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2007 |
30.07.2007
Zugspitz-Extremberglauf mit Oliver Assmus
Er
liebt die Berge, das Schifahren und auch das Schneeschuhlaufen. Auf
der crossigen Goldbacher Winterserie, dem wilden Strietwälder
Crosslauf und unserer anspruchsvollen Lauftreffrunde fühlt sich
Oliver Assmus
deshalb besonders wohl. Wen wunderts, dass er sich nun für den
Extremberglauf auf Deutschlands höchsten
Berg - die Zugspitze - interessiert. Am
letzten Wochenende veranstaltete getgoing
seinen siebten Durchgang und konnte erneut einen Teilnehmerrekord
verzeichen. Oliver reiste also ins Wettersteingebirge, um beim Höhepunkt
der 3.Ehrwalder Laufwoche dabei zu sein, eben diesem Extremberglauf.
Insgesamt erreichten 735 Frauen und Männer das wegen eines Wintereinbruchs
vorgezogene Ziel am Sonnalpin. Unser Teamkamerad hielt sich wacker,
erreichte als 125. nach anstrengenden 2:23:53h
das Ziel, wird 27. in der Altersklasse M40 und holte sich seine Medaille
ab, die das Gipfelkreuz beinhaltet (Foto). Damit wir seine Erlebnisse
nachvollziehen können, schickte er uns einen Bericht und einige
Fotos........ >>>>weiterlesen |
29.07.2007
Volkslauf in Hausen und Einstieg in die Marathonvorbereitung
Die
meisten aus unserem Team, die heute früh in Hausen
gelaufen sind, finden wir auf der Starterliste für den Frankfurt
Marathon wieder, der traditionell Ende Oktober durchgeführt
wird. Den heutigen Sieger - Andreas
Heilmann - natürlich nicht, denn der hat sich bisher maximal
über die Halbmarathondistanz getraut, aber überaus erfolgreich.
Nach seinen Bahnwettkämpfen, von denen wir ausführlich
berichteten, legte Andreas eine kleine Sommerpause ein, um seinen
Bewegungsapparat zu schonen. Drei Wochen lockeres Training und gute
Erinnerungen an Hausen reichten ihm, um über 10km
zu starten. Gefordert wurde er nicht besonders, setzte sich nach
lockeren anderthalb Kilometern vom Feld ab und absolvierte die restliche
Strecke gleichmäßig im 3:15er
bis 3:20er Tempo. Unangefochten erreichte
Andreas nach 33:27min das Ziel und besorgte
sich so den Tagessieg. Seine weibliche Teamkollegin Birgit
Reuter tauchte nach
einer längeren Durststrecke auch wieder mal auf. Als engagierte
Berichterstatterin wurde sie in den letzten Wochen in unserer betriebsamen
Abteilung stark beansprucht. Doch jetzt gilt es in einer neuen Altersklasse
neue Maßstäbe zu setzen. Ihre 46:04min
sind zwar nicht das Maß aller Dinge, doch es ist ein guter
Einstieg in die neuen Vorhaben. Eine neue Bestmarke haben wir vom
dynamischen Jens
Bauer längst erwartet. Seine 37:08min
sind noch nicht das Ende der Fahnenstange, reichten aber im Starterfeld
von knapp 400 Teilnehmern zu einem starken
siebten Platz. Vier Plätze später lief schon Oliver
Assmus in 37:57min ein. Er befand
sich damit im Minutenbereich seiner stärksten Zeiten und gewann
damit überlegen die Altersklasse M40.
Triathlet Stefan
Günther zog am Donnerstagabend beim Schwimmtraining im
Vitamar seine Bahnen und quält unter der Woche sein Rennrad
so oft er kann. Seine wachsende Fitness wirkt sich zwangsläufig
auch auf die Laufdisziplin aus, was die 40:39min
von heute beweisen. Sie bedeuten für ihn eine weitere Bestzeit
über 10km, wenn auch nur um eine einzige Sekunde. Ein ehrgeiziges
Ziel hat sich Andreas
Schweibert für Frankfurt gesetzt und untermauert dies mit
einem anspruchsvollen Trainingsplan. Der fünfer Schnitt von
heute Morgen muss dann vier Mal hintereinander abgeliefert werden,
doch es sind ja noch zwölf Wochen Zeit.
Beim
Jedermannslauf über 5000m sahen wir
die emsige Silke
Hippler, die gestern beim Karlstädter Swim
and Run dominierte und anscheinend nicht klein zu kriegen
ist. Von Müdigkeit keine Spur, im Gegenteil. Sie gewinnt die
Klasse der 16 bis 19-Jährigen in 22:11min,
schrammt damit um eine Sekunde an ihrer Bestzeit vorbei und liegt
im 82-köpfigen Feld nur 15
Sekunden hinter der schnellsten Frau. Von ihr kriegen wir bald noch
mehr zu sehen, da bin ich mir absolut sicher. Und da wären
noch die umtriebigen Halbmarathoni, denen zehn Kilometer zu wenig
waren. Daniel
Morhard, letzte Woche in unserer Berichterstattung zum SEFRA-Lauf
untergegangen, weil er für die Firma eines Freundes startete,
lieferte nach meinen Aufzeichnungen erstmals überhaupt eine
Halbmarathonzeit ab. Diese 1:35:36h stehen
nun in unserer Bestenliste und deuten zum jetzigen Zeitpunkt darauf
hin, dass Daniel in Frankfurt was vor hat. Und Guido
Vongries zeigte erneut eine konstante Leistung und bewegte sich
ziemlich genau im Rahmen seiner derzeitigen Möglichkeiten.
Hier die interne Ergebnisliste
im Überblick. |
27.07.2007
Kurzurlaub mit dem Bike in den Dolomiten - Tobias
Hegmann erzählt: Endlich
hab ich etwas Zeit, um von unserem erlebnisreichen Wochenende zu erzählen.
Christian, ein Radfahrerkollege und ich, haben uns am Freitag letzter
Woche um 4:30 Uhr auf den Weg nach Calazei in den Dolomiten gemacht.
Nach gut siebenstündiger Anfahrt und der anschließenden
Zimmersuche, bauten wir unsere Räder zusammen und machten uns
sofort auf zur ersten Tour. Aus dem Buch „Die
schönsten Alpenpässe“ hatten wir uns die Sella-Ronda
ausgesucht, also eine Umrundung der Sella-Berggruppe. Mit dem Sellajoch
(2240m), dem Grödner Joch (2137m),
dem Campolongapass (1870m) und den Pordoipass
(2239m), mit seinen 33 Tornanti (Kehren), konnten wir uns einen ersten
Eindruck von der schönen Landschaft machen und schon ahnen, was
uns am nächsten Tag erwarten würde. Bei dieser Nachmittagstour
beließen wir es bei 64 Kilometern
und etwas über 2000 Höhenmetern.
Für den Samstag hatten wir uns einiges mehr vorgenommen. Nach
einem guten Abendessen schauten wir uns noch ein wenig das Städtchen
an, in dem zufällig auch noch das ganze Wochenende ein Fest mit
vielen Umzügen stattfand...... >>>weiterlesen |
26.07.2007
Bericht vom Allgäutriathlon modifiziert
Ihr habt es sicherlich schon gemerkt. Der Bericht vom Allgäutriathlon
wurde überarbeitet, nachdem unsere Jungs sich mühten, Infos
und Bilder an den Webmaster zu senden. Herzlichen Dank dafür
und nochmal der Hinweis: Ich kann nur berichten, wenn ich etwas weiß.
Unsere Abteilung ist inzwischen so gewachsen, dass es fast unmöglich
ist, montags alle TSG-ler aus den vielen Events heraus zu filtern.
Einige wenige Zeilen reichen mir, .......aber zügig. |
26.07.2007
- 25. Allgäu Triathlon
in Immenstadt - Stefan Eckrich war zum 10. Mal dabei!
Nach
Immenstadt am Alpsee, ins herrliche Urlaubsgebiet Allgäu, fährt
Stefan
Eckrich so oft es ihm möglich ist. Und das war heuer zum
zehnten Mal der Fall. Exakt mit dem Veranstalter feierte er also
Jubiläum, der Triathlonclub allerdings bereits zum 25. Mal.
Es handelt sich dabei ohne Übertreibung um Deutschlands traditionsreichsten
Triathlon, der alljährlich Breitensport mit Weltklasse bei
familiärem Flair in idealer Freizeit-Landschaft vereint. Zur
Belohnung durfte man in Immenstadt die Internationalen
Deutschen Meisterschaften in der Mitteldistanz
(2000m/92km/21km)
austragen. Stefan zeigte wiederum eine gute Schwimmleistung (30:38min),
pendelt sich bei seinem Lieblingsevent so um die 4:50h
ein und lieferte diesmal eines seiner besseren Ergebnisse ab. Er
wunderte sich bestimmt, als er seinen Teamgefährten Mario
Stenger antraf, der - genau wie er selbst - Anfang des Monats
beim Ironman Frankfurt einen großen Wettkampf ablieferte.
