Volker Hain langte beim Alzenauer Triathlon kräftig
hin Bei
seiner Alpenüberquerung per MTB mit Michael
und Dirk
tankte er kräftig auf und beim kurzen Alzenauer Triathlon gab
er am Sonntag ordentlich Gas. Und wie im letzten Jahr arbeitete sich
Volker Hain
an die erste Stelle
unserer internen Ergebnisliste
vor. Insgesamt waren genau 30 Kilometer zu bewältigen, davon
600m im kalten Meerhofsee, 22,8km
mit dem Rennrad auf zwei Runden in und um Alzenau und noch 6,6km
per pedes auf einer Wendepunktstrecke im Alzenauer Wald. Weil Volker
nur 1:11:00h für den gesamten Wettkampf
verbrauchte, landete er verdientermaßen auf Platz drei im Gesamtfeld
der 194 Finisher. Trocken wie immer kommentierte er den Wettkampfverlauf:
"Bei mir lief's top! Wasser sehr kalt. Rad
absolut Windschatten frei. Laufen ohne Probleme". Mehr
muss man eigentlich gar nicht wissen. Sein Kollege Bernie
Schneider steuert sportlich in dieser Saison nichts Konkretes
mehr an, tobte sich in der AK40 noch ein letztes Mal aus und wird
also nach Silvester nicht nur das Jahr sondern auch die Altersklasse
wechseln. Rang zwei im Team und fünf in der AK schaffte er in
1:19:57h. Immer stabiler agiert unsere junge
Triathletin Silke
Hippler. Von den 26 weiblichen Finishern musste sie lediglich
eine einzige, allerdings enorm starke Kontrahentin, passieren lassen.
Den Rest beherrschte sie in 1:27:04h mehr
oder weniger deutlich. Hier noch mal die Ergebnisse
in der Zusammenfassung. |
11.09.2007
Triathlon Giessen: Saisonabschluss über
die olympische Distanz
Die
Triathlonsaison nähert sich ihrem Ende. Das Wetter ist auch
nicht mehr das, was es früher mal war und das kalte Lahnwasser
nahm den Athlet(inn)en am Sonntag in Gießen sowieso den Spaß.
Irritiert war unsere vierköpfige Truppe gleich zu Beginn, weil
der Veranstalter trotz 42 Euro Startgeld nicht mal die obligatorische
Bademütze ins Paket packte. Die hast du für die 1500m
aber dringend gebraucht, bei geschätzter Wassertemperatur von
15°C! Schwimmtalent Alexander
Harwarth vermied es bis zur ersten Boje, den Kopf ins Wasser
zu legen, weils einfach richtig weh tat. "Trotzdem
konnte ich mein Tempo halten und als Dritter aus dem Wasser steigen".
In der Ergebnisliste wird er allerdings an zweiter Stelle geführt,
weil der vor ihm Platzierte im Verlauf des Rennens ausstieg. Total
ausgekühlt wechselte Alex also nach 23:02min
aufs Rennrad und trat sofort richtig in die Pedale um warm zu werden.
Zuerst spürte er schlichtweg seine Füße nicht, dann
hatte er - bedingt durch die Kälte - große Probleme beim
Druckaufbau. Als er nach der ersten Runde endlich auf Temperatur
kam spürte er auch schon, dass er das Rennen einfach zu schnell
angegangen war. "So musste ich nach 20km
dem Tempo Tribut zollen und kämpfte mit einem Krampf im hinteren
Oberschenkel". Mittlerweile lag Alex schon auf Platz
sechs, musste aber auf dem Weg in eine zweite Wechselzone - nach
35km - noch einen Kontrahenten passieren lassen. Mit Glück
und Geschick verteidigte er diesen Platz auf einer sehr eigenwilligen
Laufstrecke, auf der Treppen und Brücken den Laufrhythmus störten.
Sechs Runden mit jeweils drei Wendepunkten sind schon happig. Da
gehts nur ums Abbremsen und Beschleunigen. Nach 2:16:12h
überquert Alex die Ziellinie, rettet relativ sicher Platz sieben
und besorgt sich auch noch den Titel in seiner Altersklasse.
Zwei
Plätze und knapp zwei Minuten später erschien Stefan
Günther. Trotz der widrigen Umstände verbesserte er
sich bei seiner dritten Teilnahme um mehr als siebzehn Minuten gegenüber
dem Vorjahr. Nach seinen beiden erfolgreichen Wochenenden im Rodgau
und in Hamburg "war ich gespannt, was noch
in den Beinen ist". Außerdem sollte der Saisonabschluss
ein guter werden, deshalb verfolgte er exakt einen im Hinterkopf
gespeicherten Zeitplan. Die gute Nachricht: alles was Stefan sich
vornahm, funktionierte diesmal. Er blieb auf dieser echten Kurzdistanz
(1,5km/40km/10km) in allen drei Disziplinen
im selbst gesteckten Soll, schaffte nach 2:18:08h
Platz sieben im Gesamtfeld und rutschte tatsächlich erstmals
auf einen Podestplatz seiner Altersklasse. Leider mussten unsere
erfolgreichen Triathleten nach dem Wettkampf feststellen, dass dem
Veranstalter die Altersklassenwertung offenbar nicht erwähnenswert
war. So
verschwanden sowohl Stefans als auch Alex schöne Leistungen
mangels Siegerehrung in der breiten Masse. Stefan fand übrigens
bei jedem seiner Starts in Gießen eine andere Laufstrecke
vor. Diesmal waren es sechs Runden durch die Innenstadt, alle paar
Meter Wendepunkte und eingebaute Schikanen, "da
findest du keinen Tritt". Eine zweite Wechselzone ist
selten und war für ihn auch mal was Neues. Die fehlende Bademütze
brachte ihn, wenn auch nur kurzzeitig, in
Bedrängnis: "Es war einfach nur klalt,
so schlimm wie noch nie. Aber die Zeit war super - 26:59min".
