| Zweite Alpenüberquerung von Mario
Stenger
In
der ersten Hälfte dieses Jahres konzentrierte sich Mario
Stenger auf die 10km Laufstrecke, lief permanent im 35er Bereich
und räumte nicht nur in seiner neuen Altersklasse einiges ab.
Vor einigen Wochen verabschiedete er sich dann für dieses Jahr
(schriftlich) vom Laufen, stieg aufs Rad um und plante mit Thomas
B. eine Dolomitentour, die
leider ganz kurzfristig ins Wasser fiel. Glück hatte er aber,
dass ihm seine TSG Teamkameraden Gundolf
Brunträger und Christian
Herget und die sehr sportlichen Kleinostheimer Thujafreunde
auf ihrer zeitgleich geplanten Tour mit dem Mountainbike „Asyl“
gewährten. Die lustige Truppe hatte sich mit dem MTB eine Alpenüberquerung
vorgenommen und zwar die klassische von Oberstdorf nach Riva am
Gardasee.
Gleich am Schroffenpass erlebten sie eine „tolle Kletterei“
und im Samnauntal trafen sie zwei Dettinger Teilnehmer des Transalp
Rennens. Mario tourte einige Tage mit und klinkte sich dann Richtung
Österreich aus, weil er die Route zum Gardasee
im Vorjahr bereits mit Michael
Schwarz gefahren ist. (Einen interessanten und ausführlichen
Bericht hierüber könnt ihr hier
nachlesen) Während der Rest der Truppe heute (23.07.2006) auf
der Rückreise ist, veröffentlichen wir schnell seine Stichworte,
die er im Zug von Füssen nach Aschaffenburg aufschrieb und
dem Webmaster zügig zustellte. Mario schwärmte von vier
Tagen Traumwetter in den Alpen, allesamt ohne Stürze oder Pannen
und einer unvergesslichen Rennatmosphäre während des parallel
laufenden Transalp Rennens bei Ischgl sowie zwei schönen Hüttenübernachtungen
auf der Freiburger und der Neuen Heilbronner Hütte. Er schimpfte
aber auch auf die unflexible Bundesbahn und die rücksichtslosen
Autofahrer in Italien.
Seine
sportliche Leistung umfasste in diesen vier Tagen
375 Kilometer mit 7100 Höhenmetern, die er in insgesamt exakt
24 Stunden meisterte. Das durchschnittliche Tempo lag somit
bei 15,1km/h. Seine mitgelieferten Fotos,
die bereits im Bilderalbum liegen, zeigen uns nicht nur imposante
und beeindruckend Aufnahmen, sondern beweisen auch sein fotografisches
Talent, das ihm schon einige Preise einbrachte. Die Radspezialisten
unter uns werden beim Betrachten der Bilder die Reiseroute sehr
schön nachvollziehen können. In der Schweiz verließ
er seine Gefährten und reiste über Nauders am Reschensee
vorbei durch den herrlichen Vinschgau, den er trotz enormem Gegenwind
genoss. Wir erkennen im Album Meran bei Nacht, haben dazu allerdings
keine weiterführenden Infos von Mario. Dann führte seine
Reise weiter durchs Passeier Tal und zu vermutlich größeren
Strapazen, denn seinen Aufzeichnungen entnehmen wir den Vermerk:
„nie wieder mit dem Mountainbike übers
Timmelsjoch“.
Seine
spezifischen Erlebnisse werden wir sicher noch erfragen –
über ständige Rücken-, Schulter-, Fuß- und
Hinternschmerzen sind wir aber schon unterrichtet. Den Flüssigkeitsbedarf
von Meran aufs Timmelsjoch bezifferte Mario auf sechs Liter. Trotz
erneuten Gegenwindes bei der Fahrt durchs Ötztal spricht er
von Vorfreude auf 2007 bei der Ankunft in Riva. In seinem Gedächtnis
geblieben sind ihm die Restaurantpreise in Meran und Füssen,
weil sie günstiger sind, als bei uns im Rhein-Main Gebiet.
Dass er inzwischen älter geworden ist, macht er daran fest,
dass er den Postbus von Ötz nach Reutte benutzt hat. So etwas
wäre ihm früher nie passiert.
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