Und die Frankfurter Form verplempert man nicht so einfach sondern
versucht, sie so lange wie möglich
zu nutzen. Da kam Immenstadt gerade richtig. Mario braucht im Wasser
bekanntlich mehr Zeit als andere, motiviert sich aber anschließend
auf dem Land um so mehr. "Wenn du
beim Wechsel aufs Rad ein paar Hundert Athleten vor dir hast, macht
das anschließende Einsammeln auf dem Bike und zu Fuß
wirklich großen Spaß",
blickte er gestern Abend auf einen ordentlichen Wettkampf zurück.
Einen guten Bekannten - wenn auch nur aus dem Fernsehen - überholte
er auf der zweiten Laufrunde. Marcel Wüst
fuhr für Festina die Tour und landete inzwischen bei den Trias.
Allerdings, fügt Mario ehrlich hinzu, musste er selbst - im
Gegensatz zu diesem Radspezialisten - noch eine weitere Runde machen,
während dieser bereits ins Ziel durfte
Mit einem weiteren Mannschaftskollegen - Michael
Gerst - rechneten die beiden sicherlich nicht. Der hat nämlich
inzwischen ordentlich Triathlonluft geschnuppert und ist gerade
dabei, seinen Rhythmus zu finden. Also machte er während seines
Urlaubs mit Freundin Michaela
im Süden Deutschlands eine strapaziöse Zwischenstation,
um anschließend noch einige Tage der Regeneration am Bodensee
und Umgebung zu genießen. Morgens um 6.00Uhr
fand er zunächste eine trügerische Ruhe vor, die nach
dem Startschuss abrupt
vorbei war. Gewinnen sollte anscheinend der, der sich am längsten
über Wasser halten kann. Auf direkter Linie war mehr tauchen
als schwimmen angesagt, also nahm Michael einen kleinen Umweg, um
dem Gerdränge aus dem Weg zu gehen und erklärte später:
"Die Schwimmzeit war dadurch leider
nicht so gut wie geplant". Eine Strecke von 2000m
mit Hindernissen in 32:55min - das ist
für diesen Youngster doch auffallend gut..... aber er ist halt
nicht zufrieden. Den Wechsel aufs Rad bezeichnet er "einwandfrei"
und schwärmte dann von den landschaftlich wunderschönen
92 Radkilometern. Sie ist nicht seine
stärkste Disziplin, aber es lief weit aus besser als gedacht.
"Die anvisierten und schon gut kalkulierten
dreieinhalb Stunden schaffte ich neun Minuten schneller und bin
damit voll zufrieden". Die Wechselzone befand sich im
Stadion, es herrschte eine super Athmosphäre und Michael flog
problemlos durch. Jede der drei Laufrunden (jeweils sieben Kilometer)
führte durch dieses schöne Stadion und an den anfeuernden
Zuschauern vorbei. Trotzdem begann er zu schwächeln und die
Beine wurden immer schwerer. Doch beim Zieleinlauf waren die Schmerzen
bereits verflogen."Mit einer Gesamtzeit
von 5:42:11 Stunden, beim ersten Einsatz über die Mitteldistanz,
bin ich mehr als zufrieden". Die
am Samstag von den TSG-lern erkämpften Zeiten waren allesamt
in Ordnung und lassen sich in unserer internen Ergebnisliste
mit allen Splitzeiten ausführlich durchleuchten. Inzwischen
hat uns Michael aus der Ferne einige Erinnerungsfotos
übermittelt, die wir bereits ins Album geklebt haben. |
23.07.2007
Zweiter Lauf des neuen Kahlgrundcrosscups in
Königshofen
Nach
dem Eichbildlauf in Feldkahl Anfang Juni,
ging es gestern in Königshofen darum,
weitere Punkte für den erstmals ausgetragenen Kahlgrundcrosscup
zu sammeln. Den Abschluss, mit der Ehrung der Sieger, bildet im
Oktober das Bocksbeutelrennen in Michelbach.
Unser neunköpfiges Team, darunter vier Frauen, bewältigte
die beiden anstrengenden Crossrunden
mit unterschiedlicher Motivation. Immer besser in Schwung kommt
Maschinenbaustudent Jens
Bauer, der im Hauptfeld nur zwei Mitstreitern den Vortritt lassen
musste und auf Rang drei (1.M20) in guten
38:02min das Ziel passierte. Nach seinem
Sieg bei der Auftaktveranstaltung in Feldkahl, ist er nun erster
Anwärter auf den Gesamtsieg. Dies gilt in gleicher Weise für
seinen Teamkollegen Bernie
Schneider, der auf Gesamtplatz neun einlief (1.M40).
Zusammen mit Rainer
Simon holte unsere Truppe mit klarem Abstand den Titel in der
Teamwertung. Treppchenplätze gab es für sämtliche
TSG Damen. Die jüngsten, Ann-Kristin
und Silke
beabsichtigten, die 10km lange und anspruchsvolle
Strecke als Trainingseinheit zu nutzen. Geplant war ein 6er Schnitt.
Am Start trafen sie auf eine gute Freundin aus Goldbach, die ebenfalls
nicht am Anschlag laufen wollte. Und so kam's, dass dieses harmonische
Teenietrio tratschend den Königshofener Forst durchquerte,
Neuigkeiten austauschte und im Ziel über die Zeit von 54:58min
staunte. Fünf Minuten schneller als geplant, jede Menge Spaß
gehabt und erfolgreich abgeschnitten. Genau so betreibt man in jungen
Jahren den Ausdauersport. Ann-Kristin gewinnt ihre Altersklasse
(WSA) und Silke schafft Platz drei in der weiblichen Jugend. Hier
die Ergebnisse
im Überblick. |
22.07.2007
Bildernachtrag zu unserem Schüler- und Jugendtriathlon
Die aktiv an unserem Süwag Energie Triathlon
beteiligten Schüler und Jugendlichen sind im Laufe der Woche
in unseren Beiträgen - sowohl in Schrift als auch im Bild - ausführlich
und ausreichend zur Geltung gekommen. Die vielen ehrenamtlichen Helfer
erspähte man in den vielen Bilderserien, die etwa 500
Fotos beinhalten, nur am Rande und mehr oder weniger durch Zufall.
Inzwischen hat Abteilungsleiter Manni
Scherer, dem diese Angelegenheit am Herzen liegt - ebenso wie
dem Leiter des Organisationsteams Michael
Schwarz - eine weitere Serie nachgeliefert und damit dieses Defizit
behoben. Schaut noch mal im Bilderalbum nach und beobachtet das rührige
Auf- bzw. Abbauteam bei seiner nicht alltäglichen und von Außenstehenden
kaum wahr genommenen Aufgabe. Oder klickt direkt auf diesen Link. |
21.07.2007
Die TSG zeigte Flagge beim Lauf "SEFRA rennt
- gegen Gewalt" Das
TSG Kontingent war beim dritten Aschaffenburger Stadtlauf zu Gunsten
von SEFRA e.V. (Selbsthilfe-
und Beratungszentrum und Notruf für Frauen
in Aschaffenburg) äußerst begrenzt,
aber durchaus effektiv. Wegen des gleichzeitig stattfindenden Schüler-
und Jugendtriathlons waren sämtliche Kräfte unserer Abteilung
in Kleinostheim gebunden. Doch zwei unserer Vorzeigeathleten nahmen
die Einladung gerne an und stellten sich mit vollem Einsatz in den
Dienst der Sache. Selbstredend, dass Claudia
Hille bei solchen Veranstaltungen an vorderster Stelle steht und
dem überwiegend aus Frauen bestehenden Läuferfeld ihren
Stempel aufdrückte. Beeindruckende 263
Läuferinnen und Läufer bewältigten die 6000m
quer durch die Aschaffenburger Innenstadt und unterstützten diese
Bewegung. Claudi nahm nicht nur teil sondern gab richtig Gas. Es entstand
dabei der Eindruck, dass sie gerade den betroffenen und Hilfe suchenden
Frauen zeigen wollte, wie stark Frauen sein können. Als sie nach
sehr guten 22:54min durchs Ziel lief, befanden
sich lediglich zwei Männer vor ihr. Einer von ihnen nennt sich
Uwe Reinke,
ihr Teamgefährte, der aus nachvollziehbaren Gründen - wie
in jedem Jahr - für seinen Arbeitgeber, die Polizei
Aschaffenburg an den Start ging. Ist doch ein beruhigendes
Gefühl, zu wissen, dass es heutzutage noch schnelle Polizisten
gibt. Uwe gewinnt das Rennen in 20:50min.
Unmittelbar nach ihrem Zieleinlauf musste Claudi dann ihre Utensilien
packen, um ihre Tochter Tamara
beim Kleinostheimer Triathlon anzufeuern. Es gibt Tage, da kommt halt
einiges zusammen. Und hier ist die Ergebnisliste. |
19.07.2007
München Triathlon mit Deutschen Altersklassen-Meisterschaften
Mit
größeren Ambitionen fuhr Stefan
Günther am Sonntag nicht zu den Deutschen
Altersklassenmeisterschaften im Triathlon nach München.