Auf dem Rad kommt er, aus den bekannten Gründen, erst nach
10km in Fahrt, aber es reichte für einen 36er Schnitt und tolle
1:07:41h. Damit rückte er seinem
Teamkollegen zeitweise recht nahe auf die Pelle. Aber Alex profitierte
von seiner Schwimmleistung, rettete seinen dabei erkämpften
Vorsprung bis ins Ziel und blieb in der internen Wertung vorne.
Stefan bemängelte beim Laufen, dass sich die Athleten wegen
fehlender Km-Angaben zeitlich nicht orientieren konnten. "Dafür
gab es null Stimmung, einen Drehwurm und zusätzlich Blasen".
Mit von der Partie waren diesmal zwei neue Mitglieder unserer Abteilung,
die wir in den nächsten Tagen vorstellen wollen. Es handelt
sich wieder mal um ein sportliches Pärchen. Die Schwimmzeit
von Michaela Schmutzer von 23:43min,
bei diesen schwierigen äußeren Bedingungen, lässt
auf eine solide Ausbildung im Wasser schließen. Sie wurde
bisher auch nur beim Schwimmtraining im Vitamar gesichtet, zusammen
mit ihrem Lebensgefährten Jan-Henrik Pitz.
Jetzt wagten sich beide gleich auf die Mitteldistanz. Michaela ließ
maximal vier Konkurrentinnen passieren und gewann sogar ihre Altersklasse.
Ich hoffe, dass wir bald größere Bilder bekommen werden.
Unsere hausinternen Fotografen müssen sich erstmal an die neuen
Gesichter gewöhnen. Hier gehts zur Ergebnisliste
und einer kleinen Fotoserie. |
10.09.2007
Deutliche Siege von Claudia und Uwe beim Elsenfelder
Halbmarathon Der
3. Lauftag des Landkreises Miltenberg brachte wieder mal einen Doppelerfolg
für unser Team. Sowohl Claudia
Hille als auch Uwe
Reinke holten sich mangels stärkerer Konkurrenz mit jeweils
deutlichem Abstand ungefährdet den Titel auf der Halbmarathonstrecke.
Die
angenehm zu laufende und äußerst abwechslungsreiche Strecke
führte in einer Schleife durch den Elsenfelder Staatsforst und
anschließend als Wendepunktstrecke entlang der alten Spessartdampfbahntrasse
bis nach Eschau und wieder zurück. Die Strecke ist landschaftlich
sehr reizvoll, wirkt auf die Läufer(innen) fast eben, beinhaltet
aber trotzdem 235 Höhenmeter. Uwe riss sein Soll in recht ordentlichen
1:17:16h herunter und blieb damit 46 Sekunden
über seiner Zeit von 2006, die er allerdings damals gegen starke
Konkurrenz regelrecht erkämpfen musste. In Claudis Weblog
informierte sie uns gestern über ein Mißgeschick, das sie
150 Euro kostete. Wenn man halt einen Streckenrekord verbessern will,
sollte man genau wissen, wo der alte steht. Mit ihren 1:25:23h
kam sie ihrer Form - vor dem Antalya-Marathon im März - schon
ziemlich nahe, zur neuen Bestzeit fehlte ihr gestern
aber eine Sekunde! Auf dem Zielfoto scheint sie sich schon über
den Gutschein zu freuen..... Mario
Stenger lief, nach eigenem Bekunden, im lockeren Trainingslauf
(1:22:53h) auf Gesamtplatz sechs vor "und
jetzt ziehe ich für Frankfurt gnadenlos an". Gefreut
haben wir uns über den Start unseres Teamkollegen und Landrat
Dr. Uli Reuter, der natürlich beim
benachbarten Landkreis seine sportliche Visitenkarte abgeben musste.
Trotz seiner derzeit seltenen Starts lieferte er in 1:36:13h
eine wirklich ansprechende Leistung ab. Ich würde gerne wissen,
ob es in Deutschland einen fitteren oder schnelleren Landrat gibt!
