Wertheimer Mountainbike-Biathlon
Ein Wettkampfbericht von Gundolf
Brunträger Mountainbike-Biathlon,
eine Kombination aus Radfahren und Schießen, kannte
ich bisher nicht. Eine kleine Notiz, vor einigen Wochen im
Main-Echo, machte mich darauf aufmerksam. Um nach langer Zeit
mal wieder ein bisschen Wettkampfatmosphäre zu schnuppern,
stand für mich gleich fest: da bist du dabei. Veranstalter
waren am vergangenen Samstag die Velofreunde
und die Schützengesellschaft
aus Wertheim. Den Ablauf dieses Events schrieben sie wie folgt
aus: 3,8km biken, anschließend
fünf Schuss mit dem Luftgewehr auf Biathlonscheiben abgeben.
Eine zweite Runde über den gleichen Kurs fahren, ein
zweites Mal Schießen sowie eine abschließende
dritte Bikerunde.
Guter Sport, interessante
und spannende Wettkämpfe
Die
Veranstaltung war professionell organisiert. Ähnlich
wie beim Triathlon gab es eine Stunde vor dem Start eine Wettkampfbesprechung.
Am wichtigsten fand ich das Probeschießen, das von allen
Teilnehmern reichlich genutzt wurde. Für jede Scheibe,
die nicht fiel, musste der Sportler, wie beim richtigen Biathlon,
eine Strafrunde mit dem Rad zurücklegen. Die Altersklasseneinteilung
war etwas ungewohnt. Im oberen Bereich
hieß es nur noch: 41 und älter!
Beim Blick auf die abschließende Ergebnisliste wusste
ich auch warum, denn mit 52 Jahren war ich unter den 150
Startern der Zweitälteste. Die Teilnehmer schickte amn
im Abstand von 30 Sekunden auf den Parcours. Die recht selektive
Strecke hatte es in sich. Feld- und Waldwege, steile Abfahrten
sowie schmale Pfade. Kräfte zehrend empfand ich den etwa
einen Kilometer langen Anstieg über eine gemähte
Wiese. Hier musste das kleinste Ritzel herhalten. Entsprechend
war der Puls, der sich bis zum Schießstand nur noch
wenig beruhigte. Im Schießbereich hieß es: runter
vom Rad, schieben, und dann das Rad aufhängen. Ein Helfer
ruft dir die Nummer einer Schießbahn zu, die du benutzen
musst.
Das
Gewehr und die Munition liegen schon da
Hinlegen, Verschluss öffnen, Patrone einlegen, Seitenspanner
schließen, versuchen zu zielen. Wuff!
Der erste Schuss war schon draußen, da hatte ich noch
nicht annähernd die erste Scheibe im Visier, so leicht
ist das Abzugsgewicht. Neu laden, zielen. Nummer zwei und
drei saßen dann, die vierte Scheibe blieb wieder stehen,
die fünfte fiel wieder. Mit dem Ergebnis war ich erst
mal zufrieden. Zwei Strafrunden waren noch akzeptabel. Mehr
Betrieb entwickelte sich auf der zweiten Bikerunde, weil sich
mittlerweile alle Fahrer auf der Strecke befanden, ohne dass
es jedoch zu Behinderungen kam. Die letzte Steigung vor dem
Schießstand fuhr ich in dieser Runde mit einer kleineren
Übersetzung hoch. Entspannter kam ich trotzdem nicht
am Schießstand an. Dennoch fielen alle fünf Scheiben.
Ohne Strafrunde ging es in die dritte Runde, und nach rund
43 Minuten hatte ich als 14.
von 33 Startern in der nach oben offenen Altersklasse
meinen ersten Mountainbike-Biathlon hinter mich gebracht.
Rundum eine gelungene Veranstaltung, die Spaß gemacht
hat. Ausführliche Informationen gibt es unter diesem
Link.
Gundolf Brunträger
(Biathlet) - 20.Mai 2007
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