Ihm ging es darum, weitere Erfahrungen für die nächsten
Prüfungen zu sammeln und keinesfalls Letzter in der AK25
zu werden. Über solche Ziele müssen wir mit dem jungen
Tiefstapler demnächst mal reden! Trotzdem prüfte er samstags
schon mal die Strecken, registrierte den "kleinen Berg"
auf dem Laufkursus und beobachtete das Rennen der Elite. Am Sonntag
war er dran, bei heißer Witterung und windiger Radrunde. Der
Neo war erlaubt und half ihm über die 1500
Schwimmmeter. Der Schwimmstart erfolgte in bestimmten Zyklen und
die Anzahl der Athleten ließ sich so leicht überblicken,
Platz war genügend vorhanden. Den Wechsel fand Stefan "net
so toll". Auftrieb bekam er aber, als er in der Wechselzone
noch zwei Räder seiner direkten Konkurrenten vorfand. Der
Veranstalter hatte 40 Rennkilometer ausgeschrieben,
doch Stefans Tacho wies 42km aus. Über
zwei flache, aber recht windige Runden führte der Kurs und
die Radzeit von 1:11:57h erbrachte einen
Schnitt von 35km/h. Das Windschattenverbot
stand wieder mal nur in den Regeln, eingehalten wurde es nicht wirklich.
"Es kann demotivierend wirken, wenn plötzlich
Züge von zehn bis zwanzig Mann an dir vorbei rauschen",
erzählt Stefan und fügt hinzu: "was
soll man auch erwarten, wenn insgesamt 2600 Athleten auf einem recht
kurzen Zweirundentrip unterwegs sind". Wen wunderts,
dass in der Wechselzone fast alle Räder seiner AK-Konkurrenten
bereits in den Boxen standen. Die 10km
zu Fuß raubten unserem Teamkollegen erst mal den Rest. Die
Zeit von 52:55min sagt schon einiges aus,
doch die Strecke und die aktuellen äüßeren Bedingungen
verbrauchten halt jede Menge Energie. Die Münchner reagierten
auf die Hitze und bauten zusätzliche Verpflegungstellen auf
dem Laufkurs ein, Klasse. Doch die wurden sehr schnell wieder geschlossen,
weil das Wasser ausging! "Du erwartest ausgelaugt
die nächste Tränke und das Wasser ist aus, einfach Super
bei dem Wetter". Doch Stefan sollte noch genügend
Spaß bekommen, denn in Runde zwei hatten einige Freaks der
TM25 noch ihre Probleme. Er fing an, Gleichaltrige einzusammeln
und bekam von Mal zu Mal mehr Lust am Laufen. Es ging soweit, dass
sogar einer der letzten Kilometer unter vier Minuten dabei war.
Nach 2:35:50h beendete er dennoch zufrieden
seine Arbeit, erreichte als 12. der AK25
(22 Meldungen, 17 Finisher) und 118. gesamt einen guten Platz im
Mittelfeld. Das Messegelände München hält Stefan
ideal für einen Triathlon, doch der Veranstalter kann einige
Punkte bis zum nächsten Jahr verbessern, falls er dann die
Meisterschaft noch kriegt. Hier seine Ergebnisse
im Überblick. |
17.07.2007
Erster Strietwälder Crosslauf - Bernies
Rufe wurden gehört
Wenn
unser äußerst engagierter und nicht nur deshalb sehr
beliebter Teamkollege Bernie
Schneider etwas Neues auf die Beine stellen will, wird er von
seinen Mannschaftskolleg(inn)en 100%ig unterstützt. Einen erfolgreichen
Ausdauersportler, der sich mit viel Idealismus um die Gemeinschaft
kümmert und der Jugend ein Vorbild ist, lässt man nicht
hängen. Mit seinen beiden Kollegen von der SG
Strietwald packte Bernie
am letzten Freitag erstmals einen knackigen Crosslauf über
10km in den Zeitplan des traditionellen
Fußball Ortspokalturniers. Am frühen Abend mischte sich
also das Läufervolk unter die Stollenträger und mancher
Fußballfan wechselte spontan das Lager. Die 23
TSG Läufer(innen) wunderten sich nicht, als sie sich plötzlich
teilweise auf ihrer angestammten dienstäglichen Lauftreffrunde
wiederfanden, allerdings in entgegengesetzter Richtung. Zusätzliche
Schikanen mit etlichen weiteren Höhenmetern baute der ausgebuffte
Bernie absichtlich ein. Der Sieger dieses ersten Crosslaufes, Roger
Uhl, der diesen Wald in- und auswendig zu kennen glaubte, erzählte:
"Ich befand mich plötzlich auf Strecken,
die ich vorher noch nie gelaufen bin". Schon an der
Siegerzeit (36:57min) lassen sich die
geschätzten 200 Höhenmeter in
etwa ablesen. Roger war zwölf Tage nach seinem Ironman in Rekordzeit
eigentlich gar nicht für den Sieg eingeteilt, doch wenn er
schon mal vorne ist..... Die Dominanz unserer Truppe machte sich
nicht nur zahlenmäßig
bemerkbar. Von den ersten sechzehn Plätzen beanspruchten die
TSG'ler exakt 50% für sich. Insgesamt
150 Teilnehmer(innen) gingen über die fünf angebotenen
Laufdisziplinen, das will beim ersten Mal schon etwas heißen.
Bei den Schülern und Jugendlichen bot der Veranstalter zwei
Streckenlängen über 1000 und 2000m an. Als schnellstes
Mädchen, ausgestattet mit einer gehörigen Portion Talent
und Ehrgeiz von Papa Bernie, überquerte Leonie
Schneider nach 2000m in 9:28min
die Ziellinie auf dem Sportplatz in der Adlerstraße. Der jüngere
Bruder Tom
Luca musste nur die Hälfte bewältigen. Er machte seine
Sache ebenfalls gut und gewann den Titel in seiner Altersklasse
M10. Über einen weiteren überraschenden
Gag lohnt es sich zu berichten. Auf dem höchsten Punkt der
Strecke, etwa bei Kilometer sieben, blies Trompeter Frank Mill sämtlichen
Läufer(innen) den Marsch und begleitete sie mit seinen Klängen
bis ins Tal. Hier geht es zur Ergebnisliste. |
16.07.2007
Lisa Heinz und Ann-Kristin Staab liefen beim Triathlon
zusammen ein Im
Vorfeld verursachte zunächst die Sorge um die Wassertemperatur
des Mainparksees als Austragungsort der ersten Disziplin des dritten
Süwag Energie Schüler- und Jugendtriathlons
unser Abteilung in Zusammenarbeit mit dem Radsportverein Mainaschaff
und der dortigen Wasserwacht Kopfzerbrechen. So war es letztendlich
die angekündigte große Hitze für Sonntag. Kurzfristig
hatte die Gemeinde das Vitamar als Wettkampfstätte für das
Schwimmen zur Verfügung gestellt. Auf Plan B mussten wir allerdings
nicht zurückgreifen. Einhundert dieser Nachwuchssportler/-innen
stellten sich teilweise zum ersten Mal der neuen Herausforderung eines
Ausdauerdreikampfes. Um wertvolle Punkte für die bayerische und
unterfränkische Meisterschaft kämpften hingegen die 14-
bis 19-jährigen Jugendlichen in der Wertung Jugend A/B, von denen
einzelne am Vortag noch in München bei der deutschen Meisterschaft
am Start waren. Patrick Heinz vom ESV Gemünden
wurde vom Favoriten spontan zum Helfer mit dem Wasserschlauch, ein
Start nach gesundheitsbedingtem Abbruch in München war in Kleinostheim
nicht vertretbar. "Diese Saison ist abgehakt,
die Serie geplatzt. Ich werde mich schon jetzt auf die EM-Quali für
die Saison 2008 konzentrieren", erklärte er seine
Zukunftspläne. Patrick Lang (TV Hilpoltstein)
und Andrea Zeller (Tri-Team Schongau) siegten
unter extremen Bedingungen auf den geforderten Distanzen 750m
Schwimmen, 20km Rad fahren, 5km
Laufen. Die B-Jugendliche Johanna Schlachte
(SC Riederau) komplettierte ihre BTJ-Serie mit einem souveränen
Sieg in 36:40min für 400m
Schwimmen, 10,2km Rad fahren und 2,5km
Laufen. Die
Heimatregion wird sich mit den befreundeten Konkurrentinnen Lisa
Heinz (ESV Gemünden) und Ann-Kristin
Staab (TSG Kleinostheim) bei der Austragung des Unterfrankencups
einen vorderen Platz sichern. Ihre Abschlussveranstaltung mit Ehrung
der unterfränkischen Meister findet am 1. September in Frammersbach
statt. "Heute sind wir zusammen eingelaufen,
beide können aber leider nicht Erste sein". Das größte
Teilnehmerfeld stellten die Schüler/-innen A und B, denen jeweils
die Streckenlängen 200m Schwimmen,
5,7km Rad fahren und 1,1km
Laufen abverlangt wurden.