Seine Schwägerin Birgit
bringt sich gerade für den Frankfurt Marathon in Form und kann
sich dabei auf ihren Trainingspartner und Tempomacher Norbert
Stein verlassen. Vom Start bis zum Ziel passte zwischen beide
kein Blatt Papier. Kein Wunder, denn die ausgegebene Marschroute lag
darin, den Puls keinesfalls über 150 Schläge zu bringen.
Das steht so in Wolfis
Trainingsplan. Mit kleinen Windschattenvorteilen schafft sie es trotzdem
noch bis auf Platz drei ihrer Altersklasse. Ihre Zeit von 1:44:40h
liegt exakt im geplanten Marathonrhythmus, reicht allerdings noch
nicht, um eine Wette mit ihrem Harald
zu gewinnen. Inzwischen sickerte nämlich durch, dass Birgit beim
Aschaffenburger Halbmarathon schneller laufen
will als er. Im Erfolgsfalle spendiert der Ehe- und Trainingspartner
in Personalunion ein exponiertes Rennrad, das ein Ironmanrennen locker
übersteht. Harald weilt gerade beruflich in Singapore, ist deshalb
mit seinen Wettkämpfen etwas im Rückstand. Seine Gattin
wird sich in den folgenden vier Wochen noch erheblich steigern müssen,
um ihr ehrgeiziges Ansinnen in die Tat umzusetzen. Trotzdem lässt
der sich die Butter nicht vom Brot nehmen, da bin ich mir sicher!
Einen tollen Service bietet der Veranstalter allen Teilnehmern, indem
er auf Wunsch die digitalen Originalfotos aus seiner Bildergalerie
bereitwillig per eMail zuschickt. Die Bilder in diesem Bericht entstammen
ebenfalls aus dieser Quelle. Dafür herzlichen Dank. Und hier
die Ergebnisliste
im Überblick. |
08.09.2007
When the Wind Blows - Stürme auf St. Helena
 Der
St. Helena Independent
informiert auf Seite eins seiner gestrigen Ausgabe vom schlimmen
Sturm, der auf der Südseeinsel letzte Woche wütete und
viel Unheil anrichtete. Diese Nachricht würde uns vielleicht
nur am Rande interessieren, wäre nicht ein Teamkollege von
uns betroffen. Wie mehrfach berichtet, weilt Stefan
Schlett seit mehreren Wochen auf dieser Insel, übrigens
die einzige im Angolabecken, in deren Nähe das Meer eine Tiefe
von über 6000m erreicht und durch
Vulkanismus empor gehobenen wurde. Stefan ist - wie den übrigen
Bewohnern auch - nichts passiert, davon konnten wir uns bereits
auf Seite vier des 28-seitigen wöchentlichen Inselblattes überzeugen.
Er startete nämlich am letzten Samstag einen Angriff auf seinen
eigenen Rekord auf der Jacobs Ladder in St. Helena.
Organisiert wurde dies von der lokalen Radiostation Saint
FM und durchgeführt von der NASA
(National Amateur Sports Association of St. Helena). Auf der Monstertreppe
mit ihren 699 Stufen und 180
Höhenmetern war er 5:11min unterwegs.
Er blieb dabei sechs Sekunden unter dem alten Rekord und sammelte
nebenbei etwa 500 Euro für die örtliche
Krebshilfe! "Der Trip war die Hölle
und kostete mich wieder einen Tag Keuchhusten. Aber die 18 Trainingsdurchgänge
(alle zwischen 5:56 und 6:59min) in den vergangenen drei Wochen
hatten sich somit gelohnt",
übermittelte uns Stefan sowohl Gefühlslage als auch Trainingsplan
per eMail. Um seine Leistung besser verstehen zu können, muss
man wissen, dass diese Stufen nicht mit denen in unseren Häusern
zu vergleichen sind. Die Steigungshöhe pro Stufe beträgt
bei uns um die 17 Zentimeter, aber jede einzelne Stufe auf dieser
Jacobs Ladder hat unglaubliche 28cm. Direkt
im Anschluss erhielt der alte und neue Treppenkönig zur Belohnung
eine Flasche TUNGI. Eine herrliche Trophäe in Form einer Treppe,
auf deren Rückseite die Geschichte der Jacobs Ladder steht,
und mit 43%-igem Kaktusschnaps gefüllt ist. Die Brennerei befindet
sich direkt neben dieser Treppe. Sie brennt den Schnaps aus Kakteen,
die auf St. Helena in riesigen Mengen gedeihen. Neben der Einladung
zum Dinner akzeptierte Stefan eine umgehende Führung durch
die Brennerei, deren Destillationsanlage eine Spezialanfertigung
einer deutschen Firma vom Bodensee ist. Inzwischen wurde er im Rahmen
einer offiziellen Zeremonie geehrt, erhielt die Urkunde für
den neuen Rekord und äußert sich in gewohnter Form: "Ein
dreifaches Halleluja aus dem Süden sendet der alte und neue
Treppenkönig von St. Helena". |
07.09.2007
Grevenmacher Duathlon mutiert langsam zum Höfer-Event
Im
luxembourgischen Grevenmacher hat Wolfi
Höfer anscheinend eine Dauerkarte gebucht. Dort wird seit
Jahren sein Lieblingsduathlon hervorragend organisiert. Diese
Klasseveranstaltung wird immer mehr zum Höfer-Event,
denn dieses Mal reiste neben seiner Frau Ingrid
wiederum Bruder Jürgen
nebst Gattin Dagmar mit ins nahe Ausland.
