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24.10.2007 Auf den geschichtlichen Spuren des ersten Frauenmarathonlaufes der Welt

Ein Kurzbericht von Sarah von Kutzleben

Zusammen mit ihrer Rennschnecken Kollegin Helga Niesner und ihrem Freund Matthias Gerlach beteiligte sich Sarah von Kutzleben am vergangenen Sonntag, den 15.10.07 am 40. Schwarzwald-Marathon in Bräunlingen/Donaueschingen. 1968 fand dort der erste Marathonlauf der Welt statt, an dem Frauen offiziell vom Veranstalter zugelassen und in einer Sonderwertung gewertet wurden. Früher der größte Marathonlauf der Welt, hat der Schwarzwald-Marathon heute eine Veranstaltung mit eher familiärem Charakter. Die Organisation klappte perfekt, was wohl nach vierzigjähriger Erfahrung auch kaum verwundern dürfte. Für das Startgeld von 30 Euro wurde viel geboten, so gab es für jeden Läufer beispielsweise ein paar Falke Socken mit dem Emblem des Schwarzwald-Marathons. Beim Jubiläumslauf meinte es Petrus gut und sorgte für optimales Läuferwetter. Durch gemeinsame lange Trainingseinheiten gingen die beiden Rennschnecken gut vorbereitet an den Start.

Pünktlich um 9.30 Uhr fiel der Startschuss für die 42,2 km lange Strecke und die beiden Läuferinnen gingen gemeinsam auf die Strecke. Insgesamt hatte der Schwarzwald-Marathon zwar weniger Zuschauer als bei einem Stadtmarathon zu bieten, dafür gab es aber einige Überraschungen. Schon nach 500 Metern wurden die Läufer von Kirchgängern und Ministranten der katholischen Kirche in Bräunlingen bejubelt, die extra den Gottesdienst unterbrachen und durch Dauerglockengeläut Gottes Segen mit auf die Strecke schickten. Die Strecke führte auf der ersten Hälfte von 700 auf 1000 Höhenmeter. Die beiden Rennschnecken verloren sich bereits auf den ersten Kilometern aus den Augen und jeder musste für sich die anstrengende Steigung meistern und die Kräfte für die zweite Hälfte gut einteilen. Sarah glaubte bereits nach zwölf Kilometern nicht ins Ziel zu kommen, da sie sich durch die stetigen Steigungen schon ziemlich ausgepowert fühlte. Bei Kilometer 22 war dann zum Glück der höchste Punkt erreicht und die Läuferschar wurde von einem Alphornbläser empfangen. Nun ging es bis ins Ziel überwiegend bergab. Sarah erholte sich und konnte wieder ein schnelleres Tempo angehen. Bei Kilometer 28 trafen sich Helga und Sarah überraschenderweise wieder und liefen gemeinsam bis ins Ziel. Sie konnten sich über eine Zeit freuen, die schneller war, als die Endzeit der ersten Siegerin des Schwarzwald-Marathons 1968.

Hier die Ergebnisse:

Platz
Name Vorname
AK
Pl.AK
Zeit
43
von Kutzleben Sarah
W30
7
04:13:05
44
Niesner Helga
W50
4
04:13:07
241
Gerlach Matthias
M40
72
03:44:41

Sarah von Kutzleben