Eine separate Wertung wurde für die Athleten/-innen vorgenommen,
die die Radstrecke mit dem Mountain-Bike absolvierten. Die Vereinskameraden
Daniel Noschitzka und Dennis
März (beide TSG Kleinostheim) lieferten sich in der MTB-Konkurrenz
einen harten Kampf, bei dem am Ende Daniel Noschitzka knapp die Nase
vorne hatte. Am längsten im Schatten auf ihren Jagdstart warteten
die jüngsten Triathleten, um sich mit großem Ehrgeiz der
Herausforderung 50m Schwimmen, 2,5km
Rad fahren und 400m Laufen zu stellen. Mit
Helm und Startnummer fast verdeckt konnten die sechs- bis neunjährigen
zum Abschluss der Veranstaltung die ganze Aufmerksamkeit auf sich
ziehen und unter großer Anteilnahme im Zielbereich auf dem Festplatz
ihre Ehrungen entgegennehmen. Hier nochmal die Links zu den Ergebnissen
und den Fotoserien. |
15.07.2007
Es ist geschafft - Michael Schwarz ist erleichtert
und voll des Lobes
Bevor
wir Morgen in die Einzelheiten gehen, kommen wir heute noch einem
Bedürfnis von Michael
Schwarz nach, dem Leiter des Organisationsteams unseres 3.
Süwag Energie Schüler- und Jugendtriathlons. Als
Erstes zollt er allen teilnehmenden Schülern und Jugendlichen
für die abgelieferten sportlichen Leistungen ein großes
Lob. Ihr
Einsatz ist angesichts der übergroßen Hitze um ein großes
Maß höher zu bewerten. Einen besonderen Dank richtet
er an die bayernweit angereisten Eltern und Freunde des Triathlonsports,
die bereits während der Veranstaltung Glückwünsche
aussprachen, für die gute Organisation und Durchführung.
Er gibt diesen Dank und Zuspruch weiter an seine 110 freiwilligen
Helfer, die ihn mit großem Elan während der Vorbereitung,
des Wettbewerbs, der Siegerehrung sowie der Nachbereitung unterstützten.
Michael weiß, dass ein Event dieser Größenordnung
nur mit einem zuverlässigen und tatkräftigen Team im Rücken
zu bewältigen ist. Er bedankt sich sehr herzlich bei der Gemeinde
Kleinostheim für die Erlaubnis zur Durchführung
und die Bereitstellung des Gemeindeplatzes mit der vorhandenen Infrastruktur.
Ein Dankeschön für die reibungslose Zusammenarbeit richtet
er an die Wasserwacht Mainparksee und
den routinierten Radsportverein Mainaschaff.
Die zum Schutz der jungen Sportler notwendige Einschränkung
der Anwohner, insbesondere auf der Radstrecke, wurde akzeptiert.
Ohne dieses Verständnis sind solche Sportveranstaltungen künftig
nicht mehr zu realisieren. Wir sind dankbar für die Hilfestellung
durch das Rote Kreuz Kleinostheim und
die örtliche freiwillige Feuerwehr.
So macht die Ausrichtung eines Triathlons wirklich Spaß. Die
vorläufigen Ergebnisse
sind bereits online und in unserem Bilderalbum
liegen inzwischen mehr als 500 Bilder, weitgehend in der Reihenfolge
des Wettkampfes. |
14.07.2007
Aktuelle Wassertemperatur im Mainparksee --- 21,5°C
Der Saunagarten Mainaschaff (Röder
Thermen) gab uns die um 17.00Uhr erneut
gemessene Wassertemperatur des Mainparksees bekannt. Der See hat inzwischen
angenehme 21,5°C.
Der Durchführung aller Rennen im Rahmen des 3.
Süwag Energie Schüler- und Jugendtriathlon am Sonntagmorgen
steht somit nichts mehr im Wege. Wir wünschen allen Teilnehmer(innen)
eine gute Anreise, einen angenehmen Aufenthalt und viel Erfolg. |
13.07.2007
Der Triathlon-Nachwuchs eifert am Sonntag in Kleinostheim
den Profis nach Die
Vorbilder haben es ihnen beim IRONMAN in Frankfurt gerade erst vorgemacht,
jetzt kann der bayerische Triathlon-Nachwuchs ihnen nacheifern. Gelegenheit
dazu gibt der 3. Süwag Energie Schüler-
und Jugendtriathlon am Sonntag, den wir in Zusammenarbeit mit
dem Radsportverein Mainaschaff und der Wasserwacht
Mainparksee austragen.
Das Wettkampf erprobte Team um den Leiter des Organisationsteams Michael
Schwarz bietet ein Kräftemessen für maximal 150
Nachwuchsathlet(inn)en an. Aktuell sind noch Startplätze zu vergeben.
Nachmeldungen nehmen wir am Wettkampftag bis spätestens acht
Uhr an oder ab sofort bei Harald
Reuter (Tel. 06027/464741). Wie auch in den Vorjahren ist diese
Veranstaltung Bestandteil des Unterfrankencups und erstmals in die
BTJ-Serie eingebunden, die bayernweit sechs Events umfasst.
Spannende Entscheidungen werden auch im Feld der heimischen Talente
bei der zweiten Veranstaltung für die unterfränkische Meisterschaft
erwartet. Der 17-jährige Kaderathlet Patrick
Heinz vom ESV Gemünden tritt
in der Juniorenklasse an, um seinen Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen.
Ebenso wie seine vier Jahre jüngere Schwester Lisa
in der Jugend B. Weitere Konkurrenz reist vom TSV Karlstadt, TV Goldbach,
TuS Frammersbach und aus Miltenberg an, um für die Abschlussveranstaltung
am 1. September in Frammersbach Punkte einzufahren. Ab 9.00
Uhr werden die einzelnen Altersgruppen - auf fünf Rennen
verteilt - ihre Schwimmdistanzen im Mainparksee absolvieren. Aus organisatorischen
Gründen wird das Rennen nach der ersten Disziplin zunächst
neutralisiert und in Kleinostheim auf dem Festplatz hinter dem Rathaus
fortgesetzt. Ab 11.00 Uhr werden die Teilnehmer
von dort aus im Jagdstart auf die Radstrecke geschickt. Der Wettergott
hat wieder ein Einsehen mit uns und den Athleten. Das Wochenende wird
sehr heiß und die Wassertemperaturen im Mainparksee die vorgeschriebenen
Mindeststandards längst übertreffen. |
12.07.2007
Der Rothsee Triathlon - ein toller Wettkampf
Sie
nahmen diesen Wettkampf ernst, brachen deshalb bereits am Vortag
auf und quartierten sich im benachbarten Göggelsbuch ein, unweit
der Wettkampfstätte. Sie besichtigten den See und die Tücken
der Radstrecke und besorgten sich ihre Startunterlagen. Christian
Eckhardt sowie sein Freund und Teamkamerad Alexander
Harwarth sprachen rückblickend von einem perfekt organisierten
Wettkampf, den man auf jeden Fall empfehlen kann. Besonders an das
tolle Buffet im Zielbereich erinnern sie sich gerne. Dass
sogar das Wetter passte, unterstrich ihren positiven Gesamteindruck.
Doch nun zum Rennen selbst. Unsere Jungs standen in der zweiten
Startgruppe, die zehn Minuten nach den fünfzig stärksten
Männern und dem gesamten Frauenfeld losgeschickt wurden. Der
Rothsee hatte schwache 19°C. Alex
würde für sich das Schwimmen als perfekt bezeichnen, denn
er stieg als Vierter in 22:25min dem kühlen
Nass und kam im gesamten Starterfeld unter 750
auf Platz 23! Christian
meinte: "Ich bin wohl wieder Umwege geschwommen,
sonst hätte ich keine Minute auf Alex verloren".
Das wäre tatsächlich eine Erklärung, denn die beiden
steigen normalerweise ziemlich gleichzeitig aus dem Wasser. Beim
Wechsel hatte er Probleme, aus dem Neo zu kommen. Doch die emsigen
Helfer nahmen den Sportlern fast alles ab: "man
musste nicht einmal selbst seine Schwimmutensilien in den Beutel
stopfen". Mit dem Wechsel aufs Rad war Vereinskollege
Alex im Großen und Ganzen zufrieden und er beabsichtigte,
den Vorsprung zum befreundeten Konkurrenten zu vergrößern.
Doch bereits in den ersten Kurven bemerkte er ein Schleifen am Hinterrad,
das ihn bei Kilometer zehn zum Absteigen zwang. Glück im Pech:
am Staßenrand traf er eine zuschauende Radlerin mit dem passenden
Imbusschlüssel - na sowas. Den Rest der Strecke, die wegen
einer Baustelle leicht verkürzt werden musste, absolvierte
er halt ohne funktionierende Hinterradbremse; zwar ohne Unfall,
aber
mit ungefähr zwei Minuten Zeitverlust. Alex registrierte natürlich,
dass Christian inzwischen die interne Führung übernommen
hatte, aber der schwierigere Teil des Rennens noch vor ihm lag.