Besondere Freude hatte Wolfi an diesem Wochenende, weil erstmals
Tochter Nicole dem familären Druck
nachgab
und auch noch ihren Freund Freddy verplichtete.
Und diesen drahtigen jungen Mann sollten wir uns merken: er belegte
gleich den dritten Platz im PROMO-Duathlon (3km/25km/3km).
Am Kurzduathlon, mit seinen insgesamt 31 Kilometern, beteiligten
sich übrigens fünf Mitglieder dieser illustren Reisegesellschaft.
Damit diese harmonische Angelegenheit allen Beteiligten etwas länger
in Erinnerung bleibt, packten wir allesamt in unsere gemeinsame
Ergebnisliste.
Ein weiterer Duathlet aus unserem Team, dem keine verwandschaftlichen
Verbindungen zu den Höfers nachgesagt werden, trug sich - nachdem
er vergangenes Jahr dort debütierte - ebenfalls wieder in die
Finisherliste ein. Roger
Uhl stieg in Grevenmacher nach mehrwöchiger Wettkampfpause
endlich in die Marathonvorbereitung ein, das war 2006 nicht anders.
Er hatte viel Spaß am Rennen, weil er zu diesem Zeitpunkt
längst nicht an seine Leistungsgrenzen ging. So konnte er die
beeindruckende Landschaft im hügeligen Hinterland oder an der
idylischen Mosel, bei angenehmen Temperaturen, mehr genießen
als es sonst der Fall ist. Trotzdem mussten die Distanzen 10km/100km/12km
erst mal bewältigt werden. Bei seinem ersten Lauf, der auf
der Moselpromenade in einer kleinen und drei größeren
Runden ausgetragen wurde, überraschte er sich zunächst
mal selbst. Die gestoppten 35:46min waren
erste Sahne und bedeuteten im 89-köpfigen Finisherfeld erst
mal Platz neun! Nach dem Wechsel aufs Rennrad gings bei kräftigem
Gegenwind auf den ersten zehn Kilometern an der Mosel entlang. Die
folgenden acht führten die Duathleten in die grenznahen Berge,
wobei sie etwa 250 Höhenmeter zu bezwingen hatten. Auf den
letzten sieben Kilometern stürzten sie sich in rasante Abfahrten
Richtung Ziel. Diesen beschriebenen Kurs musste jeder vier Mal bewältigen,
um die ausgeschriebenen 100 Kilometer
vollzukriegen. Ob Roger schon gemerkt hat, dass seine Radzeit von
3:00:02h exakt eine Sekunde schneller
ist als 2006? Auf der abschließenden Laufstrecke über
zwölf Kilometer hatte er wegen seines angemessenen Wettkampftempos
nichts zu büßen: "ich war über
die achtschnellste Zeit (49:22min) überrascht, weil ich den
Lauf als locker empfand". Jedenfalls reicht die Gesamtzeit
von 4:25:10h zu Platz sieben seiner Altersklasse
und Rang 19 im Gesamtfeld. Glückwünsche nahm er im Ziel
zufrieden und gerne von Astrid
an, die sehr schöne Gründe hat, zurzeit keine Wettkämpfe
zu betreiben.
Wolfi
ist meistens voll des Lobes, wenn er aus Luxembourg zurück
kehrt. Damit meint er nicht nur seinen sportlichen Erfolg sondern
auch das wohltuende Miteinander. Er schwärmte von einer schönen
Zeit mit einer homogenen Truppe, zu der sich die uns bekannten Peter
und Lydia Ewert gesellten. Seiner abgelieferten Leistung zollen
wir höchsten Respekt, denn gleich zu Beginn legte er eine Saisonbestleistung
über zehn Kilometer hin. Innerhalb eines strapazierenden Duathlons
38:27min zu laufen, ist mehr als zufriedenstellend.
Und dem ist lange nicht genug. Er setzte sich aufs Rad, trotzte
dem Gegenwind und lieferte auf seinem Husarenritt eine grandiose
Leistung ab. Duathlonbestzeit in 3:02:33h,
fast sechs Minuten schneller als beim letzten Mal. Die vielen Anstiege
machen halt zierlichen Kerlchen mehr Freude als den ausgewachsenen
Triathleten, oder? Bei den letzten zwölf
Kilometern, die bekanntermaßen zu Fuß zurückgelegt
werden müssen: "kam es wie es kommen
musste. Mit drei Krämpfen, die mich einige Minuten kosteten,
hatte ich zu kämpfen". Doch Wolfis Zeit von 56:24min
war immer noch zweieinhalb Minuten besser als vergangenes Jahr,
als er sogar seine Altersklasse gewann. "Die
Gesamtzeit von 4:37:24h ist die beste Zeit, die ich in Grevenmacher
je erreicht habe", erklärt uns der zufriedene Anführer
mit Stolz. Man
muss sich das mal vorstellen: Wolfi verbessert seine Vorjahresleistung
um mehr als zehn Minuten und rutscht in der AK45 trotzdem von Platz
eins auf fünf! Daran sieht man deutlich, welche starke Konkurrenz
in diesen Jahrgängen nachgewachsen ist. Ich mache sicherlich
kein großes Geheimnis daraus, wenn ich sage, dass Wolfi im
nächsten Jahr die Altersklasse wechselt. Dann brummts wieder.