Christian erinnerte sich an einen recht welligen Radkurs, der bis
auf zwei 10%ige Anstiege recht flüssig
zu fahren war. Den Schwung beim Bergabfahren konnte man mit in die
kleinen Anstiege hinein nehmen. So hielt er einem 37er
Schnitt und erreichte die Wechselzone vor dem Schulgelände
in Roth. "Schon zu Beginn der Laufstrecke
hatte ich mit Krämpfen in beiden Beinen zu kämpfen. Allerdings
konnte ich durch die zahlreichen Verpflegungsstellen an der Laufstrecke
doch ein angemessenes Tempo laufen". Wirklich, 39:01min
auf welligem Terrain über 10km, das
ist während eines Triathlons tatsächlich nicht schlecht.
Nach 2:05:45h erreichte Christian zufrieden
das Ziel an der Kreissportanlage und schaffte damit den dritten
Platz der Altersklasse TM18. Wenige Minuten später finishte
Alex auf Rang vier und erklärte: "Die
Laufstrecke zählt nicht zu den schnelleren Kalibern und ich
hatte auf den ersten drei Kilometern Probleme, meinen Rhythmus zu
finden". Doch schaffte er immerhin die viertschnellste
Laufzeit seiner Altersklasse in 42:34min.
Beide bedauerten, dass die zwei ersten ihrer Altersklasse sich in
der ersten Startgruppe befanden. Somit gab es unterwegs keine Bezugspunkte.
In einem direkten Duell wäre durchaus eine bessere Platzierung
möglich gewesen. Hier die Ergebnisliste
mit den einzelnen Splitzeiten.
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10.07.2007
Schauinsland-Berglauf - Z´ Friburg uff
der Höh´
Das
Bergauflaufen hat Tobias
Hegmann anscheinend doch noch nicht verlernt, kurzzeitig zweifelte
er daran. Nach seiner Enttäuschung bei den Deutschen Berglaufmeisterschaften
trieb es ihn am Samstag zum Schauinsland-Berglauf
nach Freiburg,
zum dritten Wertungslauf des Schwarzwald-Berglaufpokals.
Während der langen Fahrt genoss er Stefan
Schletts Erzählungen, denn dieser ist gerne dabei, wenns
ein bisschen härter wird. Ich glaube, Stefan besitzt gar keinen
Führerschein, der macht doch alles zu Fuß oder per Rad.
Tobi nahm sich vor - nach einem kleinen gesundheitlichen Tief -
den Berglaufpokal abzuhaken, wenn es diesmal wieder nicht läuft.
In den letzten Rennen sammelte er nämlich recht wenige Punkte.
Nach vorsichtigem Beginn, auf Platz zehn liegend, spürte er
schnell, dass die Beine diesmal locker sind. Der Favorit setzte
sich vorne schon ab und Tobi lief - noch auf Rang vier liegend -
zielstrebig auf zwei vor ihm laufende Bergspezialisten auf. Das
Tempo stieg leicht an. Das agile Zufallstrio mutierte ziemlich schnell
zu einem forschen Duett und baute in dieser Konstellation seinen
Vorsprung kontinuierlich aus. Die Strecke verlief komplett im Wald,
auf gut ausgebauten und festen Wegen und hatte immer wieder schöne
Trails. Bis Kilometer neun wies sie ungefähr Spessartniveau
aus, also nichts Ungewohntes für unsere Kameraden. Sorgen machten
lediglich die letzten drei Kilometer mit exakt 18%
Steigung. So was findet Tobi auf seinen Trainingsstrecken leider
nur selten. "Um meinen Podestplatz dort
nicht zu verlieren, machte ich in den flacheren Stücken immer
wieder Druck und konnte mich auf einem der kurzen Bergabstücke,
kurz vor Kilometer acht etwas absetzten". Er beabsichtigte
damit, seinem Kontrahenten möglichst viel Kraft zu rauben,
um am Anstieg dann länger dranbleiben zu können. Das funktionierte
wie geplant und beim nächsten Stutz zog Tobi leichtfüßig
davon, baute den Abstand stetig aus und lief dabei voll am Anschlag.
"Ein ganz kurzes Flachstück, um die
Beine auszuschütteln, hätte ich mir schon gewünscht,
aber da war nix". Nach 1:02:36h
ging die Veranstaltung für ihn mit dem zweiten Platz auf dem
Treppchen zu Ende und die 13 Kilometer
Strecke sowie 957 Höhenmeter waren
geschafft. Nach dem Auslaufen stieg er auf den Aussichtsturm und
musste feststellen, dass er dort oben wieder nur Zweiter war. Stefan
wartete schon, er hätte sich das Ziel lieber dort oben gewünscht.
Ein Tscheche, der sich gerade auf dem Jakobsweg Richtung Spanien
befand, gesellte sich zu ihnen und schoss das obige Foto. Stefan
kam ebenfalls gut durch und landete in der AK
45 auf Platz sechs. |
09.07.2007
Bayerische über 5000m - neue Bestzeit und
trotzdem nicht zufrieden
Tagsüber
beschäftigt sich der Einser-Abiturient an der Uni Erlangen
sehr intensiv damit, medizinische Inhalte mit naturwissenschaftlichen
Methoden zu untersuchen. Das machte er im Diplom-Studiengang
Molekulare Medizin, um die Ursachen und Mechanismen von Krankheiten
besser verstehen zu können und so Angriffspunkte für Therapien
ausfindig zu machen. Abends und an den Wochenenden - im Wald oder
beim Bahntraining - schaltet Andreas
Heilmann ab und denkt sicherlich auch mal an die bekannte Redewendung
aus den Satiren eines römischen Dichters: "mens
sana in corpore sano". Er achtet darauf, dass nicht
nur der Geist, sondern auch sein Körper umfassend und gezielt
geschult wird. Den Beweis seiner körperlichen Fitness lieferte
er kürzlich bei den Bayerischen Bahnmeisterschaften über
10000m in 31:20min. Bei den Straßenmeisterschaften
letzte Woche in Markt Indersdorf zeigte er sich enttäuscht,
wohl wissend, dass die Topografie auf der Strecke keine Bestzeiten
zuließ. Unser ambitionierter und bedächtiger Teamkollege
meldete auch über die halbe Distanz und die wurde gestern im
Willy-Sachs-Stadion Schweinfurt ausgetragen.
Andreas verfolgte wegen fehlender spezifischer Vorbereitung diesmal
keine hoch gesteckten Ziele - wie er es formulierte - sondern wollte
lediglich eine neue Bestzeit aufstellen. Das ist ja ein Ding. Hochgesteckte
Ziele sind bei mir immer Bestzeiten gewesen! Was er meinte, sind
ganz klar Medaillenplätze, die er aufgrund der starken bayerischen
Konkurrenz über 5000m dort nicht
sah. Die Bedingungen für eine neuen Marke waren allerdings
gut. Andreas blieb bis Kilometer drei (9:02min)
an der Spitzengruppe dran und registrierte einige alte Bekannte
wie z.B. Julius Helm um sich. Drei Runden
vor Schluss zog er die Verfolgergruppe an, "einzig
auf den letzten 800m fehlten mir die Tempohärte und Quäl'-dich-Einstellung,
um an die 15min-Marke heranzulaufen". Als er die 15:13min
im Ziel sah, war er sofort wieder erholt und analysierte im Rückblick
auf Regensburg, wo er fast die gleiche Zeit als Durchgangszeit für
die 10000m gelaufen ist: "dass
mich die zwei Regenerationswochen aufgrund der dicht aufeinander
folgenden Meisterschaften nicht schneller gemacht haben".
Immerhin unterbot Andreas seine bisherige Bestzeit um 18
Sekunden. Die Platzierung möchte er dem geneigten Leser gerne
verschweigen, doch wir sind auch da gnadenlos. Seht einfach in die
Ergebnisliste. |
08.07.2007
Stefan Schlett als Beobachter beim Giro d'Eritrea
Unser
weltreisender, ultraextremer Ausdauerkollege Stefan
Schlett konnte sein erstes Multi-Day-Rennen (9.-16.06.) nach
seiner schweren Fußoperation erfolgreich beenden. Bei der
Craft Bike Trans Germany (832km
und 18348hm in acht Tagesetappen) überlebte
er zusammen mit seinem Partner Frank Schüßler aus Goldbach
als Team Stefan's
Bike Schmiede in der Masters-Kategorie auf Platz 54 unter 77
Starterteams. Eine Woche später nahm er ein Appetithäppchen
mit, den Neckarfährle Triathlon in
Haßmersheim am Neckar (700m/20km/5km)
und bereitete sich da auf den Schweizer Radmarathon
vor, an dem er sechs Tage später teil nahm. Zum dritten Mal
inspizierte er die vier Alpenländer und legte über 606km
noch 4630hm zurück. Obwohl die Großwetterlage
über Europa total mies war, erwischten sie zwei herrliche Tage
und kamen ohne Regen, Süff und Kälte davon. 37:36h
und etwa 20.000 verbrannte Kalorien sowie
drei Kilo Gewichtsverlust waren die Ausbeute. Stefans Kommentar
ungefiltert: "Interessant für mich
war die Tatsache, dass mein Körperfettanteil von 7,4% vor dem
Start auf fünf Prozent nach der Zieleinfahrt fiel. Da macht
das Fressen in den kommenden Woche wieder besonders viel Spaß......".
Ab 19. Juli wird unser eloquenter Teamgefährte für zweieinhalb
Monate von der Bildfläche verschwinden. Seine diesjährige
Traumreise geht nach St. Helena, einer
Insel, die zum britischen Territorium zählt und mitten im Atlantik
(15° Süd, 5° West), auf halbem Weg zwischen Angola
und Brasilien liegt. Sie ist dem Rest
der Welt nur deshalb bekannt, weil Napoleon
dort vor knapp 200 Jahren im Exil weilte. Am 19. Juli geht es also
mit Quatar Airways über Doha
nach Kapstadt. Am 22.07. Einschiffung
im Hafen von Capetown auf der RMS
St. Helena (kombiniertes Fracht-und Passagierschiff), der
einzigen Verbindung der 7400
Insulaner zur Außenwelt. In sieben Tagen geht es über
Walfish Bay in Namibia auf die Insel.
Dort findet im zweijährigen Rhythmus das Festival
of Running statt, ein Marathon, ein 10km Lauf und ein Treppenlauf
auf der Jakobsleiter (699 Stufen auf den Jakobsberg) innerhalb von
fünf Tagen. "Danach werde ich auf einer
der abgelegensten Inseln dieses Globus' sechs Wochen lang Körper,
Seele, Geist läutern und entgiften von dem ganzen Müll
dieser Welt". Mitte September geht es mit dem Frachter
via Ascension und über die Kanaren
zurück nach Europa. Die RMS St. Helena läuft zwei Mal
im Jahr ihren Heimathafen Portland im
Süden Englands an. Die Landung erfolgt am 05.10. in Frankfurt.
Doch vorher schickte uns Stefan noch eine Reportage aus Eritrea,
dem jüngsten Staat Afrikas und meinte, sie könne der Juli-Seite
unserer Ausdauersportabteilung einen exotischen Touch verleihen.
Im Februar nahm er als Beobachter am Giro d'Eritrea
teil und schrieb darüber eine interessante Geschichte. Weil
er diese Story exklusiv für ein Schweizer Magazin schrieb,
können wir sie sie erst jetzt veröffentlichen. Hier nun
seine illustrierte Geschichte mit dem Titel "Giro
d'Eritrea - Blut für Schweiß"..... >>>weiterlesen |
07.07.2007
Michael Schrauder siegt bei den Unterfränkischen
über 1500m in Hösbach
Der
Wettergott hatte ein Einsehen mit den unterfränkischen Leichtathleten.
Rechtzeitig zu Beginn ihrer Meisterschaften, die von der LG Landkreis
Aschaffenburg im Hösbacher Landkreis-Stadion ausgerichtet wurden,
schloss der Himmel seine Pforten. Lediglich der Wind spielte nicht
mit, denn Gegenwind auf der Zielgeraden minderte doch die Laufzeiten.
Erschreckend schwach bezeichnete der Veranstalter die Beteiligung
in den Mittel- und Langstrecken und rechnete es Michael
Schrauder hoch an, dass er sich seitens des Untermains über
1500m stellte und sogar als Sieger ins
Ziel kam. Diesen Sieg lief er relativ locker heraus und strapazierte
sich - auch mangels stärkerer Konkurrenz - nicht zu sehr, weil
er für den Folgetag auch noch die 800m
plante. Unser starker Mittelstreckler übernahm vom ersten Meter
an die Führung, aber in einem Tempo, das die Konkurrenz zermürben,
ihm aber noch ausreichend Kraft für eine schnelle letzte Runde
lassen sollte: "Diese Taktik ging optimal
auf, so dass ich mit 4:14min einen sicheren Sieg herauslaufen konnte.
Nach dem mittelschnellen 1000m Durchgang in 2:49min sollte ich sogar
noch Reserven für eine 5-10 Sekunden schnellere Zeit haben".
Die 800m am Folgetag waren ziemlich gut besetzt und es entwickelte
sich ein sehr reizvolles Rennen. Nach einem Durchgang von ca. 59,5/60sek
für die erste Runde fehlten Michael gegen die echten 800m Spezialisten
am Ende die Spurtschnelligkeit, zumal er die 1500m vom Vortag noch
merkte. "Die 2:02min waren für mich
auf dieser Unterdistanzstrecke dennoch ein richtig gutes Ergebnis".
Dass dabei lediglich Platz fünf heraussprang, bezeichnete er
als weniger dramatisch, "vielmehr bin ich
guter Dinge, mit dieser 800m Zeit in nicht allzu ferner Zukunft
über 1500, 3000 und 5000m gute Leistungen nachfolgen zu lassen",
lässt uns unser selbstbewusster Kollege in die Zukunft blicken.
Hier alle Ergebnisse
aus Hösbach. |
05.07.2007
Bestenliste der Langdistanz Triathleten ist online
Das wachsende Interesse unserer Triathlet(inn)en an der Langdistanz
und die überall spürbare Euphorie, gerade in den letzten
beiden Wochen, nehmen wir zum Anlass, endlich mal eine Bestenliste
unserer Eisenmänner und -frauen aufzustellen. Dabei lenken wir
die interessierte Öffentlichkeit gerne auf die verlinkten Portraitseiten
der Männer und Frauen, die mindestens einmal in ihrem Leben über
die komplette Strecke gegangen sind: 3800m
schwimmen, 180 Kilometer Rad fahren und
abschließend noch einen Marathon von 42,2km
laufen. Ihr findet sie bei den Bestenlisten der Laufstrecken unter
Aktuelles oder direkt über diesen
Link. |
04.07.2007
Roger Uhl: "Man soll aufhören, wenns
am schönsten ist"
Es
ist kaum zu fassen, welche Kapriolen das Wetter in den letzten beiden
Wochen veranstaltet hat. Doch immer dann, wenn die Langdistanz Triathleten
ans Werk müssen, baut irgendein höheres Wesen ein Zeitfenster
ein und unterbricht das stürmische Sauwetter exakt für
die Dauer der Wettkämpfe. So wars in Roth und jetzt wieder
in Frankfurt, bei den Ironman European Championships.
Petrus muss tatsächlich ein Triathlet gewesen
sein, anders lässt sich sowas nicht erklären. Die
sieben Akteure aus unserem Team nahmen das mit Freude auf, denn
eine stabile Witterung ist die erste Voraussetzung für besondere
Ergebnisse. Roger
Uhl ist seit langem auf der Suche nach dem perfekten Tag. Am
Sonntag erlebte er einen, von dem er als Rentner noch reden wird.
Die Organisation dieses hochkarätigen Events - mit 2400
Startern - sowie die äußeren Bedingungen, verschafften
nicht nur ihm eine erstklassige Grundlage. Doch zuerst gab es was
auf die Ohren. Das Schwimmen verlief nämlich außergewöhnlich
ruppig und hart, so dass er gleich bei der ersten Disziplin an seine
Grenzen gehen musste. Er setzte sich durch, lag mit einer Zeit von
1:01:51h voll im persönlichen Zeitplan
und wechselte sehr zufrieden aufs Rad. Beide Runden bezeichnet er
als sehr anspruchsvoll, weil viele heikle Situationen im Rennverlauf
zu meistern waren. Höchste Konzentration und Wachsamkeit brachten
Roger über die 180km und zur persönlichen
Bestzeit von 4:53:33h. "Beim
Laufen fühlte ich gleich, dass ich heute schnelle Beine habe
und spulte die vier Runden am Mainufer relativ gleichmäßig
ab". Mit der schnellsten Marathonzeit (3:09:45h)
innerhalb eines Ironman stürmte er mit Gänsehautfeeling
in die traumhafte Kulisse am Römer ein und war von der Stimmung
sowie seiner grandiosen Zeit überwältigt. In 9:10:45h
übertrumpfte der technische Angestellte seine Bestzeit aus
2002 um 23 Minuten und belegt im Riesenfeld, bald nach den Profis,
Platz 39! "Mein zehnter Ironman war definitiv
mein Schönster und Erfolgreichster. Doch ich werde den Qualifikationsplatz
Hawaii nicht annehmen, weil das für mich vorerst der letzte
Ironman war. Man soll aufhören wenn es am schönsten ist!"
Das i-Tüpfchen zum kompletten Glück
lieferte dann sein Copilot Christian, den er in der Vorbereitung
unter seine Fittiche nahm und erfolgreich coachte.
Unserem
Weltreisenden, Volker
Hain, gönnte jeder von uns den perfekten Tag. Mit
seiner neuer Bestzeit von 9.48:47h ist
er natürlich sehr zufrieden, aber das Hawaiiticket hat er schon
auf dem Radkurs abgeschrieben, da lief bei ihm überhaupt nichts.
Aus ihm noch unbekannten Gründen bekam er keinen Druck aufs
Pedal und bewältigte relativ emotionslos diese zweite Disziplin.
"Alleine wegen den vielen Freunde an der
Laufstrecke, bin ich nach dem Radfahren nicht ausgestiegen".