Auch Ingrid
hat im letzten Jahr ihrer AK noch mal kräftig hingelangt. Sie
verteidigte auf den Kurzstrecken nicht nur ihren Titel in der W45,
sondern verbesserte sich ebenfalls um mehr als vier Minuten. Man
sieht daran sehr klar, dass im Hause Höfer die Trainingspläne
passen. Das Geheimnis liegt vermutlich daran, dass das Thema Regeneration
besonders großen Raum einnimmt. Jürgen
tat sich - wohl überlegt - die Tortur der vergangenen Jahre
über die Langstrecke nicht mehr an. Was hat er in Grevenmacher
schon gelitten. Interessierte müssen nur den letzjährigen
Bericht
nachschlagen. Diesmal nahm er sich - wie der Rest der Truppe auch
- den weniger anstrengenden, weil kürzeren Duathlon vor. Hier
noch mal alle Einzelergebnisse
zum Nachlesen. |
06.09.2007
Klasseleistung von Stefan Eckrich beim Köln
Triathlon Cologne226
Viel
Sand im Getriebe hatten die Kölner Veranstalter am Wochenende,
denn sie bürdeten sich ein großes und schwer zu stemmendes
Projekt auf. Die kritischen Töne waren auch bei unserem Teamkameraden
Stefan
Eckrich heraus zu hören. Zu überdenken ist das Wettkampfkonzept,
eine Mitteldistanz mit einem Rennen über die Ironmanstrecke
zu vermischen. Das hat bisher noch kein Veranstalter gewagt. Die
Teilnehmerzahl der Mitteldistanz (2500m/90km/21km),
die sich auch Stefan vornahm, war mit rund 900 gemeldeten Athleten
nach dem Wiesbadener 70.3
die höchste in ganz Deutschland. Und der darf sogar mit dem
Ironman-Logo werben. Es gelang aber, alles zu einem einigermaßen
ansprechenden Bild zusammen zu setzen. Die Verlegung des Ziels an
das Rheinufer in der Kölner Innenstadt wertete die Wettkampfstrecken
spürbar auf. Der
Fühlinger See erwies sich als erstklassiges Wettkampfareal,
das größere Organisationsprobleme gar nicht erst wuchern
lässt. Für Stefan war es ein würdiger Abschluss einer
tollen Saison. "Der Wettkampf lief richtig
gut. Ich hatte mir vorgenommen, normal zu schwimmen und auf dem
Rad richtig Dampf zu machen". Leider hat es der Veranstalter
- wie eingangs geschildert - mit der Teilnehmerzahl etwas zu gut
gemeint. "1200 Teilnehmer auf einem 45km
Rad-Rundkurs mit vier Wendepunkten ist wirklich kein Spaß".
Stefan verspürte wenig Lust, in einen Sturz verwickelt zu werden
und hielt einfach gnadenlos drauf. "Zum
Glück hatten wir auf der zweiten Runde einen schönen steifen
Seitenwind, der die Gruppen langsam aber sicher selektierte".
Mit der Zeit von 2:22:10h über die
90 Kilometer war er dann auch richtig zufrieden. Zusammen mit seiner
erstklassigen Schwimmzeit von 38:43min
über 2500m, lag er aussichtsreich
im Rennen. Der abschließende 21km
Laufkurs gestaltete sich dann richtig zäh. Die sieben Kilometer-Runde
um die Regattabahn lief noch richtig gut, "aber
die folgenden 14 einsamen Kilometer am Rhein entlang, mit unvollständigen
Kilometerangaben, machten wirklich keinen Spaß".
Vom seinem Gefühl her dachte Stefan, er wäre recht flott
unterwegs. Doch beim Blick aúf die Uhr, die bei 1:31:32h
stehen blieb, war er schon etwas entsetzt. Jedoch der Blick in die
Ergebnisliste
am Montag relativierte das Ganze wieder: die anderen waren auch
nicht schneller! Nach insgesamt 4:36:53h
überquert er als zweiter seiner Altersklasse die Ziellinie
und erreicht mit dieser tollen Leistung Platz 31
unter 480 Finishern. Das Gros der Mitteldistanzler
stellte dabei mit 175 Mann seine AK M40!
|
06.09.2007
Mühlheimer Volkslauf mit neuer Bestzeit
für Guido Vongries
Sein
Trainingsplan für Frankfurt scheint stimmig zu sein. Am Sonntag
überprüfte Guido
Vongries beim 35. Mühlheimer Volkslauf
erneut seine Form, stellte über 10000m
in 40:58min eine neue persönliche
Bestzeit auf und rutschte in unserer internen Bestenliste wieder
einige Plätze nach vorne. Er macht derzeit noch Sprünge
im Minutentakt. Im Juni war es beim Niedernberger
Honischlauf fast eine und nun sind es mehr als zwei Minuten!