Im Vorfeld des Rennens stellten sich bei ihm weder Anspannung noch
Vorfreude ein, auch nicht beim Schwimmstart - und so was hat man
selten. Nach anfänglichem Gerangel lief es für ihn beim
Schwimmen recht gut. Doch der letzte Schliff mit schnellen Trainingseinheiten,
die er früher mit Bernie
ins Training einbaute, hatten im Vorfeld gefehlt. Den Marathon spulte
er dann ohne Probleme ab, rechnete auf jeder Runde zu seiner neuen
Bestzeit hoch und sammelte einen Läufer nach dem anderen ein.
Unfassbar für uns ist die Leistungsdichte in der Altersklasse
M35. Mit dieser Klassezeit von 9:48:47h
ist er zwar Zweitbester unserer diesjährigen Mannschaft, landet
aber nur auf Platz 64! Zu Volkers Abschneiden
findet sein Teamgefährte Arnd
Hille, der als Fan und Betreuer unterwegs war, erklärende,
aber ziemlich
kritische Worte: "Was am Sonntag auf der
Radstrecke abging, spottet jeder Beschreibung". Er lobt
zwar den Veranstalter, weil dieser gegen Doping und Sportbetrug
entschlossen und medienwirksam vorgeht. Doch ihm wäre lieb,
wenn die Einhaltung der Regeln beim Windschattenfahren mit der gleichen
Konsequenz durchgesetzt würden. Riesige, leistungsstarke Gruppen
sind beinahe unbehelligt über die 180km
gelutscht. Er selbst ist seinerzeit aus dem Rennen ausgestiegen,
weil er diesen Beschiss mental nicht verkraftete. Ferner tut es
ihm für Volker sehr leid, dass er durch diese Einstellung seiner
Mitstreiter den Lohn seiner Trainingsmühen nicht einfahren
konnte und erneut die Hawaiiquali verpasst hat. Um das Ausmaß
deutlich zu machen lieferte er einen Schnappschuss mit. Klickt mal
auf das Bild und verschafft euch selbst eine Meinung. Volker bekam
mit, dass die Schiris wild um sich pfiffen, jede Menge Karten verteilten
und viele Athleten mit Zeitsperren bestraften. Doch das tatsächliche
Problem wurde nur am Rande bekämpft.
Bei seiner Premiere sammelte Christian
Meidhof im von 2400 Schwimmern aufgepeitschten Langener See
zuerst mal Tritte, Kopfnüsse und Körpertreffer bei fast
jedem Kraulzug ein. Der schwimmstarke Triathlet wurde nach einigen
Minuten so stark attackiert, dass er für einige Zeit ins Brustschwimmen
übergehen musste. Doch auch er stieg ziemlich lebendig nach
1:05:28h aus dem Wasser, wechselte zügig
und saß bald auf dem Rad Richtung Frankfurt. Sofort fiel der
Tacho aus und damit die Kontrolle über die Geschwindigkeit.
Die Uhr funktionierte und Christian orientierte sich ab jetzt an
den Durchgangszeiten, die er seiner Judith
vor dem Rennen nannte. Er genoss die Fahrt durch das erste Stimmungsnest
The Hell in Hochstadt
und am Hühnerberg fiel ihm vorne
die Kette runter. Er stieg ab, bat Zuschauer um Hilfe, weil er aus
eigener Kraft die Kette nicht mehr drauf bekam. "Ich
wollte mich ja auf keinen Fall einsauen". Von der Stimmung
an der kompletten Radstrecke war Christian total beeindruckt. In
der zweiten Runde störte heftiger Wind den Antrieb der Athleten,
doch nach sehr guten 4:58:58h rollte er
am Mainkai an. Es folgte wieder ein schneller Wechsel auf die abschließenden
42,195km, vor denen Christian mächtig
Respekt hatte. Mit den ersten Kilometern war er überhaupt nicht
zufrieden und zweifelte sogar kurzzeitig an seiner Mission. Doch
ab Kilometer sieben lief es. Christian fand sein Lauftempo und die
Beine machten mit. Er genoss die Menschenmassen und die Anfeuerungsrufe
seiner vielen Teamkamerad(inn)en an der Laufstrecke. 3:40:07h
Marathonzeit hätte er sich im letzten Jahr nicht träumen
lassen, heute läuft er sowas während eines Ironman. Auch
die Gesamtzeit von sage und schreibe 9:49:40h
haute uns aus den Socken. Christian lief überglücklich
und total fertig durch den Zielkorridor und resümierte nach
einem kleinen zeitlichen Abstand: "Das war
eine durchaus gelungene IRONMAN Premiere, wobei ich nicht sagen
kann, ob ich jemals noch einen IRONMAN machen werde. Im Moment sind
die Schmerzen noch zu groß um eine Entscheidung zu treffen".
Er bedankt sich ausdrücklich für die Unterstützung
seiner Vereinskolleg(inn)en und ganz besonders bei seinem Sportsfreund
und Trainer Roger Uhl.
Die
kurzen und erklärenden Sätze von Stefan
Eckrich bringen Licht in das Dunkel. Klar hat er die Zehnstundenmarke
angepeilt, er wollte sogar eine Viertelstunde schneller sein. Doch
eine hartnäckige Entzündung im Mittelfuß ließ
in den letzten vier Wochen exakt 25 Trainingskilometer zu, das waren
eindeutig zu wenig. Verlassen konnte er sich auf seine stärkste
Disziplin, das Schwimmen. Als erster unseres Teams stieg er vorhersehbar
bereits nach 59:25min aus dem Wasser und
spulte sein Bikeprogramm, bei dem die Fußprobleme in den Hintergrund
traten, als drittbester TSG-ler in respektablen 5:09:42h
ab. Mit seiner Vorgeschichte konnte er natürlich keine ordentliche
Marathonzeit einfahren und ab Kilometer 30 wurde es für ihn
richtig hart. Wer die aussagekräftigen Bilder in unserem Album
betrachtet und die Meinung unserer Fans vor Ort mit einbezieht,
gewinnt den Eindruck, dass ihm das Laufen sogar Spaß machte.
"Trotz allem bin ich glücklich, überhaupt
mit dieser Zeit ins Ziel gekommen zu sein", spricht
unser zufriedener Kollege, nachdem er seine beste Ironmanzeit überhaupt
abgeliefert hat. Sachen gibts.
Bei
seiner ersten Teilnahme über die längste Triathlondistanz
war Markus
Zschirpe direkt beim Schwimmstart mehr als irritiert. Er befand
sich inmitten einer einzigen Massenschlägerei, konnte sein
Tempo überhaupt nicht finden, weil von vorne immer wieder sehr
langsame Schwimmer durchgereicht wurden. Nach der ersten Wende schwamm
er seitlich aus den Pulks heraus und stieß plötzlich
auf Grund. Er befand sich mit etlichen Athleten auf einer Sandbank,
die nicht angekündigt war. Dann fand er endlich sein Tempo,
stieg nach 1:07:34h aus dem Wasser und
wars zufrieden. Der Wechsel aufs Rad klappte problemlos. Jetzt waren
riesige Pulks unterwegs und es gab kaum eine Chance ohne Windschattenfahren
durch zu kommen. "Ich gab richtig Gas, um
der Meute aus dem Weg zu gehen, weil immer einige Kontrolleure um
uns herum waren". Er hat keine Lust, mit zweihundert
Leuten in die Wechselzone zu rauschen, denn das gäbe ein Chaos.
"So hatte ich am Ende der ersten Radrunde
einen Schnitt von über 36km/h, was für mich viel zu schnell
war". In der zweiten Radrunde nahm der Wind stark zu
und das Tempo ging zurück. Die Stimmung auf der Radstrecke
und die dicht gedrängten Zuschauermassen beeindruckten Markus
und trieben ihn zu einer Radzeit von 5:19:42h.
Sehr zufrieden landete er in der Wechselzone und wechselte die Schuhe.
Auf der Laufstrecke hat sich dann das hohe Tempo auf dem Rad gerächt,
er spürte nach und nach, dass die anpeilte Marathonzeit von
3:30h nicht funktionieren wird. Junge,
3:43:26h innerhalb eines Ironman, das
ist ist doch Klasse. Und dann genoss Markus die letzten Kilometer.
Der rote Teppich am Römer, der Zieleinlauf, die geile Zeit,
der Jubel. Kommt her ihr kleinen Glückshormone und flutet meine
Venen. Seine Eindrücke bezeichnet er: "einfach
nur genial. Diese Superstimmung behalte ich lange in Erinnerung.
Das war ein toller Wettkampf, bei perfektem Wetter, mit riesigem
Spaß".
Claudia
Hille, die einzige weibliche Starterin vom bayerischen Untermain
mit Jahrzehnte langer internationaler Wettkampferfahrung, beschreibt
es treffend: "Es gibt den perfect day, es
gibt gute und schlechte Tage und rabenschwarze Tage",
einen solchen erlebte sie am Sonntag. Mit ihrer Schwimmleistung
gab sie sich zufrieden, obgleich die schlagende Wassertruppe auch
nicht vor Frauen halt machte. Der Wechsel auf das Rad verlief reibungslos
und schnell und auf der ersten Runde drückte sie ordentlich
die Pedalen. Einziges Problem war ihr selbst gebasteltes Getränk.