Man sieht ihm seine wachsende Fitness tatsächlich auch an.
Der nebenberufliche Garten- und Landschaftsbauer wirkt inzwischen
drahtiger und will bei seinem nächsten Marathon anscheinend
wirklich was reißen. Die TG Dietesheim
verzeichnete bei ihrem traditionellen internationalen Lauf einen
Zuwachs von 40 Prozent im Vergleich zum
Vorjahr. Der Laufsport im Großraum Rhein-Main boomt also weiter.
Möglicherweise hängt dies auch damit zusammen, dass die
Wettbewerbe ausdrücklich als Benefizläufe zugunsten von
Uwe Heyser ausgeschrieben waren. Der frühere
Marathonläufer aus Mühlheim liegt nach einem Herzinfarkt
vor zwei Jahren heute noch im Wachkoma. Hoffentlich kann ihn seine
Frau bald aus einer Spezialklinik zurück ins umgebaute Haus
holen. Hier noch die Ergebnisliste. |
05.09.2007
Hamburger Cityman mit Stefan Günther auf
der olympischen Distanz
Unser
junger und recht angenehmer Teamkollege Stefan
Günther hats einfach gut. Wenn er auf eine Rundumbetreuung
angewiesen ist - das kommt bei einem Triathlon öfters vor -
kann er auf seine Mutter zählen. Sie weiß am besten,
was ihm wann fehlt. Sie erledigt Gänge, reicht Getränke,
fotografiert und übernimmt sicherlich auch Fahrdienste. Am
Wochende nahm er sie wieder mal fest in Beschlag, denn es ging zum
Hamburger Cityman. Donnerstag früh
reisten sie schon an, aber nicht wegen des Wettkampfes, sondern
wegen der Kultur. Man gönnte sich abends im Hamburger Hafen
das Musical: Der König der Löwen
und war vollends
zufrieden. Freitagmorgen Akkreditierung, kurz über die Messe
und anschließend bei den Rennen der ITU Junioren und U23 zugeschaut.
Trotz schlechtem Wetter hatte Hamburg super Stimmung. Abends gings
zur Pasta Party mit Wettkampfbesprechung und dann früh ins
Bett. Renntag: Der Platz für die Räder war richtig eng,
Lenker stand an Lenker. Für die Box war kaum Platz. Das ist
halt so, wenn man olympische - und Sprintdistanz zusammenlegt. Insgesamt
waren an diesem Tag etwa 3500 Athleten am Start, wovon die Olympischen
alleine 1759 Triathlet(inn)en stellten. Die einzelnen Blöcke
schickten die Veranstalter im 10-Minuten Rhythmus ins Wasser, Stefan
schwamm um 7.50Uhr im dritten. Seine eigene Vorgabe von 27 Minuten
verpasste er um fast drei Minuten. Knapp 17°C
Wassertemperatur ziehen über 1500m
eine Menge Energie, aber das weiß man ja vorher schon. Auf
seiner linken Startposition ging er die ersten Meter schnell an,
um allen Beinen und Armen aus dem Weg zu gehen. Bis zur Wende klappte
diese Taktik ganz gut, dann wurde es ein bisschen eng, es verlief
aber alles noch im Rahmen. Der Wechsel zog sich über 4:22min
hin, weil die Wechselzone um die 800m lang war. Bei kaltem Wetter
und böigem Wind kam Stefan nach zehn schweren Kilometern richtig
in Schwung und spürte frühzeitig, dass er den Zeitverlust
vom Schwimmen
auf den folgenden 30km gleich wieder gut machen kann. "Ganz
neu war für mich, dass ich nur am Überholen war und selbst
nur fünf Fahrer ziehen lassen musste. Es war fast wie letztes
Wochenende in Rodgau". Beim Wechsel in die Laufschuhe
gabs kein Gedränge, weil seine Nachbarn noch unterwegs waren.
So kam bei ihm jede Menge Freude auf. Auf der Laufstrecke über
10 Kilometer regnete es wieder. "Meine Beine
waren gut, der erste Kilometer mit 4:37min war mal wieder nicht
der Beste, aber dann lief ich recht konstant zwischen 4:15 und 4:30.
Auf den letzten drei Kilometern konnte ich noch mal anziehen auf
4:10, 4:13 und 3:52". Im Ziel standen dann 2:28:27h
auf seiner Uhr, eineinhalb Minuten besser als geplant. Schnell zurück
ins Appartment, frisch gemacht und nachmittags guckten sie die Frauenelite.
Sonntagmorgen Hamburg: Fischmarkt! Dann zurück zur Innenstadt
und Trbünenplatz sichern für das superspannende Rennen
der Männerelite mit glücklichem Ende für Daniel
Unger. Nee nee, das Wetter in Hamburg is einfach nix, es
fängt schon wieder an zu regnen. Am Montag reisten sie dann
zurück und hatten viel zu erzählen. Stefans einzelnen
Splitzeiten sind in der Ergebnisliste
nachzulesen. Und im Fotoalbum liegen Mutters Bilder. |
03.09.2007
Andreas Heilmann erwischte einen rabenschwarzen
Tag
Mit
Bad Liebenzell verbindet Andreas
gute Erinnerungen, denn hier feierte er in der Vergangenheit schöne
sportliche Erfolge. Der gestrige Tag führte ihn erneut an seine
alte Wirkungsstätte und wird ihm ebenfalls noch eine Weile
im Gedächtnis bleiben, denn es war nach seinem Bekunden ein
wirklich rabenschwarzer. Vorgenommen hatte er sich die 31.
Deutschen Meisterschaften, aber nicht über die gewohnten
5000m oder 10000m, sondern über die Halbmarathondistanz, die
er vor elf Monaten erstmals in sein Programm einbaute. Zu unserer
Überraschung wurde er Anfang März über jene 21,1km
schon Unterfränkischer Meister in 1:11:39h.
Mit diesem tollen Ergebnis im Hinterkopf schraubte er sicherlich
seine Ambitionen und Erwartungen nun etwas höher - doch es
kam alles anders. Der Stress begann bereits auf der Autobahn, als
sie nach wenigen Kilometern direkt in eine Vollsperrung auf der
A3 gerieten. Nach Jahren geglückter Anreisen hatten sie sich
nicht ausreichend über etwaige Verkehrshindernisse informiert.
Eineinhalb Stunden Schrittgeschwindigkeit verursachten bei Andreas
erste Adrenalinschübe; da kannst du dich auch als Beifahrer
nicht entspannen. Sie kommen zwar rechtzeitig an, ein optimaler
Start in den Tag verläuft aber anders.
"Während
des Wettkampfes habe ich so gelitten, wie noch nie in meiner bisherigen
Läuferkarriere. Mehr von solchen verkorksten Wettkämpfen
- ich würde keine Rennen mehr bestreiten". Solche
Aussagen hörte ich bislang noch nicht von unserem ehrgeizigen
Teamkollegen und ich bin mir sicher, dass er nach dieser so genannten
Niederlage zu hart mit sich ins Gericht zieht. Im Hinblick auf seine
gesamte Saison wird er dieses Erlebnis als einmalige Verkettung
misslicher Umstände abhaken und die richtigen Schlüsse
daraus ziehen. Andreas war weit davon entfernt, irgendwelche Erklärungen
oder Entschuldigungen für nicht erreichte Ziele zu finden,
im Gegenteil. Er mag auch keine Sportberichte, in denen nur Positivergebnisse
publiziert werden. Deshalb nannte er ungeschminkt die Faktoren,
die ein besseres Abschneiden
verhindert haben. Dazu zählt er die Überschätzung
der eigenen Form: "In einer sehr erfolgreichen
Saison will ich auch über die Halbmarathonstrecke eine besonders
gute Zeit. Dabei habe ich aber nicht einkalkuliert, dass die Saison
schon lange dauert und mir die Grundlagen aus dem Winter sowie zurzeit
das gewohnte Erlanger Trainingsterrain fehlen". Er kritisiert
sein zu schnelles Anlaufen. Bisher praktizierte Andreas gute Renneinteilungen
selbst, doch am Sonntag startete er viel zu schnell und orientiere
sich an Bekannten aus Bayern und Hessen, die er unter besseren Voraussetzungen
über zehn Kilometer schon hinter sich lassen konnte. "Bereits
nach fünf Kilometern in 16:12min bekomme ich mein Harakiri
zu spüren, quäle mich aber fast über eine Stunde",
weil er noch nie ein Wettkampf aufgegeben hatte. Andreas wollte
in dieser Hinsicht seine weiße Weste behalten. Diese Haltung
kostete ihn mental und körperlich soviel, dass er sich weitere
Starts in diesem Jahr überlegen wird. Dieser aufrichtige Einblick
in sein Seelenleben ist aller Ehren wert. Seine klare Analyse zeigt
uns aber auch, dass er seine Fehler kennt und die richtigen Lehren
daraus ziehen wird. Erfahrungen sind die besten Lehrer! Und zu guter
letzt sollte auch über das Ergebnis berichtet werden. Andreas
erreichte das Ziel nach 1:12:57h und lief
auf Platz 42 in der Gesamtwertung. Seine Eltern begleiteten und
betreuten ihn, die Mutter schoss die Erinnerungsfotos. |
02.09.2007
Powerman Zofingen - zu lang, zu hart und immer
Regen
So
titelte die Fachzeitschrift Triathlon
in ihrer Februarausgabe des letzten Jahres, als sie über die
Worldchampionships in Zofingen berichtete. In diesem angeblich härtesten
Langstrecken-Duathlon der Welt versuchten sich schon Jürgen
Zäck, Mark Allen, Thomas Hellriegel und Normann
Stadler. Sie konnten den Powerman aber nie ins Herz schließen,
denn der erste Lauf vor der Raddisziplin strapaziere die Muskulatur
viel mehr als der Schwimmauftakt beim Ironman. Und das war der eigentliche
Grund dafür, dass Oliver
Assmus das schweizer Rennen als Saisonhighlight buchte. Seine
derzeitige Schwimmleistung spottet - nach eigener Aussage - jeder
Beschreibung. Also besorgte er sich von seinen erfahrenen Teamkollegen
Arnd und
Wolfi,
die sich in Zofingen bestens auskennen, noch einige Tipps und reiste
bereits am Freitag an, um die Schauplätze zu checken. Der erste
Laufkursus führte über zwei Runden zu je fünf Kilometer,
die jeweils zur Hälfte aus asphaltierten Straßen und
Waldwegen bestanden. Die Strecke begann sofort mit einer Steigung
und wies insgesamt 200 Höhenmeter
auf. Die selektive Radstrecke umfasste
genau 50 Kilometer, war drei Mal zu durchfahren
und beinhaltete mehr als 1600 Höhenmeter.