Es schmeckte scheußlich weil sie anscheinend zuviel Salz rein
tat. Ab Kilometer 140 brachte Claudi nichts mehr runter und musste
zudem dauernd unangenehm aufstossen. In ihrem persönlichen
Zeitplam befand sie sich bis zu diesem Zeitpunkt immer noch. "Nach
dem Wechsel dachte ich, ich muss mich sofort übergeben",
doch bei annähernd 300.000 Zuschauer
geht das nicht so einfach. Also bekämpfte sie permanent ihr
Unwohlsein und trabte locker auf die letzten 42,2km.
Mit dem Mageninhalt kurz vor Oberkannte-Unterlippe blickte sie nach
exakt einem Kilometer auf die Stoppuhr, um das Anfangstempo zu überprüfen.
Claudi ist eher der Typ, der zu Beginn das Rennen etwas zu schnell
angeht, sich dann im Verlauf zurück nimmt und im richtigen
Rhythmus einpendelt. Doch 5:15min/km war
eindeutig zu langsam, "da ahnte ich schon
Böses". Sie war nicht in der Lage, angemessenes
Tempo zu machen, hinzu kamen jetzt extreme Atemprobleme. Mit Trinken
war ebenfalls nix mehr, drei Fläschchen während des gesamten
Marathons, das konnte nicht gut gehen. "Mir
wurde schwindelig und die Birne spielte nicht mehr mit",
formulierte sie ihr Missgeschick in dem ihr eigenen Wortschatz.
Sie wusste nach ihrer langen Karriere genau, dass der Kopf das Kommando
übernehmen muss, wenn die Knochen streiken. Darauf konnte sie
eben nicht zählen. Nach 10:43:26h
schweben die meisten Triathlonfrauen im siebten Himmel, aber nicht
Claudia Hille. Sie zieht ihr persönliches Fazit: "Super
vorbereitet, alles hat im Vorfeld gepasst, und doch ist der große
Traum der Quali geplatzt". Und nach einer kleinen Pause
fügt die zierliche Kämpfernatur scheinbar erholt noch
hinzu: "ich muss wohl dieses Jahr nochmal
ran, denn alleine will ich Arnd nicht auf Hawaii starten lassen".
Was soll man da noch sagen?
"Eigentlich
wollte ich schon ein wenig schneller sein",
meinte Mario
Stenger auf Nachfrage, "aber letztendlich
bin ich doch zufrieden". Der eher zurückhaltende
Schwimmer ärgert sich nicht mehr über verlorene Zeiten
im Wasser. Energie verbrauchte er bei seinen ausgedehnten Schwimmübungen
jedoch sicherlich mehr als die vielen Hundert vor ihm, doch verprügeln
lässt sich Mario nicht und zumindest das hat er seinen Teamkollegen
voraus. Auf dem Rennrad disziplinierte er sich selbst und trug dabei
permanent die bevorstehenden Strapazen des verfluchten Marathon
im Hinterkopf. Nach 5:37:14h war es dann
soweit. Schuhe an und immer lächeln, besonders an den verschiedenen
Stationen, an denen sich unsere Fans, Fotografen und die vielen
TSG Mitglieder versammelten. "Es war mir
sehr wichtig, den Marathon komplett durch zu laufen. Zum Schluss
wurde ich zwar ein bisschen langsamer, fühlte mich körperlich
aber sehr gut". Marios neue Marke steht nun bei 11:31:16h.
Damit ist er mehr als eine Stunde schneller als bei seinem Debut
vor fünf Jahren und diese Steigerung betrifft jede der drei
abgewickelten Disziplinen. Kurze Zeit nach dem emotionsgeladenen
Lauf über den roten Teppich durch den Zielkorridor am Römerberg
war er wieder der Alte: "Die ersten Biere
sind geleert und im Keller wartet schon das Mountainbike auf neue
Taten". Damit folgt Mario einem konsequenten Rhythmus;
im Winter sammelt er Laufrekorde, dann wechselt er aufs Rennrad
und ab sofort beginnt die MTB Saison, vermutlich gehts wieder über
die Alpen.
Ein
besonderes Erlebnis verbuchte an diesem Tag der letztjährige
Finisher Peter
Hufgard. Er bot dem Organisationsteam seine Hilfe an und bekam
einen der schönsten Jobs unter den über 4000
Helfern, denn er begleitete immer den jeweils zweiten Mann mit einem
so genannten Führungsrad. Die 42,2km,
immer wieder am Mainufer entlang, bereiteten ihm sehr viel Freude,
die auf unseren Bildern sichtbar wird.
Ob perfekter oder rabenschwarzer Tag,
allen wird dieser Ironman in unvergesslicher Erinnerung bleiben.
Ihr persönliches Resümee haben sie allesamt gezogen, die
Schmerzen in den Muskeln werden abklingen und dann werden sie sich
wieder rüsten für einen neuen längsten Tag, Die Anmeldung
für den 06. Juli 2008 ist bereits geschlossen. Aktuell sind
uns fünf TSG Triathleten bekannt, die dabei sein werden. Auf
ein Neues! Vielleicht hilft denen, die sich noch nicht trauen, der
Satz des römischen Philosophen Seneca
weiter: "Nicht weil es schwer ist, wagen
wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer“.
Und hier geht es zur Ergebnisliste
mit allen Zwischenzeiten, aus der sich die Dramaturgie des ganzen
Wettkampfes ablesen lässt. Jede Menge Fotos,
geschossen von Eckhard
und Thomas,
liegen bereits im Bilderalbum. Eckhard hat die komplette TV Übertragung
des HR auf DVD gebrannt. Wer interessiert ist, spricht ihn einfach
an. |
02.07.2007
Indersdorfer Straßenlauf mit Bayerischen
Meisterschaften
Während
seine Kameraden in Frankfurt ihren längsten Tag des Jahres
verbrachten, ging Andreas
Heilmann voller Hoffnungen bei den Bayerischen
10km Straßenlaufmeisterschaften in Markt Indersdorf
an den Start. Die Bombenleistung von Regensburg (31:20min)
vor drei Wochen schwirrte noch angenehm in seinem Hinterkopf und
seine bestechende Form sollte jetzt einer weiteren Prüfung
Stand halten. Mit den hohen Temperaturen zur Startzeit um 11.30Uhr
(29°C) würde Andreas wohl zurecht
kommen, doch alleine die Streckenbesichtigung zerstörte die
realistischen Pläne, seine Straßenbestzeit deutlich zu
verbessern. Die fünfmal zu durchlaufende Runde führte
nämlich 800m bergauf und anschließend
über 1200m flach abfallend zum Ausgangspunkt
zurück. Einige seiner Konkurrenten konnten starke Saisonleistungen
über 5000m vorweisen, teilweise unter
14:30min. Deshalb beabsichtigte Andreas,
an der letzten Steigung, etwa zwei Kilometer vor dem Ziel zu attackieren
und hielt sich bis Marke acht an vierter bis sechster Position.
Bei Halbzeit waren 16:07min verstrichen.
"Am Fuße der letzten langgezogenen
Steigung verschärfte ich das Tempo und sprengte die Spitzengruppe.
Ein mir noch unbekannter Athlet aus Rosenheim konterte",
schilderte er den Ablauf und erfuhr erst nachher, dass der spätere
Sieger gerade für seine Berglaufqualitäten bekannt ist.
Kurz vor der Kuppe plagte sich Andreas mit starkem Seitenstechen
herum, konnte nicht mehr voll durchziehen und musste auf der abschließenden
Geraden bedauerlicherweise zwei Athleten ziehen lassen. "Mit
meinem Rennen bin ich unter diesen erschwerten Bedingungen zufrieden,
mit dem vierten Platz selbstverständlich nicht. Allerdings
hätte ich vor einem Jahr noch nicht damit gerechnet, in Bayern
in der Männerhauptklasse so um die Medaillen mitzulaufen".
Seine Endzeit von 32:15min interessierten
ihn nur am Rande, auch weil der BLV-Landestrainer - aufgrund der
Streckenführung - sogar eine ganze Minute abziehen würde,
im Vergleich zur flachen Strecke. Wir sind aber der Meinung, dass
ein vierter Platz bei den Bayerischen Männern durchaus lobenswert
ist, zumal die Abstände zu den Medaillenrängen im Sekundenbereich
liegen; zum Meister fehlen gerade mal neunundzwanzig! Andreas grauliert
auf diesem Wege allen Frankfurt-Finishern und freut sich schon auf
den gemeinsamen Lauftreff in seinen Semesterferien. Und jetzt warten
wir ab, wie er sich im Laufe der Woche regeneriert und bei den Bayerischen
Meisterschaften über 5000m in Schweinfurt
am kommenden Samstag abschneidet. Hier die Ergebnisliste
mit dem Link zu den Gesamtergebnissen. |
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