Als Sahnehäubchen bezeichnete Oliver die zweite Laufstrecke
mit ihren 30 Kilometern und 530
Höhenmetern, anscheinend weil sie oben drauf kommt. Und er
wusste, dass es auf diesem Kurs nur darum geht, die Kräfte
gut einzuteilen. Er tröstete sich damit, dass in diesem Jahr
das Wetter mitspielte und die Teilnehmer mit strahlendem Sonnenschein
begeisterte. Sonntagmorgen 8.58Uhr schickte der Starter das über
250 Teilnehmer zählende männliche Hauptfeld in Bewegung.
Mit den beiden Laufrunden war Oliver noch zufrieden, obwohl ihn
das Höhenprofil einiges an Kraft kostete. Mit dem ersten Viertel
lief er in die Wechselzone ein und verlies diese nach flüssigem
Wechsel recht zügig. Die Radstrecke verlief auf den ersten
fünf Kilometern moderat, mit leichten Wellen. Es war an der
Zeit, den ersten Riegel zu vertilgen und sich auf die kommenden
Steigungen einzustellen. Der erste, mehrere Kilometer lange Anstieg
zur Richenthalhöhe hatte die unangenehme Eigenschaft, in seinem
Verlauf immer steiler zu werden. Später bemerkte er, dass es
bei den nächsten Anstiegen nicht anders war. "Als
ich dann mit dem Bodenberg den höchsten und steilsten Punkt
erreichte, war auch mir klar, warum dieser Powerman zu den härtesten
Wettbewerben zählt". Zurück Richtung Zofingen,
fuhr Oliver zum ersten Mal am Anschlag. "Die
zweite Runde verlief sehr zäh und besonders an den beiden steilen
Anstiegen musste ich einige Federn lassen". Erschwerend
kam hinzu, dass sein Rücken so schmerzte,
dass er streckenweise am Oberlenker fahren musste. In der letzten
Runde konnte er sich wieder erholen und wurde von der Vorfreude
beflügelt, das Rad endlich in die Ecke stellen zu können.
In der Wechselzone angekommen, fand er natürlich schon etliche
Räder einparkt vor. Los gings auf die zweite Laufstrecke, allerdings
nicht gerade leichtfüßig. "Meine
Beine fühlten sich schwer und verspannt an und mein Bewegungsablauf
glich dem eines Roboters". Oliver kämpfte sich
in der prallen Sonne die erste Steigung hinauf, jeder Schritt wurde
beschwerlicher und bei Kilometer zehn war er nahe dran, den Wettkampf
zu beenden! Gegen Ende eines solch strapaziösen Events geht
es nicht mehr ums Geniessen, sondern nur noch ums Überleben.
Seinen mentalen und körperlichen Tiefpunkt überwand er
teils gehend, teils laufend, auf den nächsten 13 Kilometern.
Inzwischen bei Kilometer 23 angekommen: "war
ich mittlerweile ziemlich nach hinten durchgereicht worden. An der
Verpflegung stieg ich jetzt auf Cola um und endlich kam die erhoffte
zweite Luft". Ein nettes Erlebnis am Rande hatte er
dann mit einem lustigen Italiener - Francesco aus Mailand. Der lief
auf ihn auf und versuchte ihn mit der Aussicht auf die schönsten
Dinge des Lebens zu motivieren, die es allerdings nur im Ziel gäbe.
"Seine gute Laune steckte mich an. Wir nahmen
mit einem für diesen Tag erstaunlich schnellen 5er-Schnitt
die letzten Kilometer in Angriff. Nach langen 8:50:21h war der ersehnte
Zieleinlauf ein bewegendes Erlebnis. Alles in allem ein toller Wettkampf
mit guter Organisation und perfektem Wetter. Das wird nicht mein
letzter Aufenthalt in Zofingen gewesen sein." Hier die
Ergebnisliste
mit den Splitzeiten. |
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